Wie wird man mutiger? - Anregungen für einfache Übungen

Durch gezielte Übungen mutiger werden. Durch gezielte Übungen mutiger werden.
Wenn Sie in bestimmten Situationen vor Furcht wie gelähmt sind, kann das für Sie und Ihr Umfeld zur Belastung werden. Mut bedeutet auf keinen Fall immer furchtlos zu sein, im Gegenteil, Angst ist ein wichtiger Selbstschutz. Aber als mutiger Mensch können Sie einschätzen, wie in einer entsprechenden Situation richtig reagiert wird. Um mutiger zu reagieren, müssen Sie also lernen, Gefahrensituationen richtig einzuschätzen und sich vorher überlegen, wie richtig gehandelt wird. Es ist z. B. nachgewiesen, dass Menschen, die übermäßig ängstlich auf Hunde reagieren, sogar noch eher gebissen werden. Also sollten Sie auch hier Übungen bewältigen, um mutiger zu werden.
Sonja Mahlich
21.11.2011 Sonja Mahlich
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Es ist möglich, mit Übungen mutiger zu werden, dazu gehört natürlich auch Selbstüberwindung.

Wie Sie sich Mut antrainieren können

  • Bei Kampfsportarten werden Sie mutiger, weil Sie für sich die Erfahrung machen, dass Sie in der Lage sind, sich in brenzligen Situationen selbst zu verteidigen oder anderen zu helfen.
  • Dabei gewinnen Sie ganz nebenbei eine selbstbewusste Ausstrahlung, die Sie so souverän auftreten lässt, dass Körperlichkeiten gar nicht notwendig werden.
  • Mit diesen Übungen gelingt Ihnen auch eine kontrolliertere Atmung, das verhindert eine zittrige Stimme, die meist als Schwäche und Angst ausgelegt wird, und hilft Ihnen souverän und selbstsicher für sich und andere einzustehen.
  • Empfehlenswert sind daher Kampfsportarten wie Judo, Karate oder Taekwondo, denn bei diesen Sportarten wird  auch an der inneren Haltung gearbeitet, außerdem sind Sie teil einer Gruppe und viele soziale Kontakte helfen Ihnen ebenfalls, mutiger zu werden.

Sportschulen mit entsprechenden Angeboten können Sie über das Internet oder das Branchenbuch ausfindig machen.

Übungen, um mutiger zu werden

Konfrontieren Sie sich mit Situationen, in denen Mut erforderlich ist, aber beginnen Sie langsam.

  • Überlegen Sie, was Sie sagen möchten, bevor Sie jemanden ansprechen, das nimmt Ihnen schon einmal die erste Scheu.
  • Laufen Sie schnell rot an oder fangen Sie an zu stottern, ignorieren Sie es, denn wenn Sie sich verspannen, wird es nur schlimmer.
  • Gewöhnen Sie sich an, offen auf Menschen zuzugehen, indem Sie Passanten beim Vorbeigehen einen guten Tag wünschen oder Sie ab und zu nach der Uhrzeit fragen und Hundebesitzer freundlich auf Ihre Tiere ansprechen, um Small Talk zu betreiben.
  • Mit Ihren Nachbarn können Sie zum Beispiel über das Wetter sprechen, was ein äußerst fruchtbares Thema ist.

Seien Sie bereit, jederzeit Ihre Hilfe anzubieten, das erfordert nicht nur Mut, es macht durch positive Erlebnisse auch mutiger.

Ängste abbauen und mutiger werden

Reagieren Sie auf Tiere ängstlich, können Sie mutiger werden, indem Sie sich Ihren Ängsten gezielt stellen. Aber auch hier langsam und wohl dosiert. Setzen Sie sich nicht unter Druck und gehen Sie aus der Situation raus, wenn Sie sich nicht mehr wohlfühlen. Ein bisschen kribbeln darf es aber schon im Bauch.

  • Wichtigste Regel im Umgang mit Tieren ist Ruhe zu bewahren. Unterlassen Sie also hektische Bewegungen. Möchten Sie zum Beispiel Ihre Angst vor Hunden kurieren, bitten Sie einen Freund, dem Sie vertrauen und der Ihre Angst ernst nimmt, um Hilfe.
  • Gehen Sie zusammen eine Strecke entlang, von der Sie wissen, dass dort Hundebesitzer spazieren gehen. Meiden Sie aber freilaufende Hunde, denn dies ist für den Anfang ein zu großer Stressfaktor.
  • Lassen Sie den Hundebesitzer mit seinem Tier nahe an sich vorbeilaufen und atmen Sie dabei tief ein und aus, Sie können sich jederzeit zurückziehen, indem Sie langsam in die Gegenrichtung gehen.
  • Möchten Sie näher an einen Hund heran, sollten Sie vielleicht einen Bekannten oder Freund fragen, der einen braven Hund besitzt.
  • Treffen Sie sich im Freien, das ist auch für den Hund neutrales Gebiet, er sollte aber an der Leine bleiben.
  • Lassen Sie den Hund an Ihrer Hand schnüffeln, achten Sie darauf, dass er mit dem Schwanz wedelt. Ist auch der Hundebesitzer der Meinung, dass der Hund Sie mag, streicheln Sie ihn.
  • Aber streicheln Sie ihn nicht oben auf dem Kopf und beugen Sie sich nicht zu dem Hund runter, das mögen die Tiere meist nicht von Fremden. Gehen Sie in die Hocke und streicheln Sie ihn unter dem Kinn oder auf dem Rücken und halten Sie Ihr Gesicht fern.
  • Beenden Sie das Ganze für den Tag und wiederholen Sie es regelmäßig.
  • Machen Sie sich jeden Erfolg bewusst, mag er auch noch so klein sein und belohnen Sie sich.

Auf diese Weise können Sie durch langsam gesteigerten Kontakt Ihre Ängste bewältigen und mutiger werden. So können Sie bei fast allen Tieren vorgehen. Nur Insekten sollten in ein Glas gesperrt werden.

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