Wie schreibe ich einen Liebesbrief?

In Liebesbriefen darf man beim Schreiben nicht übertreiben, sonst wird es kitschig. In Liebesbriefen darf man beim Schreiben nicht übertreiben, sonst wird es kitschig.
Gefühle in Worten auszudrücken ist schwierig und kostet viel Überwindung. Den meisten Menschen fällt es leichter, ihre Gefühle in einem Liebesbrief zu schreiben, anstelle sie unter vier Augen der großen Liebe zu sagen. Natürlich kostet es weniger Überwindung, einer Person in einem Brief die Liebe zu gestehen, als ihr gegenüberstehend. Aber auch beim Schreiben eines Liebesbriefs gibt es gewisse Regeln, an die man sich halten sollte, besonders, wenn es sich um einen so persönlichen Brief handelt.
Ulrike Fritz
14.07.2010 Ulrike Fritz
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • Schreibutensilien
  • Ruhe (nichts sollte Sie im Schreiben stören)
  • ein wenig Mut
  1. Haben Sie sich dazu durchgerungen, der Person Ihres Herzens Ihre Gefühle in einem Liebesbrief zu gestehen, gilt es zunächst, einiges vor dem Schreiben zu überlegen. Auch wenn Sie mit der rosaroten Brille auf der Nase durch die Gegend laufen, sollten Sie zuallererst realistisch sein und damit rechnen, dass Ihre Gefühle nicht erwidert werden. Das klingt hart, ist aber möglich. Wenn Sie sich im Vorhinein mit dieser Tatsache beschäftigen, sind Sie darauf vorbereitet und nicht so geschockt, sollte es passieren.  Sie müssen sich auch Zeit für den Brief nehmen. Gefühle lassen sich in Hektik oder unter Druck nur schwer ausdrücken.
  2. Wählen Sie passendes Briefpapier, nicht zu kitschig, aber auch kein Firmenbriefpapier, um einen Liebesbrief zu schreiben.
  3. Wichtig ist, dass Sie sich Gedanken darüber machen, wer die Person ist, der Sie schreiben wollen, welche Persönlichkeit sie hat. Ist die Person vielleicht immer für persönlichen Kontakt, unterhält sich gerne? Trifft sie sich lieber mit jemandem, um etwas zu bereden, als zu telefonieren oder zu schreiben? Hier kann schon der erste Abpfiff für den Liebesbrief als Methode kommen, denn wenn die Person Schreiben zu unpersönlich findet, sollten Sie ihr Ihre Gefühle besser in einem ungestörten, privaten Gespräch offenbaren.
  4. Wenn Sie der Ansicht sind, ein Brief ist besser, sollten Sie nun überlegen, welchen Schreibstil der oder die Angebetete ansprechend und berührend findet. Einem erwachsenen Mann sollten Sie beispielsweise keinen Liebesbrief in einem Vorstadtslang schreiben, genauso, wie Sie keiner erwachsenen Frau eine wortkarge Rede herunter schreiben sollten, die Ihre Kumpels vom Fußball vielleicht lustig finden. Und einem jungen Menschen sollten Sie nicht einen zu förmlichen Liebesbrief schreiben. Das wirkt künstlich und kalt.
  5. Das soll nicht heißen, dass Sie sich in Gefühlsergüssen verlieren sollen. Sätze wie „du bist mir der Mond, der in der Nacht den Weg mir leuchtet“ sind mehr als veraltet und in der Gefahr, als Kitsch interpretiert zu werden. Finden Sie die goldene Mitte, nicht zu persönlich – besonders, wenn Sie die Person noch nicht so gut kennen – aber auch nicht zu förmlich.
  6. Gerade, wenn Sie eine Person noch nicht lange kennen, sollten Sie am Anfang nicht zu direkt  sein in einem Liebesbrief sein. Gedanken wie „Ich möchte den Rest meines Lebens mit dir verbringen im Kreise unserer kleinen Familie“ können zu Beginn einer Beziehung viel Druck aufbauen und abschrecken. In frischen Beziehungen ist es wichtig, behutsam vorzugehen. Wählen Sie Ihre Worte mit Bedacht, ein einfaches „Ich hab dich sehr lieb“ kann viel mehr bewirken als ein dramatisches  „Ich liebe Dich“. Sind Sie allerdings schon länger in einer Beziehung, können Sie vollkommen ehrlich sein – doch auch hier ist glühender Kitsch meist fehl am Platze. Es kommt immer auf den Charakter der/des Angebeteten an.
  7. Sie müssen auch keinen seitenlangen Roman schreiben. Einige nicht zu komplizierte Sätze reichen völlig aus. Sie wollen nicht die Welt erklären, sondern einer Person Ihre Liebe. Wenn Sie wissen, dass die Person, der Sie schreiben, romantisch veranlagt ist, können Sie Ihren Brief noch mit ein wenig Parfum besprühen.
  8. Am wichtigsten ist letztendlich, dass Sie das, was Sie schreiben, auch in einem evtl. darauffolgenden Gespräch vertreten können. Sie müssen auch zu der Art und Weise stehen können, wie Sie den Brief verfasst haben. Wenn Sie sich mit dem, was Sie schreiben, wohl fühlen und beim Verfassen des Briefes den Charakter des/der Angebeteten bedenken, dann werden Sie die richtigen Worte für den Liebhesbrief finden.
Diese Anleitung
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  • Chris | 30.07.2010, 06:05

    Nicht zu schnörkelig und übertrieben Romantisch schreiben! Kommt meist garnicht gut an! Textwiederholungen vermeiden! Und nicht zu sehr auf Materielle Dinge abheben! www.Zukunftseher.de

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