"Wie malt man ein Pferd?" - so lernen Sie zeichnen

Ein Pferd ist ein schönes Zeichenmotiv. Ein Pferd ist ein schönes Zeichenmotiv.
Pferde begeistern Maler schon seit Jahrhunderten. Es sind edle Tiere und somit auch schöne Motive. Doch wie malt man ein Pferd? Ein paar Tipps können Ihnen helfen.
Heike Dommnich
31.01.2012 Heike Dommnich
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • Zeichenpapier
  • Bleistift
  • eventuell ein Foto
  • besser Tiere im Original, die Sie beobachten können

Ein Pferd ist immer ein schönes Motiv, welches sich auch oft direkt im Freien beobachten lässt. Am Anfang können Ihnen auch Fotos helfen. Wie bei allen Tieren gilt auch hier: Ohne Übung malt man kein Pferd.

Der Anfang - so malt man ein Pferd

Jedes Tier setzt sich aus verschiedenen geometrischen Formen zusammen. Das ist beim Pferd nicht anders. Beginnen Sie also mit einfachen Formen, die allerdings ungefähr den Proportionen des Pferdes entsprechen:

  1. Man malt zuerst ein Viereck, welches den Rücken vom Pferd darstellt. Für den Brustkorb und den Hals zeichnen Sie je eine Ellipse. Den Kopf können Sie wieder als Rechteck andeuten. Das breite Hinterteil des Pferdes malt man kreisförmig. Die Beine zeichnen Sie als einfache Striche oder bereits als Röhren. Wichtig ist, dass Sie bereits bei diesen ersten Strichen immer auf die Proportionen achten. Beobachten Sie genau. Achten Sie darauf, wie lang etwa der Hals und der Kopf sind und wie lang die Beine sind. Zeichnen Sie das alles noch mit sehr feinen Strichen.
  2. Wenn Sie mit diesem einfachen Grundgerüst fertig sind, beginnen Sie, die tatsächlichen Umrisse des Tieres zu malen. Der Rücken ist natürlich nicht so gerade wie das Rechteck. Man malt die Rundung etwas durchhängend. Auch die Bauchseiten müssen Sie entsprechend runden. Kruppe und Nacken werden ausgearbeitet und die Beine erhalten die richtige Form. Die Hufe können Sie sich zunächst vereinfacht dreieckig denken. Der eckige Kopf erhält jetzt die Rundungen für das Maul und die ausgeprägten Kinnbacken. Zuletzt malt man am Pferd die Ohren, Augen, Nüstern und den Schweif.
  3. Jetzt sollte Ihre Zeichnung schon deutlich den Konturen Ihres Pferdes entsprechen. Besonders sollten Sie auf die richtige Darstellung der Beine achten. Die Hinterbeine haben ein Gelenk mehr als der Mensch. Die Ohren sind spitz und die Nüstern sichelförmig. Beobachten Sie genau, dass Sie die Augen an die richtige Stelle setzen.

So wird das Pferdebild plastisch

  1. Damit Ihr Pferd plastisch wirkt, müssen Sie es an verschiedenen Stellen schattieren. Achten Sie darauf, von wo das Licht auf Ihr Pferd fällt. Die Stellen, die im Schatten liegen, malt man entsprechend dunkel. Dabei gibt es Stellen, die tief dunkel sind und andere, bei denen die Hell-Dunkel-Übergänge fließend sind.
  2. Beginnen Sie mit den mittleren Tonwerten. Die hellsten Stellen, wo direkt das Licht rauffällt, lassen Sie ganz weiß. Erst wenn die mittleren Werte schraffiert sind, gehen Sie zu den tief dunklen Werten. An der Bauchseite und unterm Kopf und Hals finden Sie die dunkelsten Stellen. Damit die Rundung des Körpers zum Ausdruck kommt, müssen Sie den Übergang nach oben zum Rücken fließend zeichnen. 
  3. Gerade für den letzten Schliff ist es wichtig, die Schattierungen noch mehr zu differenzieren. Am Ende besteht Ihre Zeichnung aus fast schwarzen Bereichen bis hin zu weißen Stellen. Dazwischen sollten Sie die ganze Palette der Grautöne verwenden. Die Augen sind sehr dunkel, ebenso die Nüstern. Die Mähne und der Schweif werden in verschieden hellen und dunklen Strichen gezeichnet. 
  4. Zuletzt malt man dem Pferd einen Untergrund, auf dem es steht. Deuten Sie mit wenigen Strichen entweder etwas Gras oder etwas Stroh an. Es kann aber auch einfach nur eine schattierte Fläche sein, die dem Pferd als Untergrund dient.

Wenn Sie bereits mehrere Pferdezeichnungen angefertigt haben, nach Fotos oder dem Original, werden Sie sehen, dass Sie immer besser werden. Man malt ein Pferd nach einiger Übung auch nicht nur im Stehen, sondern in all seinen edlen Bewegungen, so wie es sich auf der Koppel frei bewegt. 

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