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Wie viele Knochen hat das Skelett einer Katze?

Die Katze ist ein Kletterkünstler, ein geschickter Jäger und Springer zugleich. Wenn Sie schon einmal ein Tier in Aktion gesehen haben, werden Sie sicherlich nicht bezweifeln, dass diese Lebewesen ein belastbares Skelett benötigen. Doch aus wie vielen Knochen besteht so ein Katzenskelett und was hat es für Besonderheiten?

Nur dank des beweglichen Skeletts kann eine Katze solche Leistungen erbringen.
Nur dank des beweglichen Skeletts kann eine Katze solche Leistungen erbringen.

Wie viele? - Bilanz über die Knochenanzahl

Vorweg ist zu sagen, dass Kater einen Knochen mehr haben.

  • Das Stammskelett wird aus den Wirbeln gebildet, die, über Bandscheiben verbunden, die Wirbelsäule formen. Wie fast jedes Säugetier hat auch die Katze sieben Halswirbel. Brustwirbel besitzt das Tier dreizehn. Dazu kommen noch sieben Lendenwirbel, das Kreuzbein, das aus drei Wirbeln besteht, und die Schwanzwirbel. Letztere sind in unterschiedlicher Anzahl ausgeprägt, das Durchschnittstier hat meist zwanzig.
  • Der Brustkorb wird von den Rippen und dem Brustbein gebildet. Dreizehn Rippen sind beim Stubentiger vorhanden, so viele, wie er Brustwirbel hat. In das Brustbein sind sechs Brustbeinwirbel integriert.
  • Der Schädel besteht aus sehr vielen verschiedenen Knochen, die miteinander verwachsen sind, beispielsweise dem Jochbein oder dem Zahnbein. Insgesamt haben alle Haussäugetiere circa siebzehn Knochen, die in unterschiedlicher Größe ausgeprägt sind. Zusätzlich dazu gibt es noch den Unterkiefer und das Zungenbein, das wiederum aus sechs Knochen besteht. Nicht zu vergessen sind natürlich die drei Gehörknochen, Hammer, Amboss und Steigbügel.
  • Nun fehlt noch das Gliedmaßenskelett. Die Vordergliedmaßen bestehen aus Schlüsselbein, Schulterblatt, Oberarmknochen, Elle und Speiche, den Karpalknochen (bei der Katze sieben Stück) und den jeweils fünf Mittelhandknochen und Fingern. Dabei besteht jede Zehe aus drei Fingergliedern, bis auf die Erste, die nur zwei Glieder besitzt. Insgesamt sind hier also über dreißig Knochen "verbaut".
  • Die Hintergliedmaßen bestehen aus dem Becken, das aus drei Knochen aufgebaut ist (Sitzbein, Hüftbein und Schambein), dem Oberschenkelknochen, Wadenbein und Schienbein, den sieben Tarsalknochen und, wie in der Vorderhand, aus insgesamt siebzehn Hand-/Zehenknochen – die erste Zehe fehlt.
  • Der Kater, wie schon angedeutet, verfügt über einen weiteren Knochen, dem Penisknochen. Dieser umgibt die Harnröhre und ist der einzige Organknochen im Skelett des Katers.
  • Zusätzlich zu den genannten treten noch sogenannte Sesambeine auf. Das sind kleine Knochen, die an den Gelenken als Umlenkrollen für die Sehnen dienen. Viele davon befinden sich an den Zehengelenken. Das größte und bekannteste Sesambein ist die Patella, die Kniescheibe.

So ist es recht schwierig, die genaue Anzahl der Knochen des Katzenskelettes zu benennen, da die Anzahl davon abhängt, ob verwachsene Knochen einzeln gezählt werden und ob kleine Knochen wie Sesambeine und Gehörknöchel mitgezählt werden. In der Bilanz ohne Sesambeine und Gehörknöchel hat das Tier etwa 250 Knochen, der Kater einen mehr. Beachtet werden muss, dass die meisten Knochen doppelt vorkommen, da man es mit einer linken und einer rechten Körperhälfte zu tun hat.

Besondere Knochen im Skelett der Katze

Diese Knochen hat, in unterschiedlicher Größe und Form, beinahe jeder Säuger. Doch viele haben eine für Katzen charakteristische Ausprägung. Einige Beispiele:

  • Das Schulterblatt ist das erste Erkennungsmerkmal eines Katzenskeletts. Hier erhebt sich die sogenannte Schulterblattgräte, an deren Ende sich ein kleiner Fortsatz, das Akromion, befindet. Dieses ist ein Charakteristikum für alle Fleischfresser und die Wiederkäuer. Doch nur die Katze hat von diesem Akromion ausgehend noch einen weiteren kleinen Fortsatz. Alle diese Knochenpunkte können Sie an Ihrem Stubentiger ertasten – wenn er das mit sich machen lässt.
  • Auch Wadenbein und Schienbein sind charakteristisch für das Katzenskelett. Bei den meisten Haussäugetieren sind diese beiden Knochen miteinander verwachsen, beim Pferd ist das Wadenbein nur als winziger Fortsatz des Schienbeins erkennbar. Bei der Katze sind die beiden Knochen jedoch komplett getrennt, was ihr eine hohe Beweglichkeit in den Hinterbeinen ermöglicht.
  • Was für uns auf dem ersten Blick nicht besonders ist, ist die Clavicula, das Schlüsselbein. Dieser kleine Knochen ist in Schulternähe in den Muskel eingelagert. Doch Katzen sind von unseren Haussäugetieren die einzigen, die diesen Knochen noch besitzen. Bei allen anderen Haussäugetieren wurde das Schlüsselbein zurückgebildet und ist nur noch durch einen etwas festeren Teil im Muskel erkennbar.
  • Für die Beweglichkeit im Sprung ist auch der Schwanz sehr wichtig. Dieser besteht aus verhältnismäßig vielen Wirbeln und hilft bei der Steuerung. Die Tiere landen dadurch meist auf den Pfoten, was sie aber dennoch nicht vor Sturzverletzungen, besonders am Kiefer, schützt. 
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