Alle Kategorien
Suche

Wie reinige ich ein Aquarium?

Ein Aquarium ist eine kleine eigene Welt aus Fischen, Pflanzen, Steinen, Schnecken, eventuell einem Frosch oder einer Schmuckschildkröte. Sicher stellt man sich unter Haustieren nicht gerade Fische vor, aber auch sie können sehr viel zur Gesundheit des Menschen beitragen. Ein natürlich und schön eingerichtetes Becken eignet sich hervorragend zur Entspannung und Beruhigung. Sie sitzen davor und erleben eine kleine Fantasiewelt, die eine ausgleichende Wirkung hat, von Ihren Tagesproblemen ablenkt und Ihnen eine zufriedene, optimistische Lebenseinstellung vermitteln kann.

Auch Fische mögen es zuhause sauber. Reinigen Sie also regelmäßig Ihr Aquarium!
Auch Fische mögen es zuhause sauber. Reinigen Sie also regelmäßig Ihr Aquarium!

Was Sie benötigen:

  • Kescher
  • neue Filterwatte
  • neue Filterkohle
  • eventuell neue Schläuche
  • einen Kunststoffbogen
  • Messbecher
  • diverse Wassereimer
  • Mulmglocke
  • 1 Bogen stabile Folie
  • Steine zum Beschweren der Folie
  • eventuell einen Wasserstands-Melder (wie für die Badewanne)

Die Reinigung eines Aquariums (also nicht nur der teilweise Wasserwechsel) erfordert einige Vorbereitung.

  • Füllen Sie drei oder vier Eimer (entsprechend der Anzahl Ihrer Fische) mit Leitungswasser und lassen Sie diese ein oder zwei Tage stehen, denn frisches Leitungswasser ist nicht für alle Fische geeignet.
  • Prüfen Sie, ob noch ausreichend Filtermaterial (Watte, Kohle usw.), Sprudelsteine, Schläuche usw. vorhanden sind.

Wenn das Wasser des Aquariums abgestanden ist, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Fangen Sie vorsichtig mit einem Kescher die Fische und evtl. anderen Tiere aus dem Aquarium und setzen Sie sie in die Eimer um. Legen Sie Küchenhandtücher darüber, damit Sie keine Erfahrung mit „fliegenden“ Fischen machen müssen.
  2. Entnehmen Sie die Pflanzen, spülen Sie sie gut im Wasser ab, entfernen Sie faulige Teile und Wurzeln und legen sie dann in eine Schüssel, in der etwas Aquarienwasser ist.
  3. Entnehmen Sie alle übrigen Teile, reinigen Sie sie gründlich unter fließendem Wasser (vor allem von Mulm und Algen)  und bestücken Sie die Filteranlage nach aufgedruckter Vorschrift (Schichtenaufbau) neu. Damit lebensnotwendige Bakterien erhalten bleiben, sollten Sie Watte und Kohle mehrmals in Aquarienwasser spülen.
  4. Bestücken Sie einen ausreichend langen Schlauch mit einer Mulmglocke, hängen Sie dieses Ende ins Aquarium, das andere in eine Abflussmöglichkeit (z.B. Abwaschbecken in der Küche). Saugen Sie das Wasser am freien Schlauchende an und befestigen es, wenn das Wasser läuft, im Waschbecken.
  5. Nun gehen Sie mit der Mulmglocke über den Bodengrund des Aquariums und saugen Mulm/Schwebstoffe ab. Achten Sie darauf, den Boden nicht aufzuwirbeln. In einem Becken mit guter Biochemie (ausreichend Welse und Schnecken) ist es nicht erforderlich, den Mulm tiefer abzusaugen.
  6. Setzen Sie nun die Pflanzen wieder ein. Achten Sie darauf, Gruppen zu bilden, um den Fischen (vor allem Jungfischen), Versteckmöglichkeiten zu bieten.
  7. Danach nehmen Sie die übrige Gestaltung vor und platzieren alle Elemente (Röhren, Steine, Felsen) der Größe nach. Vorne sollten die kleinsten Teile stehen.
  8. Befestigen Sie nun Filteranlage, Luftschläuche, Thermometer, Heizung usw. möglichst im Hintergrund.
  9. Es ist Zeit, das Wasser einzulassen. Legen Sie einen Bogen stabile Folie (evtl. von einem Müllsack) auf den gereinigten Bodengrund und beschweren Sie ihn mit einigen sauberen Steinen.
  10. Schließen Sie einen Schlauch an einen Wasserhahn an, befestigen Sie am anderen Ende einen Kunststoffbogen und hängen ihn damit an den Aquarienrand. Drehen Sie den Wasserhahn nicht zu stark auf und achten Sie darauf, dass der Strahl auf die Folie trifft (verhindert das Aufwirbeln des Untergrunds).
  11. Achtung! Wenn Sie eine Überschwemmung vermeiden wollen, behalten Sie das Becken gewissenhaft im Blick. Gefahrloser ist es allerdings, wenn Sie sich einen Wasserstandsmelder kaufen, wie er im Versandhandel und Baumärkten für Badewannen angeboten wird.
  12. Das gefüllte Becken lassen Sie nun einen Tag ruhen. In der Zeit gleicht sich die Temperatur an, Gasblasen entweichen, die Pflanzen richten sich auf und die nützlichen Bakterien verteilen sich im Wasser.
  13. Am folgenden Tag setzen Sie die Fische und anderen Tiere wieder zurück ins Becken. Benutzen Sie dafür einen Messbecher, in den Sie etwas Wasser aus dem Eimer schöpfen. Fangen Sie die Fische (nicht zu viele auf einmal) mit dem Kescher ein, geben Sie sie dann in den Messbecher und tauchen Sie diesen vorsichtig schräg ins Aquarium ein. Dadurch kann sich das Wasser langsam vermischen und die Fische schwimmen ohne Schock und stressfrei ins Becken.
  14. Je größer das Aquarium ist, desto weniger Arbeit macht es. Wenn sich Fische und Pflanzen in einem ausgewogenen Verhältnis befinden, haben Sie sich ein Biotop, eine ursprüngliche Welt der Schönheit geschaffen, für deren Erhaltung eine Grundreinigung (wie hier beschrieben) höchstens einmal in fünf Jahren erforderlich sein sollte.
Teilen: