- 18.11.2011 Heike Dommnich
Auch im digitalen Zeitalter kommt es vor, dass Sie ein Buch vorstellen wollen oder sollen. Wenn Ihnen das Buch gefällt, ist es natürlich leichter, darüber zu reden. Selbst wenn nicht, gibt es jedoch einfache Regeln. „Wie stelle ich ein Buch vor?“ - das ist nicht schwer zu beantworten.
Ein Buch vorstellen - was dazu gehört
- Zu Beginn nennen Sie die Buchdaten, das heißt Autor, Titel, Verlag, Erscheinungsjahr und natürlich auch das Genre (Roman, Krimi, Thriller, Sachbuch oder anderes).
- Anschließend können Sie die Hauptfiguren im Buch vorstellen. Gehen Sie auf deren Alter ein, eventuelle Besonderheiten, Ziele und Wünsche. Auch die Beziehungen der Handelnden sind wichtig. Sind es Freunde, Feinde oder zum Beispiel Geschwister? Die Zeit, in der die Handlung spielt, muss unbedingt mit benannt werden.
- Danach schildern Sie kurz die Handlung, allerdings so, dass Sie keine Details nennen. Dem zukünftigen Leser sollten Sie nicht die Spannung nehmen. Bei einem Krimi verschweigen Sie den Täter, bei einem Roman erzählen Sie nicht den Ausgang. So können Sie Ihre Zuhörer auffordern, das Buch selbst zu lesen.
- Wenn es die Zeit erlaubt, ist eine kurze Leseprobe immer willkommen. Suchen Sie eine Stelle im Buch aus, die Ihnen besonders gefallen hat und die typisch für den Stil der Sprache des Buches ist.
- Zuletzt gehört es dazu, wenn Sie ein Buch vorstellen, dass Sie Ihre Meinung zum Buch äußern. Warum hat es Ihnen gefallen oder nicht? Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere am Buch? Warum wollten Sie gerade dieses Buch vorstellen?
Einige Tipps, wie es leichter fällt
- Sie sind kein guter Redner (oder glauben dies nicht zu sein)? Seien Sie sicher, den meisten Ihrer Zuhörer geht es genauso. Sie müssen also nicht perfekt sein. Im Gegenteil, wenn Sie Ihre Aufregung zeigen, wirkt es glaubwürdig, wie Sie Ihr Buch vorstellen.
- Sie müssen sich nicht strikt an die oben beschriebene Reihenfolge halten. Die Buchdaten gehören allerdings an den Anfang.
- Wenn Ihnen das freie Sprechen sehr schwer fällt, beginnen Sie doch gleich mit einer Leseprobe. Dabei können Sie sich anfangs noch am Text festhalten und lesen „nur“ vor. Wenn das geklappt hat, ist die allererste Aufregung vorüber.
- Allgemein bei allen Reden gilt: Sprechen Sie nicht zu schnell und nicht zu leise. Variieren Sie die Lautstärke und Betonung. Schauen Sie Ihre Zuhörer an. Fordern Sie ruhig zu Fragen auf und bedanken Sie sich am Ende bei Ihren Zuhörern.