Wie mache ich Smalltalk?

Richtiger Smalltalk ist eine hohe Kunst. Richtiger Smalltalk ist eine hohe Kunst.
Sind Sie ein Mensch, der gerne in guter Gesellschaft ist oder viel mit Menschen zu tun hat? Ist es für Sie unumgänglich, den Smalltalk zu beherrschen? Gespräche, die in die Tiefe gehen sind hier nicht gefragt, denn meist kennt man den Anderen gar nicht so gut, dass man ihm soviel Vertrauen entgegenbringt, um ihn in ein richtiges Gespräch zu verwickeln. Beim Smalltalk ist eher die Situation gegeben, dass man einige Minuten im Gespräch überbrücken muss, ohne wirklich etwas Inhaltsschweres gesagt zu haben. Smalltalk ist eine leichte Unterhaltung, die jedoch über Phrasen wie „Schönes Wetter heute...“ hinausgehen sollte.
Bertram Maria Keller
11.05.2010 Bertram Maria Keller
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • Eloquenz
  • gute Allgemeinbildung
  • Sozialkompetenz
  • Humor
  • Feinsinn
  • Selbstvertrauen
  1. Beginnend steht beim Smalltalk immer die Frage im Raum, wie spreche ich jemanden an? Es kann der Anlass der Gesellschaft sein – bei einer Vernissage zum Beispiel die Kunstwerke oder der Künstler, bei einer Geschäftsrunde das Thema des Meetings oder Kollegen – die Wahl ist groß und der Anfang eines Smalltalks beliebig. Eines sollte dieser Beginn des Kurzgespräches aber auf keinen Fall sein – nämlich plump. Beginnen Sie auf keinen Fall mit einem Witz oder einer Zote, denn dann wendet sich der Gesprächspartner sehr schnell ab. Beginnen Sie mit etwas Alltäglichem, etwas Geläufigem, etwas Einfachem.
  2. Sehr wichtig beim Beginn eines Smalltalks ist es nicht nur unaufdringlich und solvent auf den anderen zu wirken, vor allem wenn es sich nicht um einen Geschlechtsgenossen handelt, sondern auch Ihre eigene Körperhaltung und Körpersprache. Rücken Sie dem Gesprächspartner nicht zu sehr auf den Pelz – halten Sie immer einen gewissen Abstand und fassen Sie ihn auf keinen Fall an.
  3. Haben Sie den Einstieg in ein Gespräch geschafft, ist es wichtig, nicht unbedingt länger als nötig bei einem Thema zu bleiben, schließlich wollen Sie niemand in ein echtes Gespräch verwickeln, das sollte der andere auf jeden Fall merken. Wechseln Sie also nach relativ kurzer Zeit das Thema, eventuell mit einer Frage oder einem Hinweis auf ein anderes Thema, das Ihnen auch geläufig ist.
  4. Ist man mitten im Smalltalk, kann man gerne mal einen Spaß machen und Humor mit einbringen, um den Smalltalk aufzulockern. Doch auch hier sei gewarnt: Keine Witze reißen, lieber kurze anekdotische Geschichtchen erzählen. Weniger von der Sorte „Wissen Sie, was mir erst passiert ist...?“, sondern mehr auf den Anderen eingehend „Haben Sie schon einmal...“
  5. Sie sind zwar bei jedem Smalltalk der Hauptdarsteller in ihrem eigenen Gespräch, doch sollten Sie vermeiden ausschließlich von sich zu sprechen, damit dem Gesprächspartner nicht langweilig wird und er denken könnte, Sie wollen sich groß aufspielen oder angeben. Fragen Sie immer mal zwischendurch etwas, das den Anderen interessieren könnte und lassen Sie ihn zu Wort kommen. Ein Smalltalk beruht immer auf Gegenseitigkeit.
  6. Genauso wichtig wie der Einstieg ist auch der Ausstieg aus so einem Kurzgespräch, das auf keinen Fall länger als 10 Minuten dauern sollte. Beißen Sie sich nicht am Gespräch oder noch schlimmer an der Person mit der Sie sprechen fest, sondern seien Sie nach ein paar Minuten eher wieder am Sprung zu jemand Anderem, denn Smalltalk bedeutet das, was es heißt – immer nur ein kleines Gespräch.
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