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Wie lange dauert Schwanensee? - Infos zum Ballett

Eine ergreifende Liebesgeschichte, wunderbare Musik, hinreißende Choreografie – „Schwanensee“ zählt zu den schönsten Stücken der Ballettgeschichte. Wie lange eine Aufführung dieses meisterhaften Stücks dauert, variiert je nach Inszenierung. Auch technische und organisatorische Faktoren spielen eine Rolle. Doch eins ist sicher: langweilig wird es Ihnen bei dem stimmungsvollen Stück um die verzauberte Schwanenprinzessin bestimmt nicht.

Der Schwan ist Sinnbild für Eleganz und Hauptfigur im Ballett "Schwanensee".
Der Schwan ist Sinnbild für Eleganz und Hauptfigur im Ballett "Schwanensee".

„Schwanensee“ - ein Klassiker des Balletts

Kaum ein Ballett wird so häufig aufgeführt wie „Schwanensee“. Und das zu Recht - das Stück fasziniert mit seiner zeitlosen Thematik von Liebe, Verrat und dem Kampf zwischen Gut und Böse.

  • „Schwanensee“ ist ein sogenanntes Handlungsballett, das eine konkrete Geschichte in einer längeren Aufführung erzählt. Im Gegensatz dazu stehen abstrakte Kurzchoreografien, deren Inhalt sich assoziativ erschließt. Diese findet man hauptsächlich in zeitgenössischen Ballettstücken.
  • Das Libretto (das Text- und Szenenbuch) stammt von Wladimir P. Begitschew und Wassili F. Geltzer, die Musik komponierte Tschaikowsky. Die Uraufführung des Balletts fand 1877 im Moskauer Bolschoi-Theater statt.
  • „Schwanensee“ erzählt in vier Akten die märchenhafte Geschichte der Prinzessin Odette, die von einem bösen Zauberer in einen weißen Schwan verwandelt wurde. Von diesem Zauber kann sie nur die Liebe eines Mannes erlösen. Odettes diabolische Gegenspielerin ist die verführerische Odile, die in Gestalt eines schwarzen Schwans auftritt.
  • Als Odette eines Nachts am Schwanensee auf Prinz Siegfried trifft, scheint ihre Erlösung nah. Siegfried verliebt sich in Odette - doch Odile will das unbedingt verhindern. Sie erscheint anstelle von Odette im Schloss und bezirzt den Prinzen, der das falsche Spiel zunächst nicht durchschaut.
  • Wie die Geschichte ausgeht, variiert je nach Inszenierung - die Happy-End-Version wird sehr häufig aufgeführt, es gibt aber auch Varianten, in denen Siegfried, Odette oder beide am Schluss sterben.
  • Die Originalchoreografie stammt von Julius Wenzel Reisinger. Sie fiel beim Publikum und den Kritikern jedoch gleichermaßen durch. Erst Jahre später gelang Marius Petipa und Lew Iwanow eine glanzvolle Choreografie, die 1895 uraufgeführt wurde und bis heute gezeigt wird.
  • Daneben gibt es weitere Choreografien, die sich in den Tanzschritten und der Gewichtung einzelner Rollen unterscheiden. Am bekanntesten sind die Choreografie von John Cranko (Uraufführung 1963 in Stuttgart) und die sogenannte Hamburger Fassung von John Neumeier, die unter dem Titel „Illusions - Like Swan Lake“ 1976 uraufgeführt wurde

Nicht jede Inszenierung dauert gleich lange

Die Inhaltsangabe macht deutlich, dass die Handlung von „Schwanensee“ nicht in aller Kürze erzählt werden kann. Sie müssen damit rechnen, dass die reine Aufführungszeit dieses Balletts ungefähr zwei Sunden in Anspruch nimmt. Wie lange die gesamte Inszenierung letztlich ist, hängt von weiteren Faktoren ab.

  • Ob im Schauspiel, in der Oper oder im Ballett: Je nach Inszenierung dauert die Aufführung des gleichen Stücks mal länger und mal kürzer. Es liegt im Ermessen des jeweiligen Regisseurs oder Choreografen, Szenen auszubauen, zu straffen oder ganz wegzulassen.
  • Zur reinen Spielzeit müssen die Pausen gerechnet werden, in denen sich das Ensemble kurz erholt und das Bühnenbild umgebaut wird. Bei „Schwanensee“ werden diese Pausen in der Regel nach dem zweiten und dritten Akt angesetzt, da dann ein Szenenwechsel vom See zum Schloss bzw. vom Schloss zum See stattfindet. Wie lange diese Unterbrechung ist, hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab - in größeren Häusern dauert es geraume Zeit, bis alle Zuschauer den Saal verlassen haben und mit Getränken versorgt sind. Als Richtwert können Sie von 20 bis 30 Minuten pro Pause ausgehen.
  • Daneben gibt es häufig nach dem ersten Akt eine sogenannte Lichtpause von circa 5 bis 10 Minuten, in denen die Beleuchtung des Bühnenbildes neu eingerichtet wird. Beachten Sie bitte, dass es nicht üblich ist, bei einer Lichtpause den Saal zu verlassen.
  • Zu guter Letzt müssen Sie zur Vorstellungszeit den Schlussapplaus einrechnen, der im Ballett oft sehr üppig ausfällt. In vielen Häusern ist es Sitte, dass es neben ausgiebigem Applaus für das gesamte Ensemble auch Einzelapplaus für die Solisten und Solistinnen gibt.
  • In der Regel dauert eine Aufführung von „Schwanensee“ inklusive Pausen und Schlussapplaus gut drei Stunden. Fragen Sie am besten vor der Vorstellung an der Kasse, an der Garderobe oder beim Einlasspersonal nach.

Viel Spaß im Ballett. Sie dürfen sich auf drei spannende Stunden freuen.

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