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Wie wird man Offizier bei der Bundeswehr? - So schlagen Sie die Laufbahn ein

Wer bei der Bundeswehr Karriere machen möchte, strebt oft eine Offizierslaufbahn an. Aber natürlich brauchen Sie für die höchste Laufbahn der Streitkräfte auch bestimmte Voraussetzungen.

Für die Offizierslaufbahn müssen Sie in der Regel auch in den Hörsaal.
Für die Offizierslaufbahn müssen Sie in der Regel auch in den Hörsaal.

Bei der Bundeswehr gibt es zwei unterschiedliche Offizierslaufbahnen, die im Truppendienst und die im militärfachlichen Dienst. Die angestrebten Offiziersdienstgrade fangen beim Leutnant an und gehen bis zum General. Vor dem ersten Offiziersdienstgrad wird von Offiziersanwärtern (plus Dienstgrad) gesprochen. Im Truppendienst können allerdings höhere Dienstgrade erreicht werden, als im militärfachlichen Dienst.

Bundeswehr-Offizier im Truppendienst

  • Um die Offizierslaufbahn in der Bundeswehr einzuschlagen, brauchen Sie das Abitur (in Bayern reicht auch eine anerkannte Fachhochschulreife) oder eine Kombination aus Mittlerer Reife (oder gleichwertiger Abschluss) und abgeschlossene Berufsausbildung. Möchten Sie mit dieser Kombination innerhalb der Bundeswehr Studieren, so ist noch das Abitur an einem Studienkolleg nachzuholen. Zudem müssen alle Bewerber der Offizierslaufbahn ein Eignungstest bestehen.
  • In der Regel fängt die Offizierslaufbahn mit einer 15-monatigen militärischen Ausbildung in einem Offiziersanwährterbatallion (Munster, Hammelburg oder Idar-Oberstein) an. Darauf folg das Studium an einer der beiden Bundeswehruniversitäten in Hamburg oder München. Sollte ein Abschluss in einem der Fächer Biologie, Chemie oder Physik erforderlich sein, werden diese in der Regel an zivilen Universitäten erworben. (In besonderen Fällen ist auch eine Laufbahn ohne Studium möglich, allerdings eher selten.)
  • Auf das Studium folgen dann Lehrgänge an Offiziersschulen der Bundeswehr. Mit der Beförderung in den Dienstgrad Leutnant, hat man den Rang eines Offiziers.   

Die Voraussetzungen im militärfachlichen Dienst

Der militärfachliche Dienst ist eingeführt worden, um besonders qualifizierten Unteroffizieren die Möglichkeit des Aufstiegs in die Offizierslaufbahn zu geben. 

  • Die Offiziersanwärter für den militärfachlichen Dienst rekrutieren sich aus Feldwebel, die sich für einen Laufbahnwechsel beworben haben oder von Vorgesetzten vorgeschlagen wurden. In dieser Variante erwerben die Anwärter zunächst eine anerkannte Ausbildung und gleichzeitig die Fachhochschulreife. Anschließend folgen Lehrgänge an Offiziersschulen.
  • Die Ausbildung ist mit dem erreichen des Dienstgrades Leutnant abgeschlossen. In der Variante des militärfachlichen Dienstes ist der höchste zu erreichende Dienstgrad der des Hauptmannes (bei Fachoffizieren der Dienstgrad des Stabshauptmannes).
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