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Wie lange muss Holz trocknen? - So gelingt gutes Kaminholz

Holz ist neben Öl und Gas ein wichtiger und zugleich der älteste Brennstoff überhaupt. Im Gegensatz zu Öl wird Holz immer gefragter, obwohl die Preise für Holz stetig ansteigen. Die folgende Anleitung soll hilfreiche Tipps geben, wie man Holz richtig trocknen muss und wie lange.

Holz braucht Zeit zum Trocknen.
Holz braucht Zeit zum Trocknen.

Was Sie benötigen:

  • Holzpaletten
  • Schalbretter
  • Stützen

Hinweise, in welcher Form und wie lange das Brennmaterial lagern sollten

  • Holz ist ein Brennstoff aus der Natur und sollte möglichst auch im Freien, am besten sonnig, getrocknet werden. Lagern Sie Holz nur in gebrauchsfertigem Zustand, d. h. zersägt und gespalten, so kann es optimal trocknen. Bei falscher Lagerung können Holzscheite schimmeln und anstatt zu trocknen, würden sie verrotten. Verbrennen Sie Holz, welches nicht lange genug getrocknet ist bzw. ausreichend lange gelagert wurde, mindert das den Heizwert und belastet zudem die Umwelt.
  • Lagern Sie Holz nicht unmittelbar auf der Erde. Sehr gut eignen sich Konstruktionen aus Holz, die etwas erhöht aufgestellt sind, da eine ausreichende Unterlüftung der Konstruktion und somit des Holzes gewährleistet sein muss, wie beispielsweise Holzpaletten. Auf diese Holzkonstruktion können Sie dann die Holzscheite lose aufeinanderstapeln, und zwar jeweils eine Reihe in Längs- und die nächste wieder in Querrichtung. Besonders wichtig bei dieser Form der Lagerung ist ein sicherer Halt des Holzstapels. Das können Sie gewährleisten, indem Sie seitlich Stützen anbringen und diese mit waagerecht und kreuzweise angebrachten Schalbrettern verbinden.
  • Sie können die Holzscheite aber auch aufeinander schütten, beispielsweise in eine Gitterbox, nur müssen Sie hier darauf achten, dass der Haufen nicht zu hoch wird, da das Holz ansonsten während der langen Lagerung schimmeln könnte. Auch der Untergrund sollte wieder luftdurchlässig sein.
  • Stapeln Sie das Holz nicht unmittelbar an eine Wand, da die Luft ringsum zirkulieren muss. Wichtig ist eine Überdachung oder Abdeckung für das Brennholz, um es vor Durchnässung durch Regen zu schützen.
  • Wie lange das Holz dann letztendlich lagern muss, richtet sich nach der jeweiligen Holzart. Bei Fichte und Pappel beträgt die Lagerung mindestens 1 Jahr, bei Birke, Linde und Erle mindestens 1 ½ Jahre und bei Eiche, Esche und Buche sowie bei Obstbäumen mindestens 2 Jahre.

Holz muss richtig trocknen

  • Geschlossene Räume sind gänzlich ungeeignet, um Holz zu trocknen. Das sollten Sie grundsätzlich draußen im Freien machen. Da das Holz beim Trocknen lange Feuchtigkeit abgibt, könnte dies in geschlossenen Räumen zu einer Schädigung der Bausubstanz führen.
  • Je kleiner die Holzscheite gesägt und gespalten werden, desto schneller trocknen sie. Eine optimale Restfeuchte von unter 20 % ist für eine gute Heizleistung ausschlaggebend. Eine zu hohe Restfeuchte im Holz kann u. a. zur Bildung von gefährlichem Glanzruß im Schornstein führen.
  • Beim Trocknen des Brennholzes entstehen immer wieder Hohlräume, in denen sich möglicherweise Mäuse oder Ratten einnisten können. Untersuchen Sie die Holzstapel diesbezüglich regelmäßig.
  • Denken Sie daran, dass immer eine ausreichende Menge Holz zum Lagern bzw. Trocknen da sein muss, um die langen Trocknungszeiten von frischem Holz einhalten zu können und während dieser Zeit immer ausreichend Brennmaterial vorrätig zu haben.
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