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Wie viele Passagiere im A380? - Hinweise

Was für ein Riesenvogel! Mit einer maximalen Kapazität von 853 Sitzplätzen ist der Airbus A380 das größte Verkehrsflugzeug der Welt. Wie viele Passagiere in dem Superjumbo letztlich abheben, hängt jedoch von den Fluggesellschaften ab, die ihn in Auftrag geben. Ihr Ziel haben die Airlines auf jeden Fall erreicht: es können mehr Fluggäste auf einmal transportiert werden – das spart Kerosin und senkt die Kosten.

Gigant der Lüfte - der A380 kann bis zu 853 Passagiere transportieren.
Gigant der Lüfte - der A380 kann bis zu 853 Passagiere transportieren.

Die Entwicklung des A380

Wie können möglichst viele Passagiere zu möglichst geringen Kosten transportiert werden? Diese Überlegung führte zur Entwicklung des Airbus A380.

  • Der A380 wird von dem europäischen Flugzeughersteller Airbus mit Stammsitz im französischen Toulouse produziert. Der Superjumbo ist das größte zivile Verkehrsflugzeug, das je in Serienanfertigung ging.
  • Bereits in den 80er-Jahren standen die Fluggesellschaften angesichts steigender Kerosinpreise vor dem Problem, wie sie die Betriebskosten minimieren können. Die Einsparung von Gewicht bei gleichzeitiger Erhöhung der Passagierzahlen wurde als vorrangiges Ziel erkannt.
  • Zugleich sollten die Außenmaße des Flugzeugs die Standards nicht überschreiten. Das ist wichtig, damit sich das Flugzeug auf den bestehenden Rollwegen der Flughäfen bewegen kann und die vorhandene Bodenabfertigung (z.B. Fluggastbrücken) genutzt werden kann.
  • 2001 begann Airbus mit der Konstruktion des A380. Durch den Einsatz modernster Werkstoffe wie glasfaserverstärktem Aluminium, das extrem dünn und dennoch außerordentlich robust ist, gelang es dem Hersteller, das Gewicht der Maschine stark zu reduzieren.
  • Um die Fluggastzahlen bei gleichbleibender Länge der Maschine zu erhöhen, kam Airbus auf die Idee, die Flugzeuge mit zwei Passagierdecks auszustatten: einem etwas schmäleren Oberdeck für bis zu acht Passagiere pro Sitzreihe und einem breiteren Hauptdeck für bis zu 10 Fluggäste pro Reihe. Die beiden Ebenen sind durch Treppen und Transportaufzüge für Speisen und Getränke verbunden.
  • Der Prototyp des Superjumbos wurde der internationalen Presse im Januar 2005 vorgestellt. Der Erprobungsflug fand am 27. April desselben Jahres statt; an Bord war damals nur eine sechsköpfige Besatzung. Die ersten regulären Testflüge mit Passagieren wurden zwischen September und November 2006 durchgeführt.
  • Im Dezember 2006 erhielt der A380 seine behördliche Zulassung durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) und die amerikanische Federal Aviation Administration (FAA).

So viele Passagiere passen in den Superjumbo

Theoretisch kann es in dem Superjumbo für die Fluggäste recht eng werden. In der Praxis setzen die Airlines zumindest auf den teuren Plätzen jedoch auf Komfort.

  • Die Basisversion des Superjumbos ist der A380-800, der seit 2007 im Einsatz ist. Dieser Flugzeugriese wurde unter anderem an die Singapore Airlines, Qantas, Air France und Lufthansa für ihre Langstreckenflüge verkauft; er ist für maximal 853 Passagiere zugelassen.
  • Allerdings weicht die tatsächliche Sitzplatzkapazität je nach Airline ab; meist wurden die Maschinen nur für 525 bis 555 Passagiere in Auftrag gegeben, um insbesondere den Gästen der First-Class und Business-Class mehr Komfort zu bieten. Bei 555 Sitzplätzen entfallen in der Regel 22 Plätze auf die First-Class, 102 Plätze auf die Business-Class und 431 Plätze auf die Economy-Class.
  • Eine noch größere Version des Superjumbos ist erst im Projektstadium. Dieser A380-900 soll bis zu 963 Reisende transportieren. Wie viele Fluggäste letztlich darin reisen werden, hängt wiederum von den Bestellungen der Airlines ab. Vermutlich wird die typische Kapazität bei insgesamt rund 650 Sitzplätzen liegen. Wegen der Probleme bei der Serienfertigung des A380-800 wird dieser Ultrajumbo voraussichtlich erst ab 2020 produziert. (Alle Angaben Stand Juli 2013)

Dieser Riesenvogel ist schon etwas Besonderes. Vielleicht haben Sie ja einmal die Gelegenheit, damit abzuheben.

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