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Wiederholt zu schnell gefahren - damit müssen Sie rechnen

Die meisten Fahrverbote in Deutschland werden verhängt, weil wiederholt zu schnell gefahren wird. Raser sind meist Wiederholungstäter. Sie müssen mit Bußgeldern, Punkten in Flensburg, Fahrverbot und Entziehung des Führerscheins rechnen. Um Ihr Risiko zu kalkulieren, sollten Sie die Gegebenheiten kennen.

Wer wiederholt rast, geht zu Fuß.
Wer wiederholt rast, geht zu Fuß.

Jogi Löw (Trainer der Fußballnationalmannschaft) weiß ein Lied davon zu singen. Nachdem er im Mai 2014 erwischt wurde, weil er wiederholt zu schnell gefahren war, wurde ihm der Führerschein entzogen.

Wer zu schnell fährt, gefährdet sich und andere

  • Zu schnelles Fahren ist eindeutig die Unfallursache Nummer Eins. Lenken Sie ein Fahrzeug, dürfen Sie nur so schnell fahren, dass Sie Ihr Fahrzeug ständig beherrschen und andere nicht gefährden. Werden Sie erwischt, weil Sie zu schnell gefahren sind, müssen Sie mit empfindlichen Strafen rechnen.
  • Werden Sie erwischt, sollten Sie darauf bedacht sein, die Situation nicht noch zu verschlimmern. Wer gegenüber dem Polizisten seine Geschwindigkeitsübertretung  zu rechtfertigen versucht, gesteht zu, vorsätzlich gehandelt zu haben. Die Regelgeldbuße wird dann meist verdoppelt.

Die Strafe bestimmt sich nach der gefahrenen Geschwindigkeit

  • Im günstigsten Fall kommen Sie mit einer Verwarnung davon. Sie zahlen dann für Geschwindigkeitsübertretungen bis zu 20 km/h 15 - 35 €.
  • Fahren Sie innerorts noch schneller, gibt es ab 21 - 25 km/h einen Punkt. Sie zahlen außerdem 80 €. Ab 26 - 30 km/h: 100 € und 1 Punkt, ab 31 - 40 km/h: 160 €, 2 Punkte und einen Monat Fahrverbot.
  • Außerorts zahlen Sie bis 20 km/h ein Verwarnungsgeld von 10 - 30 €. Ab 21 km/h fällt in Flensburg ein Punkt an. Ab 41 km/h droht Fahrverbot.

Wiederholte Raserei führt zu Fahrverbot

Wenn Sie zudem zweimal binnen eines Jahres mehr als 26 km/h zu schnell gefahren sind, müssen Sie ebenfalls mit einem Fahrverbot rechnen. Das Fahrverbot wird auch dann verhängt, wenn die einzelne Geschwindigkeitsüberschreitung für sich gesehen noch kein Fahrverbot zur Folge gehabt hätte.

  • Das Fahrverbot hat eine Warnfunktion. Es wird bis zu drei Monaten verhängt. Es soll leichtsinnige Kraftfahrer zur Besinnung bringen. Vom Fahrverbot kann nur abgesehen werden, wenn Ihre Existenz als selbstständig Tätiger gefährdet ist oder Ihnen als Angestellter konkret der Arbeitsplatzverlust droht. Einfache Nachteile beruflicher oder wirtschaftlicher Art genügen nicht.
  • Die dauerhafte Entziehung der Fahrerlaubnis droht Ihnen dann, wenn Sie zudem den Straßenverkehr konkret gefährdet haben, bei Trunkenheit im Verkehr, Unfallflucht oder Vollrausch. Voraussetzung ist die Feststellung der Straßenverkehrsbehörde, dass Sie zum Führen eines Kfz charakterlich ungeeignet sind. Sie müssen dann nach Ablauf einer Sperrfrist Ihre Fahrerlaubnis erneut beantragen. Außerdem müssen Sie den MPU-Test bestehen.

Um  die Konsequenzen im Einzelfall zu recherchieren, können Sie einen Bußgeldrechner nutzen.

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