Wie lerne ich meditieren?

Meditieren zu lernen ist mühelos. Meditieren zu lernen ist mühelos.
Meditation ist seit mehr als 5000 Jahren bekannt. Sie bedeutet Nachdenken, sich in Gedanken verlieren, die eigene Mitte finden, aber auch religiöse Versenkung. Wer meditiert, tut etwas für seine Psyche und wird in die Lage versetzt, im Alltag ruhiger, gelassener, angstfreier und weniger störanfällig zu reagieren. Der Meditierende gewinnt mehr Vertrauen zu sich selbst, erkennt seine Gedanken, Wünsche und Bedürfnisse und lernt, offener und vertrauter auf Familie und Freunde zuzugehen und sich selbst so anzunehmen, wie er ist. Für den Körper wirkt eine Meditation regulierend auf Blutdruck, Herztätigkeit, Atmung, Spannungsabbau und Senkung des Energieverbrauchs.
Elke M. Erichsen
11.05.2010 Elke M. Erichsen
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • Stuhl
  • Zeit
  • Kissen
  • Decke
  • Räucherstäbchen
  • Entspannungsmusik
  • Meditieren ist keine Leseerfahrung, sondern eine Selbsterfahrung, so wie Sie Liebe, Freundschaft, Essen, Singen z.B. eben nicht „erlesen“, sondern nur „erfahren/erleben“ können.
  • Wenn Sie Antworten auf Fragen wie „Wer bin ich – wer möchte ich sein?“, „Was habe ich – was brauche ich wirklich?“, „Wie lebe ich – wie möchte ich leben?“, „Möchte ich etwas ändern – was hindert mich daran?“ suchen und finden möchten, kann Meditation ein Weg dahin sein.
  • Sie können in einer Gruppe, aber sehr gut auch allein meditieren.
  • Wollen Sie die ganze Kraft der Meditation nutzen, sollten Sie sie täglich zur gleichen Zeit wiederholen (anfangs 5-10 Minuten, später dann bis zu 30 Minuten).
  • Meditieren Sie morgens, bringt Ihnen das Frohsinn, Entspannung und Klarheit für den Tag. Tun Sie es abends, ist es wie ein Tagesrückblick, bringt Entspannung und innere Ruhe.

Meditieren, eine besondere Art der Entspannung

  1. Bereiten Sie die Meditation vor (ein Kissen, eine Decke, Kerzen, Räucherstäbchen, ein Bild, eventuell leise Entspannungsmusik).
  2. Zwingen Sie Ihren Körper nicht in eine bestimmte Meditationshaltung. Sie können sich entspannt auf einen Stuhl setzen, mit überkreuzten Beinen auf den Boden setzen (legen Sie dabei die Hände auf die Schenkel, lassen Sie Zeigefinger und Daumen sich berühren oder falten Sie die Hände wie zum Gebet) oder sich auf die Decke legen (die Arme locker neben Ihnen).
  3. Schließen Sie die Augen und halten Sie sie geschlossen. Achten Sie nicht auf die Zeit, Ihr Körper hat seine eigene innere Uhr.
  4. Achten Sie nun auf Ihren Atem. Der Atem ist der Schnittpunkt zwischen Körper und Seele, Bewusstem und Unbewusstem. Atmen Sie mehrmals tief ein und mit einem dunklen, langsamen „OM“ wieder aus. Atmen Sie in ihren Körper hinein (Bauchatmung), spüren Sie, was geschieht. Mit jedem Atemzug sinken Sie tiefer in den meditativen Zustand hinein.
  5. Spüren Sie:

    Ich fühle mich entspannt.
    Ich fühle mich gelassen.
    Ich fühle mich ruhig.
    Ich bin entspannt.
    Ich bin gelassen.
    Ich bin ruhig.

  6. Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf, lassen Sie alle Gefühle zu, hören Sie auf Ihre innere Stille. Öffnen Sie Ihren Kopf, Ihr Herz dieser Stille.
  7. Stellen Sie sich vor, dass Ihre Gedanken wie durch ein Flussbett durch Sie hindurchfließen. Fühlen Sie Ihren starken und ruhigen Herzschlag.
  8. Lassen Sie sich in einen Tagtraum entführen. Wenn Sie Wälder lieben, stellen Sie sich einen großen, knorrigen Baum vor, begrüßen Sie ihn mit einer Umarmung, fühlen Sie seine Rinde, seine Erhabenheit, seine majestätische Größe …
  9. Lieben Sie das Meer, dann gehen Sie in Gedanken barfuß durch feinen, warmen Sand, spüren die Sonne und den sanften Wind auf ihrem Gesicht, hören, wie die Wellen an den Strand rollen. Recken Sie Ihre Arme dem Licht der Sonne entgegen ....
  10. Grenzen Sie Ihre Fantasie nicht ein, lassen Sie alles in Gedanken geschehen, was Sie sich immer schon gewünscht oder auch bereits erlebt haben.
  11. Spüren Sie, wie eine kraftvolle Energie Ihren Körper durchdringt, genießen Sie das Gefühl von Harmonie, Lebensfreude und auch Zuversicht.
  12. Senken Sie Ihre Arme und lassen Sie Ihr Bewusstsein langsam wieder in Ihren Körper zurückkehren. Öffnen Sie langsam Ihre Augen.
  13. Sollten Sie während der Meditation einschlafen, so ist das auch in Ordnung und sehr entspannend. Auch in der Gruppe müssen Sie sich dafür nicht schämen. Zwingen Sie sich zu nichts, denn jeglicher Zwang in der Meditation bedeutet gleichsam Zwang in Ihrem Leben.
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