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Wie wird man Vermögensverwalter?

Möchten Sie Vermögensverwalter werden? Die Vorstellung, Verwalter großer Vermögen zu werde,n ist berauschend und verspricht eine interessante Aufgabe zu sein. Sicher stellen sich viele die Frage, wie man Vermögensverwalter werden kann.

So werden Sie Vermögensverwalter.
So werden Sie Vermögensverwalter. © Gerd Altmann / Pixelio

Zulassung zum Vermögensverwalter

Sie müssen einige Voraussetzungen erfüllen, wenn Sie eine Zulassung zum Vermögensverwalter bekommen wollen. Eine spezielle Ausbildung ist nicht immer erforderlich:

  • Als Vermögensverwalter werden oft auch Anlageberater bezeichnet, die eine Zulassung nach § 34c Abs. 1 Satz 3 (GewO) haben. In dem Fall brauchen Sie einen Abschluss zum Finanzberater, Finanzfachwirt oder Fachkaufmann bzw. Betriebswirt (für betriebliche Altersversorgung). Die Ausbildungswege sind sehr unterschiedlich. Als Anlageberater beraten Sie andere, wie sie Ihr Vermögen mehren können, haben aber keinen Zugriff auf deren Eigentum.
  • Als echter Vermögensverwalter im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz  (KWG), haben Sie Zugriff auf das Vermögen eines Anderen und bedürfen einer Zulassung durch die BaFin. Diese Zulassung hängt nicht nur von der Qualifikation ab, sondern auch von der Zuverlässigkeit, einem Geschäftsplan, Eigenkapital und einem zweiten Geschäftsführer. Sie müssen Erfahrungen in dem Bereich haben, am besten langjährig als Anlageberater erfolgreich gewesen sein.

Nun wissen Sie schon einiges darüber, wie man Vermögensverwalter werden kann.

So erlernen Sie den Beruf

  • Wenn Sie als Finanzberater tätig werden wollen, müssen Sie die Sachkundeprüfung bei der IHK als Versicherungsfachmann (m/w) bestehen. Wie Sie die Qualifikation erreichen, bleibt Ihnen überlassen. Ein guter Weg ist eine Lehre als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen (m/w) bei einem Anlageberater, einer Bank oder einer Versicherung. Sie sollten mindestens einen Schulabschluss mit mittlerer Reife haben. Vermögensverwalter im Sinne der KWG werden Sie damit kaum werden, aber eine durchaus vergleichbare Tätigkeit ist möglich.
  • Als Finanzfachwirt müssen Sie an einer FH studieren und müssen daher vorher ein entsprechendes Fachabitur abgelegt haben. Diese Ausbildung können Sie auch nach der Lehre als Kaufmann anschließen. Viele Banken fördern Ihre Mitarbeiter und ermöglichen das Studium an der FH.
  • Ein Vollstudium in Betriebswirtschaft (Fachrichtung Bankenwesen) und eine entsprechende Tätigkeit bei einer Bank, bringt Sie dem Ziel, Vermögensverwalter zu werden, sicher am nächsten. Auch hier ist es oft sinnvoll, wenn Sie eine Banklehre abschließen, sich dann an einer Hochschule qualifizieren, um dann noch mal einige Jahre bei einer Bank als Anlageberater tätig zu werden.

Da Sie als Vermögensverwalter mit dem Geld anderer Menschen arbeiten, sind diese hohen Voraussetzungen notwendig. Beachten Sie, dass jeder größere Betrugsfall in diesem Bereich meist dazu führt, dass die Gesetze strenger werden. Erkundigen Sie sich daher immer zeitnah bei der BaFin, welche Bedingungen Sie als Vermögensverwalter erfüllen müssen.

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