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Wie oft die Rasierklinge wechseln? - So verwenden Sie Nassrasierer richtig

Es ist gar nicht so leicht, zu sagen, wie lange eine Rasierklinge hält, wie hoch ihre "Schnitthaltigkeit" ist, sagen die Fachleute. Bei täglichem Gebrauch selten mehr als ein bis zwei Wochen, und schon müssen Sie sie wechseln, kann man grob sagen. Das ist aber nur ein Anhaltspunkt. Schließlich gibt es die unterschiedlichsten Haartypen, Vorbehandlung des Haars (einweichen) oder nicht, unterschiedlichste Materialeigenschaften der Klingen und auch Rasierköpfe mit mehreren Klingen, die dann länger halten als Rasierköpfe mit nur einer Klinge.

Während das Blau eine kleine Unendlichkeit hält, muss man die Rasierklinge recht bald wechseln.
Während das Blau eine kleine Unendlichkeit hält, muss man die Rasierklinge recht bald wechseln.

Die sogenannte Standzeit einer Rasierklinge

  1. Die sogenannte Standzeit einer Klinge ist eine Bezeichnung für die Zahl der Rasuren, die Sie vornehmen können, ohne dass Sie ein deutliches Nachlassen der Schärfe beklagen müssen und diese dann wechseln sollten. Sie erkennen diese Standzeit daran, dass die Leistung Ihres Rasierers gleich bleibt.
  2. Sie müssen zur Feststellung der Standzeit verschiedene Parameter beachten. Beobachten Sie, welchen Einfluss die Rasuren auf Ihre Haut haben.
  3. Achten Sie darauf, ob Sie sich gezwungen sehen, eine andere Rasiertechnik anzuwenden. Wenn Sie etwa eine andere Technik anwenden müssen, also stärker aufdrücken und länger rasieren müssen als gewohnt, dann merken Sie, dass die Tage Ihrer Klinge eigentlich schon gezählt sind.
  4. Stellen Sie sich auch folgende Fragen: Wie sieht Ihre Haut nach der Rasur aus? Verlangt Sie eine veränderte Nachbehandlung?
  5. Damit Sie die Standzeit herausfinden können, müssen Sie sich allerdings zuvor eine möglichst gleich bleibende Rasierroutine zugelegt haben, also immer mit gleichem Durck, mit gleicher Richtung und täglich auf die gleiche Art mit den gleichen Rasiermitteln sich über einen längeren Zeitraum rasiert haben.

Weniger häufiges Wechseln der Verschleißteile durchaus denkbar

  1. Nun gibt es aber Menschen, die sparen müssen, und die zählen dann die Tage der Klinge noch etwas weiter in die Zukunft. Je stumpfer die Klinge ist, desto länger dauert das Rasieren, darüber sind sie sich meist im Klaren und seufzen vielleicht, rasieren aber tapfer mit der schon etwas abgenutzten Klinge als sparsame Menschen weiter. Wer sparsam ist, nimmt das nun einmal (mehr oder weniger gern) in Kauf und schmeißt die Rasierklinge nicht so schnell weg wie jemand, der nicht aufs Geld schauen muss.
  2. Aber dieser sparsame Mensch sollte einmal bedenken, ob seine Haut auch so sparsam wäre wie er, könnte man sie fragen. Würde Sie vielleicht nicht regelrecht nach dem Wechseln der Rasierklinge schreien? Denn nur eine Klinge, die wirklich scharf ist und sonst keine Mängel hat, erlaubt es Ihnen, ohne zu großen Druck zu rasieren und auch ohne überflüssige "Rasurfahrten"  über die Haut, wobei die Haut ja immer auch mehr oder weniger starken Irritationen ausgesetzt ist. Messungen haben ergeben, dass ein menschliches Haar einer Rasierklinge mehr Widerstand entgegensetzt, als dies ein Draht aus Kupfer mit dem gleichen Durchmesser tut.  Vor diesem Hintergrund wird Ihnen schnell klar, dass sich die dünne Kante der Klinge rasch abnutzt und - wenn Sie die Klinge unter dem Mikroskop betrachten könnten - sogar verbiegt. (Deswegen werden Rasiermesser von Zeit zu Zeit zum Schärfen abgezogen.)
  3. Die heutigen Klingen leisten eine ganze Menge - kein Vergleich mit den früheren Rasiersystemen (geschärften Walzstahlblättchen). Heute gibt es mehrschichtige Rasierer mit einem Kern aus Keramik, extrem dünne Klingen und spezielle Bedampfungen der Klingen. Wenn Sie mit einem Rasierer nicht zufrieden sind, dann probieren Sie ruhig einen neuen Rasiertyp aus, schließlich ist das keine nennenswerte Investition.
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