Wie ziehe ich mich Emo an?
Der Begriff Emo leitet sich von der Musikrichtung Emocore/Emotional Hardcore ab, die in den 80er Jahren als ein Subgenre von Punk und Hardrock entstand. Emo kennzeichnet sich durch eine verstärkte Betonung der Emotionen aus, die auch die dunklere Seite der Gefühlswelt der Trauer und Melancholie einschließt. Mit der teils mainstream-fähigeren Weiterentwicklung des Musikstils hat sich eine Jugendkultur ausgebildet, der es um das authentische Ausleben der individuellen Gefühle und Sensibilität geht. Durch ihren ausgefallen Kleidungsstil werden „die Emos“ seit der Jahrtausendwende verstärkt medial wahrgenommen und polarisieren nicht nur durch ihr Äußeres. Sich "Emo anziehen" kommt in Mode.
- 27.05.2010 Daniel Berseling
Was Sie benötigen
- Trucker- oder Baseballcap bzw. Haarreifen oder -schleife
- Kajal stift
- Pali-Tuch
- Totenkopf-Schmuck, Ketten, Ohrringe etc. mit anderen Emo-Motiven
- Nietengürtel
- Umhängetasche mit Buttons
- fingerlose Handschuhe, Schweißbänder oder Armstulpen
- enges T-Shirt
- Streifenpulli oder Kapuzensweater
- Röhrenjeans
- Schuhe der Modelle Vans Slip On oder Converse Chuck Taylor
In diesem Artikel wird der Emo-Style von Kopf bis Fuß erklärt und wie man sich "Emo anzieht":
Generelles zum Emo-Style:
- Emo wird fälschlicherweise oft ausschließlich mit der Farbe schwarz assoziiert. Aber neben der durchaus typischen Emo-Farbe schwarz und Anleihen im Punk und Gothic besticht der Emo-Style durch seine Vielfalt.
- Schwarze Kleidungsstücke werden mit solchen in schrillen und knallige Farben von rot und pink bis hin zu Neon-Farben kombiniert. Oftmals werden auch karierte, gestreifte und gepunktete Kleidungsstücke getragen.
- Eine Tendenz zum Androgynen sticht oft beim Aussehen der Emos hervor. Sie dürfen sich als Mann also durchaus die Augen schminken und Make-up verwenden. Die meisten modischen Anregungen gelten für Mann wie Frau.
- Analog hierzu können neben düsteren Symbolen wie Totenköpfen oder Skeletten auch niedliche Motive wie Sterne, Schmetterlinge oder Früchte auf T-Shirts, Pullis, Jacken, Hosen, Schuhen und Accessoires prangen.
Emo-Style: Oberteile – Shirts, Pullis, Jacken:
- Bei den T-Shirts ist es wichtig, dass sie eng anliegen. Neben dem schwarzen Klassiker können Sie aber auch gestreifte, gepunktete oder karierte Shirts tragen.
- Shirts mit Emo-Motiven wie Sternen, Totenköpfen oder mit Karo- und Streifenmustern (z.B. schwarz/weiß, rot/weiß, schwarz/rot) sind auch gern gesehen. Gleiches gilt für den häufig getragenen Kapuzen-Sweater.
- Trumpf ist hier allerdings ein Kapuzenpullover mit der Lieblingsband. Alternativ tragen Sie Streifenpullis.
"Sich Emo anziehen" - Hosen und Gürtel:
- Generell gilt auch hier: "Black is beautiful". Emos tragen meist sehr enge schwarze Hosen. Auch die Männer tragen z.B. Röhrenjeans. Erhältlich sind diese von den gängigen Jeans-Herstellern, auch bei New Yorker oder H&M.
- Dazu trägt man entweder Nietengürtel oder Gürtel mit großen Schnallen, gern gepaart mit dem üblichen Totenkopf-Motiv. Es darf farblich natürlich auch greller zugehen mit rot oder pink, gestreift und kariert.
Die passenden Schuhe für den Emo-Style:
- Das Schuhwerk der Emo-Mode wird derzeit von zwei Sportschuh-Modellen dominiert. Zum einen sind die Chuck Taylor-Modelle von Converse zu nennen, zum anderen die Slip On-Modelle der Marke Vans. Erhältlich sind diese z.B. in Skateboard-Läden, aber auch in den jeweiligen Online-Shops der Hersteller. Sie sind entsprechend der Zielgruppe in den verschiedensten Designs zu haben – kariert, gepunktet, gestreift oder mit den typischen Emo-Motiven.
- Kleine Anregung: Bemalen sie doch ihre Schuhe selbst oder lassen Sie sie von Freunden unterschreiben. Passend zu den Schuhen kann man Strümpfe mit Streifen- und Karomustern tragen, vorzugsweise in Kombinationen wie schwarz-weiß oder schwarz-rot.
Piercing, Schmuck, Accessoires zum Emo-Style:
- Ein unerschöpfliches Thema sind die Emo-Accessoires. Beliebt sind generell Totenkopf- und Skelett-Motive, aber auch Früchte, Sterne, Schmetterlinge etc. – sei es an Ketten und Anhängern, Ringen oder Ohrringen.
- Wenn Sie sich etwas wagen möchten, lassen Sie sich piercen. Beliebt sind in Emo-Kreisen zum Beispiel die sogenannten Snake Bites, bei dem zwei Piercings an der Unterlippe symmetrisch positioniert sind.
- Neben dem Pali-Tuch, was auch in die Emo-Szene Einzug gehalten hat, sind fingerlose Handschuhe, Schweißbänder oder Armstulpen beliebte Emo-Accesoires. Sie erhalten Sie außer in schwarz natürlich auch mit Streifen, Karos und den gängigen Motiven.
- Ein weiteres Accessoire sind Umhängetaschen mit Buttons. Generell empfiehlt sich ein Blick auf Online-Händler wie ebay oder amazon , um sich einen ersten Überblick über die Bandbreite der Accessoires zu verschaffen. Geben Sie als Schlagwort „Emo“ und den jeweils gesuchten Artikel ein (z.B. „Emo“ und „Kette“).
Kleiner Ausblick zu Frisuren, Haarschmuck, Schminke für den Emo-Look:
- Der Emo-Look definiert sich nicht nur über die Kleidung, sondern auch über Frisuren und Make-up. Oft wird ein asymmetrischer Seitenscheitel getragen, der ins Gesicht fällt. Die Haare werden bei Bedarf schwarz gefärbt und geglättet. Benutzen Sie hierfür ein Glätteisen!
- Wenn Sie etwas mehr Farbe möchten, können Sie die Frisur durch Strähnen aufhellen. Mädchen und Frauen tragen oft lange schwarze Haare. Allgemein gilt jedoch: Hinsichtlich Frisuren hat sich eine riesige Vielfalt an sogenannten Hairstyles entwickelt. Googlen Sie doch einfach mal das Schlagwort „Emo Hairstyles“, um sich davon einen Eindruck zu machen.
- Emo-Männer tragen dazu derzeit öfters Trucker- oder Baseballcaps, Frauen häufig Schleifen und Haarreifen und -klammern. Diesen „Haarschmuck“ können Sie durchaus in grellen Farben wählen. Eine Beratung beim Friseur ist zudem definitiv ratsam.
- Zum Schluss ein erneuter Hinweis auf das Thema Schminke: Das dunkle Schminken der Augen – bevorzugt mit Kajal – dürfen auch Jungs und Männer.
