Wie wähle ich für mein Kind die geeignete Schulform nach der Grundschule aus?

Auf welche Schule soll mein Kind nach der Grundschule gehen? Welche Schulform eignet sich am besten für mein Kind? Diese Fragen stellen sich spätestens zu Beginn des 4. Schuljahres alle Eltern, wenn die ersten konkreten Gespräche zum Schulwechsel eines jeden Kindes geführt werden. Es geht um die Versetzung in eine der vier Schulformen, Haupt-, Gesamt- oder Realschule, sowie Gymnasium.
Annika Molitor
11.05.2010 Annika Molitor
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Um für Ihr Kind die geeignete Schulform zu wählen, gibt es einige Dinge und Überlegungen im Voraus zu beachten:

  1. Ein frühzeitiges Gespräch mit den LehrerInnen, aber auch etwaigen SozialpädagogInnen gibt Aufschluss über konkrete schulische Leistungen, wie auch den sozialen Umgang mit allen an der Schule beteiligten Personen.
  2. Ihr Kind sollte niemals überfordert, d.h. niemals unnötig unter Druck gesetzt werden. Bestimmte Verhaltensweisen lassen sich besonders in diesem frühen Alter nicht gänzlich ändern (sollten sie auch nicht).
  3. Beobachtungen zuhause bzw. bei außerschulischen Angeboten lassen Fähigkeiten ihres Kindes erkennen. Ergeben sich hier gravierende Unterschiede zu Beurteilungen der Lehrkräfte, sollten sie unbedingt weitere Gespräche fordern.
  4. Sprechen Sie mit ihrem Kind. Fragen sie es nicht nur nach seinen Wünschen, sondern seien Sie ehrlich und konfrontieren sie es mit den Anforderungen der neuen Schulform.
  5. Wie sehen Sie ihr Kind? Ist es schon bereit, sich eher höheren Erwartungen zu stellen oder würden diese Ihr Kind unnötig belasten?
  6. Grundsätzlich muss geklärt werden, ob die Schule für ihr Kind gut zu erreichen ist. Hier sollten sie sich ihre Einstellung klar machen. Möchten sie ihr Kind fordern, trauen sie ihrem Kind einen eventuell längeren Schulweg mit Bus oder Bahn zu oder kommen solche Hindernisse für ihr Kind noch nicht in Frage?
  7. Werden sie sich über die finanziellen Belastungen klar, die nun auf sie in den nächsten Jahren zukommen werden, wie beispielsweise für einen weiteren Schulweg mit Bus oder Bahn.
  8. Nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, zu welcher Schule Freunde oder Freundinnen ihres Kindes gehen werden. Soziale Kontakte zu MitschülerInnen sollten gewährleistet sein. Sicherlich liegt hier nicht der Fokus, da es ja um die individuelle Entwicklung ihres Kindes geht, ein Gespräch mit anderen Eltern lohnt sich aber in jedem Fall.

 Alles in allem müssen sie frühzeitig aktiv werden. Vertrauen sie nicht nur auf die Entscheidungen der LehrerInnen. Diese werden sich in aller Verantwortung mit der Entscheidung befassen. Vergessen sie jedoch nicht: Es ist ihr Kind, sie kennen es am besten!

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