Wie schreibe ich eine Bewerbung für ein Praktikum?
Zu wenig qualifizierte Arbeitskräfte, zu hohe Lohnkosten und ein Schulsystem im Wanken – bei diesen Tönen erscheint der Blick in die berufliche Zukunft für die heutige Generation alles andere als positiv. Ein Praktikum ist ein Anfang, um seinem Berufswunsch näher zu kommen. Die Chancen darauf steigen mit einer guten Bewerbung. Dabei kommt es vor allem auf den richtigen Ton an.
- 10.08.2010 Anna-Maria Schuster
Seriöse Bewerbung schreiben
- Das Anschreiben ist das wichtigste Dokument für Ihre Bewerbung. Hier müssen Sie deutlich machen, dass Sie absolut motiviert sind, um das Praktikum in dem jeweiligen Unternehmen zu machen.
- Das Bewerbungsschreiben besteht aus mehreren Abschnitten. Im ersten Teil stellen Sie sich vor und nehmen Bezug auf die Stelle, für die Sie sich bewerben. Gegebenenfalls können Sie hier auch auf vorherigen Kontakt aufmerksam machen oder die Stellenanzeige nennen.
- Im nächsten Teil beschreiben Sie Ihre bisherige Erfahrung passend zu dem Praktikum. Gehen Sie dabei nicht zu sehr ins Detail und werden Sie nicht überschwänglich. Schreiben Sie kurz und prägnant, wo Sie in der Vergangenheit gearbeitet haben und welche Aufgaben Sie dort hatten. Ist es Ihr erstes Praktikum, müssen Sie deutlich machen, welche besonderen Interessen Sie haben, warum Sie in diesem Unternehmen Erfahrung sammeln wollen und was Sie sich davon versprechen.
- Verwenden Sie keinen befehlsartigen Satzbau (z.B. deshalb bin ich der/die Richtige) und schreiben Sie nicht, dass Sie sich für etwas interessieren, sondern führen Sie aus, was genau und warum Sie etwas interessiert.
- Im dritten Teil heben Sie Ihre Qualitäten hervor, aber übertreiben Sie es nicht. Betonen Sie, dass Sie motiviert und lernwillig sind und die Abteilung/das Team unterstützen möchten. Schließlich machen Sie deutlich, dass Sie sich über die Chance, in den Beruf hineinschnuppern zu dürfen, freuen würden.
- Geben Sie in einer letzten Zeile den Zeitraum, in dem Sie arbeiten möchten an und machen Sie deutlich, dass Sie für Rückfragen zur Verfügung stehen.
Sich für das Praktikum engagieren
- Legen Sie der Bewerbung einen Lebenslauf (chronologisch von neu nach alt) bei, sowie Zeugnisse vorangegangener Praktika, Studienprüfungen oder für den Fall des ersten Praktikums das letzte Schulzeugnis. Diese Nachweise ordnen Sie entsprechend der Rangfolge im Lebenslauf (ebenfalls von neu nach alt). Sie können auch Bescheinigungen von Wettwerben und sonstigen Teilnahmen beilegen, sofern es im Lebenslauf gelistet und für das Praktikum relevant ist.
- Versuchen Sie nicht den Lebenslauf mit diversen Ereignissen voll zu stopfen. Wichtig ist das sich ein roter Faden zum Praktikum wieder findet. Zwar sollten keine Leerzeiten auftauchen, aber jede noch so kurzzeitige Tätigkeit zu vermerken ist nicht sinnvoll. Fassen Sie stattdessen regelmäßige Nebenjobs und Verpflichtungen lieber unter einer Spalte im Lebenslauf zusammen (z.B. außerschulische Tätigkeiten/studienbegleitende Tätigkeiten/soziales Engagement). Für diese Spalten brauchen Sie auch keine Nachweise beilegen, sofern Sie für das Praktikum keine Rolle spielen.
- Wenn Sie die Bewerbungsunterlagen per Email verschicken, sollten Sie auch in dieser Reihenfolge als ein pdf gebunden sein. Achten Sie darauf, dass alle Nachweise gerade und sauber eingescannt werden. Im Internet finden Sie diverse kostenlose Programme, mit denen Sie die Formulare in ein PDF umwandeln können. Empfehlenswert ist der PDFCreator und das Programm split and merge.
