Wie verfasst man eine Initiativbewerbung?
Wenn der Job nicht von alleine kommt, dann muss man eben selbst zum Job gehen. Warum auch warten bis ein Unternehmen eine Stellenanzeige schaltet? Eine Initiativbewerbung ist eine Bewerbung auf eine Stelle, die nicht explizit als frei oder offen deklariert wurde. Wenn man weiß was man will und die nötigen Qualifikationen mitbringt, dann wird die Arbeitssuche wesentlich leichter und schneller. Warten Sie nicht länger und fangen sie gleich damit an eine Initiativbewerbung zu verfassen.
- 11.05.2010 Filip Jünger
Was Sie benötigen
Hierbei könnten Sie Hilfe brauchen
- Zeugnisse
- Aktuelles Bewerbungsfoto
Um eine gute Initiativbewerbung zu verfassen, gibt es einige Unterlagen, die Sie außer Ihrem Lebenslauf zusammenstellen sollten:
- Beginnen Sie damit all Ihre Zeugnisse, Arbeitsbestätigungen, Zertifikate und Ähnliches zu sammeln. Ordnen Sie diese in einem passenden Ordner. Überlegen Sie dann, welche Qualifikationen Sie durch Ihr bisheriges Tun angeeignet haben. Waren Sie zum Beispiel bereits ehrenamtlich in einem Verein aktiv, beherrschen Sie Computerprogramme wie Word oder Excel oder haben Sie andere besondere Stärken (aber auch Schwächen), die Sie besonders machen?
- Ziehen Sie dazu auch Freunde zu Rate und besprechen Sie dies mit Ihrer Familie. Diese Bestandsaufnahme Ihrer Fähigkeiten und Qualifikationen ist die Basis aller Ihrer späteren Initiativbewerbungen, die Sie verfassen möchten.
- Stellen Sie einen tabellarischen Lebenslauf auf, in welchem Sie Ihre Stärken betonen. Dieser dient Ihnen und Ihrem potentiellen Arbeitgeber dazu, sich schnell ein Bild über den bisherigen Werdegang zu machen. Der Lebenslauf ist dabei das wichtigste Dokument der Initiativbewerbung und sollte gewissenhaft angefertigt werden.
Bei welchen Unternehmen wollen Sie sich initiativ bewerben?
- Sie kennen nun Ihre Stärken und Schwächen. Im Idealfall sollten Sie daraus ableiten können, was Sie arbeiten möchten. Je nachdem wofür Sie sich interessieren, kommen nun diverse Unternehmen in Frage.
- Suchen Sie sich nun Unternehmen, die Ihrem Profil entsprechen. Dies können Sie tun indem Sie frühere Arbeitskollegen fragen, in Online-Portalen nach Stellenangeboten suchen, die Webseiten der großen Unternehmen nach Angeboten durchsuchen, lokale und regionale Branchenverzeichnisse durchschauen, Messen besuchen oder bei der IHK anfragen.
- Fertigen Sie eine Liste aller Unternehmen an, die für Sie in Frage kommen und notieren Sie sich Telefonnummer, Anschrift und sonstige nützliche Informationen über das Unternehmen wie z.B. die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen.
Der erste Initiativ-Kontakt mit einem Unternehmen
- Um unnötige Schreibarbeit zu umgehen und das Unternehmen auf Ihre Bewerbung vorzubereiten, sollten Sie vorab schon mal telefonisch Kontakt aufnehmen. Die meisten Mitarbeiter in einem Unternehmen freuen sich nicht über spontane Besuche im Büro in denen nach offenen Stellen gefragt wird, weil Sie sich dann in Ihrem Umfeld gestört fühlen. Per Telefon vermeiden Sie dies und gehen auf Nummer sicher.
- Schreiben Sie sich dazu einen kurzen Leitfaden für sich selber, indem Sie Stichpunktartig notieren was Sie sagen wollen. Wichtig ist dabei, dass Sie Ihre Qualifikationen deutlich machen und welche Position Sie in dem Unternehmen anstreben. Fassen Sie sich möglichst kurz und genau. Ein unnötiges Herumreden schreckt die Person am anderen Ende der Leitung schnell ab.
- Sollte es offene Stellen in dem Unternehmen geben, die Ihren Kriterien entsprechen, dann versuchen Sie am Telefon gleich den passenden Ansprechpartner dafür ausfindig zu machen. Es ist immer gut einen Namen zu haben, an den man die schriftlich folgende Bewerbung richten kann. Dadurch wird diese im Idealfall schneller bearbeitet.
- Bei größeren Unternehmen gibt es zwar immer eine Personalabteilung (manchmal auch Human Ressources genannt), aber auch dort gibt es natürlich echte Menschen, die Sie mit einem Namen ansprechen können.
- Haben Sie alle gewünschten Unternehmen telefonisch kontaktiert, so können Sie nun die aussortieren, die keine Interesse haben. Sie sparen sich also Porto, Papier und Mehraufwand.
Die Initiativbewerbung verfassen und abschicken
- Das Verfassen des Anschreibens für die Initiativbewerbung ist mehr oder weniger vergleichbar mit einem Bewerbungsschreiben auf eine ausgeschriebene Stelle. Sie sind dabei aber nicht an die angegebenen Informationen einer Stellenanzeige gebunden. Das bietet zwar mehr Freiraum zur Gestaltung, bedeutet aber gleichzeitig das Sie auch keinen Text haben auf den Sie sich beziehen können.
- Sie sollten zu allererst auf Ihr Anliegen und den telefonischen Vorabkontakt hinweisen. Im Weiteren sollte der Text Ihre Ausbildung, den jetzigen beruflichen Status, bisherige Qualifikationen und der Grund warum Sie sich gerade für dieses Unternehmen bewerben, beinhalten.
- Schnüren Sie nun das Paket zusammen, indem Sie in der Reihenfolge entsprechend Ihre Papiere ordnen und an das Unternehmen abschicken: Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Arbeitsnachweise und Zertifikate. Im Übrigen sollte ein Foto beigelegt sein, das Sie überzeugend und professionell wirken lässt.
Eine Initiativbewerbung zeigt die Motivation des Bewerbers
- Sie haben mit einer Initiativbewerbung unter Beweis gestellt, dass Sie motiviert und bereit sind in Ihrem Wunschberuf zu arbeiten. Auch wenn Sie einige Absagen bekommen werden, sollten Sie weiter an der Bewerbung feilen.
- Sollten Sie keine Antwort bekommen, so fragen Sie ruhig noch einmal nach und falls möglich fragen Sie auch nach dem Grund der Ablehnung. So ist es Ihnen möglich Fehler in der Bewerbung zu verbessern.
