Wie schaffe ich es, dass mein Kind die Nacht durchschläft?

Mit einigen Tricks können Sie Ihrem Kind helfen die Nacht durchzuschlafen. Mit einigen Tricks können Sie Ihrem Kind helfen die Nacht durchzuschlafen.
Oft bereitet es den Eltern große Probleme, wenn Kinder die Nacht nicht durchschlafen. Sie kommen selber nicht zur Ruhe und wissen sich bezüglich der Erziehung oder erzieherischen Maßnahmen keinen Rat. Hinzu kommt die Angst, dass die Ursache des unruhigen oder gänzlich fehlenden Schlafes auch medizinische Ursachen haben könnte. Viele Eltern suchen nach aufwendigen Einschlafmethoden oder Heilmitteln, die schließlich aber auch keinen Erfolg bringen. Vielmehr sollte nachgeforscht werden, warum das Kind nicht gut schläft bzw. die Nacht durchschläft, um so sich selbst und dem/der Kleinen zu helfen.
Annika Molitor
18.05.2010 Annika Molitor
Was Sie benötigen
  • Ursachenforschung
  • Einschlafhilfen
  • konsequentes Verhalten
  • Nähe bieten
  • Gespräch mit Ihrem Kind suchen
  • Rituale einführen
  • Ruhe bewahren
  • Kinderärzte/Beratungsstellen aufsuchen
  • Zunächst müssen Sie herausfinden, welche Umstände dazu führen könnten, dass Ihr Kind nicht gut schläft bzw. die Nacht nicht durchschläft. Liegt es an einer ungewohnten Umgebung? Könnten zu laute Außengeräusche dafür verantwortlich sein? Ist es in dem Zimmer zu hell? Hat Ihr Kind etwas Schlimmes am Tag oder Tage zuvor erlebt?
  • In besonderen Fällen eignen sich Einschlafhilfen, wie beispielsweise, dass Sie die Nacht bei Ihrem Kind schlafen oder ihm bis zum Einschlafen die Hand reichen, dafür, dass Ihr Kind besser schläft. Wichtig ist, dass Sie erkennen, wenn Ihr Kind etwas erlebt hat oder etwas geschehen ist, dass es schwer macht, in Ruhe zu schlafen. In diesen Fällen ist es völlig legitim, wenn Sie ihm beistehen und so genannte Einschlafhilfen geben.
  • Stellt sich das Verhalten dauerhaft ein, so ist die Situation für Sie beide nicht mehr tragbar. Sie müssen sich bemühen, andere Alternativen zu finden, damit Ihr Kind die Nacht durchschläft.
  • Sie müssen auf jedem Fall in Ihrem Verhalten konsequent sein. Wenn Sie sich für einen Weg entschieden haben, dürfen Sie beim Zubettgehen nicht zulassen, dass Ihr Kind Ihnen auf der Nase herumtanzt. So kann es beispielsweise sein, dass Ihr Kind Aufmerksamkeit erlangen möchte, die es am Tage nicht bekommen hat. Der Wunsch danach kann so stark sein, dass es die ganze Nacht versuchen wird, sie zu bekommen. Dem Kind ist der Schlaf dann nur zweitrangig wichtig. Viel wichtiger ist in dem Moment die Nähe zu Ihnen. Sorgen Sie in jedem Fall dafür, dass es gar nicht zu solchen Defiziten kommt, die Ihr Kind dann nachts versucht auszugleichen. Sie werden merken, es „sitzt dann am längeren Hebel“ und es wird schwer für Sie werden, generelle Verhaltensmuster zu verändern.
  • Wenn Sie merken, dass Ihr Kind Ihre Nähe zunächst benötigt, müssen Sie ihm diese zugestehen. Sie können ihr/sein Händchen beim Einschlafen festhalten. So fühlt sich ihr Kind sicher. Dann können Sie nach und nach die Entfernung zum Bettchen vergrößern und schließlich nur noch die Tür geöffnet lassen. Sie werden merken, dass Ihr Kind ruhiger durchschlafen wird, wenn es „friedlich“ und „sicher“ eingeschlafen ist.
  • Sie sollten in jedem Fall immer das Gespräch mit Ihrem Kind suchen. Nutzen Sie besonders die Zeit vorm Einschlafen dazu, nachzufragen, was es erlebt hat oder ob irgendetwas geschehen ist, was es beschäftigt. So nimmt Ihr Kind unangenehme Gedanken gar nicht erst mit in den Schlaf.
  • Machen Sie das Schlafengehen zu einem Ritual. Wichtig ist hierbei, dass Sie in jedem Fall ruhig und besonnen handeln und so den Tag für sich und Ihr Kind behutsam beschließen. Lesen Sie Ihrem Kind altersangemessene Geschichten vor und zeigen Sie ihm, dass Sie es lieb haben. So lernt das Kind, Ihnen und der Situation des Zubettgehens zu vertrauen und kann besser durchschlafen.
  • Scheuen Sie sich aber auch nicht, einen Kinderarzt oder entsprechende Beratungsstellen zu fragen. Natürlich kann der schlechte Schlaf auch medizinische Ursachen haben. Vielleicht bekommt Ihr Kind schlecht Luft. In dem Fall müssen Sie zu einem HNO-Experten gehen. Es könnte allerdings auch sein, dass Ihr Kind kurz vor dem Schlafengehen zu viel gegessen hat oder Probleme mit dem Verdauungstrakt vorliegen. Hier helfen die hiesigen Kinderärzte.
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