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Wie sehen Wespennester aus? - Wissenswertes über die Nester

Je nach Wespenart sehen Wespennester verschieden aus. Aus der Bauweise kann man deshalb ermitteln, um welche Wespen es sich handelt. Wie die Wespen ihre Nester bauen, ist interessant und erstaunlich.

Wespennester können den Menschen Angst machen.
Wespennester können den Menschen Angst machen. © Uwe_Steinbrich / Pixelio

So sehen die verschiedenen Wespenarten aus

  • Weltweit werden 61 Arten von Wespen gezählt. Im mitteleuropäischen Raum sind die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe am weitesten verbreitet. Diese beiden Arten lassen sich nur schwer unterscheiden, sie sind auch diejenigen, die Völkerstärken von bis zu 7000 Tieren erreichen, während andere Arten höchstens mehrere hundert zählen.
  • Die größte in Europa heimische Wespe ist die Hornisse, gefolgt von der Deutschen und der Gemeinen Wespe. Sie sind es auch, die zur Plage werden können, wenn sie in unmittelbarer Nähe von menschlichen Behausungen nisten. Die übrigen Arten von Wespen sind unaufdringlich und friedfertig.
  • Alle Wespen tragen die typischen gelb-schwarzen Streifen. Lediglich nach der Größe und der Form des Körpers oder/und des Kopfes lassen sie sich klassifizieren. In Bezug auf die Aggressivität gibt es deutliche Unterschiede, die die Betroffenen dann schmerzhaft zur Kenntnis nehmen müssen.

Wie Wespennester entstehen

  • Grundsätzlich unterscheiden sich die Nester in solche, die frei hängen, und solche, die an feste Gegenstände angeklebt werden bzw. in Höhlen liegen. 
  • Schon aus der Farbe eines frei hängenden Wespennestes kann auf dessen Erbauer geschlossen werden. Ein Hornissennest, ebenso ein Nest der Gemeinen Wespe, ist aus verrottetem Holz gefertigt, es sieht hell-beige aus. Alle anderen Wespenarten verwenden zum Nestbau nur oberflächlich verwittertes Holz, wie von menschlichen Bauten oder aus der Natur. Ihre Nester sehen hellgrau aus. 
  • Alle Wespen zerkauen das Material und machen mit Hilfe von Speichel einen Brei daraus, den sie für den Nestbau formen. 
  • Wespennester in Höhlen haben keine Hülle, sondern nur Waben.
  • Frei hängende Wespennester sehen aus wie Kugeln oder Kalebassen, die das Einflugloch immer unten haben. Im Inneren liegen in mehreren waagerechten Etagen übereinander die Waben, in denen der Nachwuchs herangezüchtet wird. Die Außenhülle besteht aus dem typischen papierartigen und sehr leichten Material, das den Inhalt stützt und isoliert. Wird eine Erweiterung des Nestes erforderlich, bauen die Arbeiterinnen die Hülle zum Teil ab, um sie in der neuen Dimension sofort wieder anzulegen. 
  • Ein Wespennest wird nur ein Jahr lang benutzt, dann zerfällt das Volk, die Königin hat neue Königinnen gezeugt, die dann im neuen Jahr wieder neue Völker gründen. 
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