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Wie viele Bauernhöfe gibt es in Deutschland? - Wissenswertes zur deutschen Landwirtschaft

Die Anzahl der Bauernhöfe in Deutschland nimmt stetig ab. Wie viele es in 10 Jahren noch gibt, ist heute noch nicht abzusehen. War in den 1970er-Jahren die Nachfolge noch gesichert, so verzichten 4 Jahrzehnte später viele der möglichen Erben, soweit sie denn vorhanden sind, immer öfter auf das Erbe ihrer Vorfahren.

Viele der Bauernhöfe, die es in Deutschland gibt, sind gewachsene Großbetriebe.
Viele der Bauernhöfe, die es in Deutschland gibt, sind gewachsene Großbetriebe.

Viele kleine Bauernhöfe in Deutschland werden von Großbetrieben übernommen

  • Es gibt zwar immer weniger Bauernhöfe in Deutschland, jedoch führt dies zu keinem Mangel an landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Die Bevölkerung Deutschlands kann nach wie vor durch viele heimische Erzeugnisse ihren Grundnahrungsmittelbedarf decken, da die Zahl der Höfe zwar abnimmt, doch nach der Schließung einzelner Landwirtschaften die jeweiligen Betriebsflächen anderen Agrarunternehmen zuwachsen, und somit als Produktionsstätten landwirtschaftlicher Erzeugnisse nicht gänzlich wegfallen.
  • Das Zurückgehen der einzelnen Bauernhöfe in Deutschland bezieht sich auf die vielen kleinen Betriebe, die noch eine gewisse Bauernhofromantik ausstrahlen konnten. Diese Art von Familienbetrieben sind sehr stark auf dem Rückzug. Viele Hoferben in spe zeigen kein Interesse an einer Übernahme des elterlichen Betriebes und ziehen lieber in die Städte, um dort ihr Leben mit besseren Arbeitszeiten und geregeltem Einkommen wesentlich leichter finanzieren zu können. Dies gibt dazu Anlass, dass immer mehr landwirtschaftlich genutzte Flächen zusammengelegt und danach von Großbetrieben bewirtschaftet werden.

Es gibt immer weniger landwirtschaftliche Betriebe

  • Laut des aktuellen Agrarberichtes von 2010 gibt es in Deutschland 300700 Bauernhöfe, dies sind 20900 weniger, als es noch 2008 der Fall war. Eine Verbesserung der Zahlen ist nicht zu erkennen. Selbst optimistische Zukunftsprognosen sehen zwar keine Gefährdung durch eine entstehende Verknappung von aus der Landwirtschaft stammenden Erzeugnissen, jedoch lässt sich der Abwärtstrend in Bezug auf die Anzahl der bäuerlichen Betriebe vorerst nicht aufhalten.
  • Selbst im Agrar-Bundesland Nummer 1, Bayern, hält diese Abwärtstendenz unaufhörlich an. Weiterhin sind über 30 % aller Bauernhöfe Deutschlands in dieser Region ansässig, somit sind im südlichsten Bundesland alleine 98000 landwirtschaftliche Betriebe (Stand Juli 2012) tätig. Etwa die Hälfte dieser Betriebe werden im Nebenerwerb bewirtschaftet, können also den dort Verantwortlichen nicht vollständig den Lebensunterhalt sichern. Somit gibt dies den Grund zur Besorgnis, dass in den nächsten Jahren viele weitere Kleinbetriebe aufgeben werden bzw. werden müssen.
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