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Wie viel wiegen Pferde?

Zu wissen, wie viel Pferde wiegen, ist nicht nur interessant, sondern in manchen Situationen notwendig. Das Gewicht muss man nicht nur schätzen.

Kaltblüter sind Vertreter einer gewichtigen Pferderasse.
Kaltblüter sind Vertreter einer gewichtigen Pferderasse. © Verena_N. / Pixelio

So schwer sind Pferde

Alle Pferderassen teilt man in drei verschiedene Kategorien ein: Es gibt die Rassen, die dem Kaltblut zugeordnet sind, Vertreter des Warmblutes und die edlen Vollblutrassen. Die Bezeichnung Kalt-, Warm- oder Vollblut hat nichts mit der Körpertemperatur zu tun, diese ist bei allen Pferden gleich. Sie bezeichnet den Typ dieser Pferderassen, gibt Aufschluss über das Temperament und darüber, wie viel sie durchschnittlich wiegen.

Auch innerhalb dieser Gewichtsklassen gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Pferden: Kaltblüter sind die schwersten Pferde, sie sind sehr groß und kräftig bemuskelt und sind für ihr ruhiges Temperament bekannt. Man setzte sie als Arbeitstiere ein, sie zogen auf den Feldern den Pflug und dienten vor langer Zeit als Schlachtrösser. Das Shire Horse - die größte Rasse - kann bis 1100 Kilo schwer werden.

Alle Vollblüter gehen im Ursprung auf das arabische Vollblut zurück. Vollblüter sind feingliedrig, temperamentvoll und sensibel, ihr Körperbau ist leicht. Sie sind kleinere Pferde, die vor allem im Renn- und Distanzsport eingesetzt werden. Ein Vollblut wiegt zwischen 450 und 500 Kilogramm.

Zwischen dem Voll- und dem Kaltblut liegt das Warm- oder auch Halbblutpferd. Diese Pferde kreuzte man mit Vollblütern, um sie zu veredeln und für das Reiten geeigneter zu machen. Je nach Rasse vereint das Warmblut Merkmale beider Pferdetypen in sich, die Gewichtsspanne ist bei diesem Pferdetyp entsprechend groß. Ein durchschnittliches deutsches Reitpferd wiegt etwa 600 Kilogramm.

Die Bezeichnung Pony basiert nur auf der Größe. Alle Pferde, die kleiner als 1,48 Meter sind, werden so genannt. Dementsprechend unterschiedlich ist auch das Gewicht der Ponys. Die kleinen Falabellas wiegen nur 100 Kilogramm, während ein Haflinger circa 450 Kilogramm wiegt.

Wie Sie  mit und ohne wiegen das Gewicht bestimmen können

Mithilfe des Aussehens können Sie das Gewicht des Pferdes grob einschätzen. Hierbei hilft Ihnen das Stockmaß. Dabei messen Sie die Größe des Tieres vom Boden bis zum Widerrist. Ein Warmblut mit einem Stockmaß von 1,60 Meter wird, wenn das Pferd weder fett noch abgemagert ist, etwa 500 bis 600 Kilo wiegen.

Auch mithilfe des Brustumfangs können Sie das Gewicht berechnen. Legen Sie ein Maßband um den Brustkorb und messen Sie die Länge vom Buggelenk bis zum Sitzbeinhöcker. Mit einer Schätzformel können Sie dann das Gewicht des Pferdes berechnen.

Genau bestimmen können Sie das Gewicht des Pferdes nur mittels einer Pferdewaage. Eine solche Waage gibt es in jeder Pferdeklinik, Pferdebesitzer können sich eine solche Waage jedoch auch mieten.

Auch auf Müllkippen gibt es Waagen, die das Pferdegewicht aushalten. Die Waage misst sehr genau, kleine Abweichungen, die auch durch Hufeisen entstehen können, fallen kaum ins Gewicht.

Hier spielt das Gewicht eine Rolle

Wichtig ist das Gewicht vor allem für den Tierarzt. Um die Medikamentendosis dem Pferd anzupassen, muss dieser das Gewicht messen oder genau abschätzen. Sonst kann es zu Unterdosierungen oder gefährlichen Überdosierungen kommen.

Auch um herauszubekommen, ob Ihr Pferd zu dick oder zu dünn ist, ist das Gewicht von Relevanz. Dies können Sie aber auch anhand der Rippen und Hüfthöcker erkennen. Für den Gewichtsverlauf eignet sich aber regelmäßiges Wiegen.

Auch für die Berechnung der Futterration für die Pferde ist das Gewicht wichtig. Dabei geht es vor allem um Sportpferde, die Kraftfutter und Mineralstoffe auf ihr Gewicht abgestimmt brauchen.

Das Gewicht ist also von Pferd zu Pferd unterschiedlich. Mithilfe des Gewichts können Rationen und Medikamentengaben berechnet werden.

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