- 11.05.2010 Annika Molitor
- Je eher Sie beginnen, mit ihrem Kind gemeinsam sportliche Aktivitäten zu unternehmen, desto größer ist die Chance, es zu motivieren.
- Fehlt Ihnen die Zeit, sich mehrmals in der Woche mit Ihrem Kind dahingehend zu beschäftigen, so sollten Sie zumindest zwei feste Termine in der Woche in einem gemeinsamen Plan verankern, die Sie nur ihrem Kind widmen. Viele Kinder freuen sich, wenn die Eltern nur für sie Platz in ihrem Terminkalender reservieren. Praktisch, wenn es sich dann um sportliche Betätigung handelt!
- Lassen Sie ihrem Kind die Wahl, was es gerne unternehmen möchte. Zunächst geht es darum, Ihr Kind von gewohnten Aktivitäten, wie Fernsehen-, Playstation- oder Computerspielen abzulenken. Oft fehlt den Kindern ein Überblick über die zahlreichen Angebote ihrer Umgebung, da sie sich zu sehr auf die Alternativmedien stürzen.
- Schlagen Sie gemeinsame Spaziergänge durch den Wald vor. Entdecken Sie dabei gemeinsam mit ihrem Kind die Natur. Wählen Sie interessante Wege und erkunden sie Neues. Toll wäre es, die Erfahrungen in der Natur mit gemeinsamen Zeltübernachtungen zu kombinieren.
- Nutzen Sie freie Wochenenden um mit Ihrem Kind schwimmen zu gehen. Breits eine halbe Stunde reicht hier, so dass ihr Kind Bewegung erlebt. Kinder mögen in der Regel das Medium Wasser, weil es etwas Neues für sie ist. Oft entstehen hier auch Ängste, die dann spätestens im Schwimmunterricht auffallen und zum Problem werden. Da ihr Kind Ihnen vertraut, ist dies eine wichtige Chance, Ängste abzubauen und es zu unterstützen.
- Es gibt zahlreiche Bewegungsspiele, die Ihr Kind auf spielerische Art und Weise motivieren, sich zu bewegen. Besonders Koordinations-, Reaktions- wie auch Ausdauerspiele eignen sich dazu, Kinder im Spiel anzuregen. Nutzen Sie auch die Gelegenheit, nahegelegene Kletterparks aufzusuchen. Je mehr Ihr Kind Sport im Zusammenhang mit Spiel & Spaß erleben, desto leichter fällt die Motivation.
- Seien Sie ein geeignetes Vorbild. Nutzen Sie nicht bei jeder Gelegenheit das Auto. Fragen Sie sich, ob ihr Kind jeden Tag mit dem Auto zur Schule gebracht werden muss oder Wege zum Supermarkt, zur Eisdiele oder allgemein in die Stadt, nicht auch zu Fuß erledigt werden können.
- Auch die bewusste Wahl der Treppe und der Verzicht auf den Fahrstuhl zeigen ihrem Kind, worauf es ankommt.
- Laden Sie Freunde Ihres Kindes zu Ausflügen ein. Hier entstehen zudem neue Kontakte und man kann sie nach einiger Zeit auch alleine losschicken.
- Nutzen Sie die Probetrainings im Sportverein. Nehmen Sie sich anfangs die Zeit, mehrere Vereine zu besuchen und lassen Sie ihr Kind dann auswählen. Vielleicht ist eine besondere Sportart dabei, die Ihr Kind motiviert, weiterzumachen.
- Zeigen Sie dann unbedingt Interesse an der Wahl Ihres Kindes. Hören Sie sich die Erfolgserlebnisse an. Besuchen Sie eventuelle Spiele und seien Sie bereit, ihr Kind vielleicht auch ein paar Mal mehr dort hinzubringen.
- Fall die Möglichkeit besteht, können sie auch über die Anschaffung eines Haustieres nachdenken. Dann bieten sich gemeinsame Spaziergänge geradezu an, Ihr Kind zur Bewegung zu motivieren.
- Grundsätzlich gilt: Schränken Sie Fernsehzeiten, Computerzeiten oder Ähnliches konsequent ein. Besprechen sie feste Zeiten. Lassen Sie ihr Kind dann selbst überlegen, womit es sich in der freien Zeit beschäftigen möchte. Es wird zunächst einige Zeit dauern, bis sich Ihr Kind umgestellt hat. Lassen Sie ihm die Zeit und nutzen Sie sie, ihm Angebote zu unterbreiten.