- 20.09.2010 Dr. Kathrin Kiss-Elder
Erst einmal erkunden Sie die genauen Erwartungen desjenigen, für den Sie das Fazit schreiben. Worauf legt er Wert? Wie lang soll das Fazit werden? Raten Sie nicht, fragen Sie nach, damit Sie die Erwartungen später erfüllen. Ein Fazit ist üblicherweise eine Mischung aus Zusammenfassung, Ausblick / weiterer Informationsbedarf und persönlicher Stellungnahme. Ihre eigenen Gedanken sind hier gefragt und deshalb macht es so viel Spaß, ein Fazit zu schreiben.
So können Sie ein gelungenes Fazit schreiben
- Zuerst schreiben Sie sich für Ihr Fazit ein paar Stichworte zu den drei Bestandteilen Zusammenfassung, Ausblick und persönliche Stellungnahme auf, je drei Stichwörter dürften erst einmal reichen.
- Bei der Zusammenfassung gehen Sie in chronologischer Reihenfolge bzw. in Reihenfolge der Arbeit, die Sie zusammenfassen, vor.
- Der Ausblick sollte nachvollziehbar sein oder nachvollziehbar gemacht werden. Sie können sich hier an aktuellen Ergebnissen orientieren oder so etwas wie eine persönliche Vision des Themas beschreiben – allerdings nur kurz.
- Die persönliche Stellungnahme darf in Maßen persönlich und politisch sein, aber nie gehässig. Gehen Sie ruhig zuerst intuitiv vor und glätten das Ganze dann.
- Dann formulieren Sie diese drei oder mehr Stichwörter aus, in je ein bis zwei Sätzen.
- Achten Sie dabei auf eine gehobene Sprachebene, bleiben Sie gleichzeitig verständlich. Mehr als ein Nebensatz ist nicht gut.
- Verständliche Fremdwörter sind erlaubt. Jegliche Begriffe aus der Umgangssprache sind hier fehl am Platz.
- Denken Sie daran: Neben der Einleitung ist das Fazit der Textteil, der am meisten tatsächlich gelesen wird.