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Wie verabreicht man Zäpfchen?

Medikamente können über den Mund (oral), als Flüssigkeit oder als Tabletten verabreicht werden. In manchen Fällen ist allerdings eine Aufnahme über den Mastdarm (Rektum) in Form von Zäpfchen (Suppositorien) angeraten. Zäpfchen sollten insbesondere dann zum Einsatz kommen, wenn eine Aufnahme des Arzneimittels über den Mund und Magen-Darm-Trakt nicht möglich ist. Dies kann Patienten mit Schluckbeschwerden oder Übelkeit mit Erbrechen ebenso betreffen wie bewusstlose Personen oder uneinsichtige Kleinkinder.

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Zäpfchen zu verabreichen will gelernt sein.
Zäpfchen zu verabreichen will gelernt sein.

Was Sie benötigen:

  • Öl
  • Creme
  • Zäpfchen

Zäpfchen bestehen aus einem Material, das bei Körpertemperatur schmilzt, wodurch ein Film entsteht, der sich auf der Schleimhaut ausbreitet und durch den der Arzneistoff aufgenommen wird.

Zäpfchen richtig einführen

  1. Um das Zäpfchen bereits vor dem Einführen in den Darm etwas zu erweichen, können Sie es entweder in der Hand ein wenig erwärmen oder es ganz kurz unter heißes Wasser halten.
  2. Sie können auch etwas Öl oder Creme auf das Zäpfchen geben, um es gleitfähiger zu machen. Bedenken Sie aber, dass hierdurch die Auflösung des Zäpfchens und somit die Wirkstoffaufnahme (Resorption) behindert bzw. zeitlich verzögert werden kann.
  3. Verabreichen Sie das Zäpfchen, sofern es sich steuern lässt, möglichst nach dem Stuhlgang, um ein eventuelles Wiederausscheiden zu vermeiden.
  4. Wenn Sie sich selbst ein Zäpfchen verabreichen, versuchen Sie, sich möglichst nicht zu verkrampfen. Wählen Sie eine entspannte Haltung, in der es Ihnen gelingt, vor allem Ihre Pomuskeln zu entspannen.
  5. Wenn Sie einer anderen Person ein Zäpfchen verabreichen, empfiehlt es sich, die Person in die Seitenlage mit angewinkelten Beinen zu bringen.
  6. Bei Kleinkindern dagegen sollten Sie die Wickellage mit nach hinten angewinkelten Beinen wählen. Vorteil dieser Lage ist, dass Sie die Beine des Kindes mit etwas Druck in den Armen gut festhalten können, damit beim Verabreichen des Zäpfchens nicht gezappelt oder gestrampelt werden kann.
  7. Führen Sie stets das dicke Ende des Zäpfchens zuerst ein, auch wenn es Ihnen intuitiv mit der Spitze nach vorn sinnvoller und leichter erscheint. Sie bewirken damit, dass sich der Schließmuskel nach dem Einführen des dicken Endes sofort zusammenzieht und somit das Zäpfchen ganz automatisch weiter in den Darm hineindrückt. Sogar ein Zusammenpressen der Pobacken, um das Herausrutschen des Zäpfchens zu verhindern, können Sie sich auf diese Weise sparen. Das Zäpfchen gelangt auch so tief genug in den Darm, um dort zu schmelzen und schnell und zuverlässig zu wirken
  8. Führen Sie das Zäpfchen vorsichtig in den unteren Teil des Mastdarms, den sogenannten Enddarm, ein – tief, aber nicht zu tief, d. h. nur so weit, bis Sie es nicht mehr spüren. In diesem unteren Teil des Darms kann das Zäpfchen gut aufgenommen werden, während es im oberen Teil zu einer Aufnahme des Medikaments über die Leber kommen könnte, wodurch sich die Wirkung des Zäpfchens verringern würde.

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