- 15.12.2011 Sebastian Pekrul
Wie man eine Schilderung richtig aufbaut
Wie die meisten schriftlichen Darstellungsformen gliedert sich auch die Schilderung in eine kurze Einleitung, einen längeren Hauptteil und einen punktierten Schluss. Für eine gelungene Spannungskurve sollten Sie dabei folgende Hinweise beachten.
- Die Einleitung einer Schilderung soll Spannung erzeugen und den Leser zu dem Thema hinführen. Damit diese möglichst gut gelingt, orientieren Sie sich am besten an den sogenannten W-Fragen (Wer? Wann? Was? Wo? Wie?), ohne den Ausgang des Erlebnisses zu verraten.
- Im Hauptteil der Schilderung beschreibt man das Erlebnis in chronologischer Reihenfolge und geht dabei nicht nur auf die "äußeren" Geschehnisse, sondern auch ausführlich auf die "inneren" Gedanken und Empfindungen ein, welche die jeweilige Situation ausgemacht haben.
- Der Ausgang des Ereignisses wird in der Regel erst im Schlussteil verraten. Idealerweise sollten die zuvor im Hautteil der Schilderung beschriebenen Spannungsmomente und Probleme hier vollständig aufgelöst und/oder erklärt werden, wobei Sie auch auf die Folgen des Ereignisses eingehen können.
So schreibt man anschaulich und lebendig
Damit die Schilderung für den Leser spannend und anschaulich wird, ist es entscheidend, eine möglichst lebendige Sprache zu verwenden. Folgende Ratschläge können dabei sehr hilfreich sein.
- Generell ist es empfehlenswert, möglichst viele Adjektive (Wie-Wörter) zu verwenden, um Personen, Dinge und Ereignisse in der Schilderung möglichst treffend und plastisch zu beschreiben.
- Dabei hilft es, sich genau an die eigenen Sinneseindrücke und Empfindungen zu erinnern. Fragen Sie sich, was genau in einer Situation zu sehen, zu hören oder auch zu riechen, schmecken und fühlen war.
- Die Schilderung wird dabei umso lebendiger, je mehr man auch scheinbar Nebensächliches beschreibt. Dazu könnte zum Beispiel ein Gedanke gehören, der eigentlich nichts mit dem Handlungsverlauf zu tun hat, oder auch hintergründige Geräusche wie Glockenläuten, Autolärm, Hundegebell und Ähnliches.
Die Beachtung dieser kleinen Empfehlungen kann einer Schilderung jede Menge Leben einhauchen. Der Kunst besteht dabei stets darin, nicht auf verkrampfte Weise irgendwelche bestimmten Stilmittel und Metaphern in den Text zu quetschen, sondern sich stattdessen den eigenen Sinneserfahrungen ganz genau bewusst zu werden und nach den treffenden Worten zu suchen, um diese zu vermitteln.