Alle Kategorien
Suche

Wie viele Bundesländer hat Deutschland? - Informatives

Deutschland besitzt ähnlich wie zum Beispiel Österreich viele Bundesländer, die am politischen Geschehen beteiligt sind. Die Anzahl der Länder hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg stetig verändert und ist erst seit 1990 konstant.

Berlin ist eines der wenigen Stadtstaaten in Deutschland
Berlin ist eines der wenigen Stadtstaaten in Deutschland

Die Bundesländer von Deutschland

Die Bundesrepublik Deutschland ist in 16 Bundesländer gegliedert, wobei es grundsätzlich 13 reine Länder ("Flächenstaat") und 3 Stadtstaaten gibt. 

  • Zu den reinen Ländern gehören alphabetisch geordnet Baden-Württemberg, der Freistaat Bayern, Brandenburg, das zentral gelegene Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, das flächenmäßig zweitgrößte Land Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, der Freistaat Sachsen, Sachsen-Anhalt, das nördlichste Land Schleswig-Holstein und der Freistaat Thüringen. 
  • Bei sogenannten Stadtstaaten umfasst das Hoheitsgebiet im Gegensatz zu einem Flächenstaat nur eine Stadt. Dazu zählen in Deutschland grundsätzlich die Städte Berlin, Bremen und Hamburg. 
  • Beim Land Bremen gibt es allerdings die Besonderheit, dass dieses aus der Stadt Bremen und der Stadt Bremerhaven besteht. Deshalb wird Bremen streng genommen als Flächenstaat oder als "Zwei-Städte-Staat" aufgefasst. 

Wie viele Länder Deutschland bei der Gründung hatte

Aufgrund der vielen Bundesländer gibt es auch unzählige Quervergleiche und Statistiken. 

  • Wichtig ist dabei zu wissen, dass Deutschland bei dessen Gründung im Jahre 1949 zunächst nur aus dem Freistaat Bayern, der Freien Hansestadt Bremen, Hessen, Württemberg-Baden (alle vier gehörten zur amerikanischen Besatzungszone), der Freien und Hansestadt Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein (jeweils britische Besatzungszone) und den Ländern der französischen Besatzungszone Baden (vorher Südbaden), Rheinland-Pfalz und Württemberg-Hohenzollern bestand. Berlin hatte damals aufgrund der Besatzungszeit einen Sonderstatus und wird je nach Auffassung als Gründungsbundesland dazugezählt oder eben nicht. 
  • 1952 wurden dann die einzelnen Länder Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern zum heutigen Bundesland Baden-Württemberg vereint und 1957 trat das Saarland zur Bundesrepublik Deutschland bei.
  • Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands kamen dann die fünf Länder der DDR hinzu, also Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Auch Berlin ist spätestens seitdem ein fest anerkanntes Bundesland. 
  • Das flächenmäßig größte Bundesland ist Bayern, das kleinste Bremen. Die meisten Einwohner hat Nordrhein-Westfalen, die wenigsten wieder Bremen. 
  • Anhand der Einwohnerzahl ergibt sich auch, wie viele  Stimmen jedes Bundesland im Bundesrat zur Verfügung hat. So hat jedes Bundesland mindestens 3 Stimmen. Ab zwei Millionen Einwohnern werden daraus 4 Stimmen, ab sechs Millionen 5 Stimmen und ab sieben Millionen Einwohnern sechs Stimmen.
Teilen: