Wie wird man Hundetrainer?

Traumberuf Hundetrainer? Traumberuf Hundetrainer?
"Was für ein fauler Hund!" Hinter so mancher Redewendung verbirgt sich ein nur all zu wahrer Kern. Ist man erst mal auf den Hund gekommen, stellt man oft Macken an Terrier, Schäferhund & Co. fest. Doch meist liegt das gar nicht am neuen Begleiter, sondern viel mehr an seinem Besitzer. Will man einen gut erzogenen Hund, gilt es vom Junghundalter an einen Trainer aufzusuchen, um dem Vierbeiner eine grundlegende Basis von Gehorsam zu vermitteln. Heute ist der Beruf des Hundetrainers gefragter denn je. Doch wie werden Sie vom Hundebesitzer zum Hundetrainer?
Sima Moussavian
20.08.2010 Sima Moussavian
  • Grundsätzlich kann jeder Hundetrainer werden. Zwar gibt es Trainer- und Ausbilderprüfungen, für eine Selbstständigkeit als Hundetrainer aber spielen die kaum eine Rolle.
  • Weil es keinen offiziellen Berufsweg gibt, dürfen sich auch unqualifizierte Kräfte als Hundeausbilder betiteln, obgleich Kunden oft ausbleiben. 

Der Weg zum eigenen Hundeplatz als Hundetrainer

  • Hegen Sie den Wunsch als Ausbilder ernst genommen zu werden, gilt es zunächst das Vertrauen von potenziellen Kunden zu gewinnen- ob nun durch Zertifikate oder das gewisse Händchen für den Hund. Um Ihre eigene Glaubwürdigkeit zu wahren, spielt es dabei vor allem eine Rolle, dass Sie selbst einen Hund besitzen oder wenigstens schon einmal besessen haben. Ein Kunde fühlt sich im Umgang mit einem völlig hundelosen Trainer auf den Arm genommen, ganz egal, ob der eine fundierte Ausbildung im Trainerberuf vorweisen kann oder nicht.
  • Neben der praktischen Erfahrung im Umgang mit dem Tier, sollten Sie als ambitionierter Hundetrainer jedoch auch im direkten Kontakt mit den Kunden bewandert sein. Oft ankern Probleme mit dem besten Freund des Menschen in tiefgreifenden psychischen Problemen des Besitzers, so dass dem Hundetrainer gegebenenfalls auch ein psychologisches Grundwissen von Nutzen sein kann.

Das Zertifikat "Hundetrainer"

  • Um eine fundierte Praxis im Trainerberuf zu erlangen, bietet es sich Ihnen an, sich bei Hundeschulbesitzern aus dem Umkreis nach Praktika zu erkundigen. Dabei sind auch Schäferhundvereine und Boxerclubs geeignete Stellen, um praktische Trainererfahrungen zu sammeln.
  • Wollen Sie Ihren Kundenstamm zusätzlich durch ein Zertifikat von Ihrer beruflichen Kompetenz überzeugen, sollten Sie vor allem vom BH (Berufsverband für Hundeausbildung) angebotene Seminare nutzen, um ein Abschlußzeugnis als "Hundeerzieher und Verhaltensberater IHK/BHV" zu erwerben. Auch einige Internetseiten wie www.atn-ag.de bieten tierpsychologische und praktische Kurse und eignen sich damit zur Traineraus- und Fortbildung.

Neben Zertifikaten und Praktika sollten Sie jedoch nie vergessen, dass der eigene Hund die wohl aussagekräftigste Visitenkarte jedes Hundetrainers ist.

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