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Wie lange dauert der Mutterschutz? - Das sollten Sie wissen

Als Mutterschutz werden in Deutschland gesetzlich festgelegte Normen zur Regelung des Kündigungsschutzes und des Beschäftigungsverbotes von werdenden Müttern und nach der Geburt bezeichnet. Wann der Mutterschutz genau beginnt und wie lange er dauert, ist dabei von verschiedenen Faktoren abhängig.

Das Beschäftigungsverbot für werdende Mütter gibt Raum für Entspannung.
Das Beschäftigungsverbot für werdende Mütter gibt Raum für Entspannung.

Bei der Dauer des Mutterschutzes gilt es, zwischen dem sogenannten Beschäftigungsverbot und dem Kündigungsschutz zu unterscheiden. Folgendes sollten Sie wissen:

Ab wann beginnt der Mutterschutz?

  • Generell beginnt der Mutterschutz, sobald eine Frau schwanger wird, und endet vier Monate nach der Entbindung. Der Kündigungsschutz dauert insofern ca. 13 Monate. 
  • Da es jedoch oft schwierig zu sagen ist, welches der erste Tag der Schwangerschaft ist, wird der genaue Termin für den Beginn des Mutterschutzes definiert, indem man von dem ärztlich berechneten Geburtstermin 280 Tage abzieht. 
  • Wenn Sie als Mutter nach der Geburt Ihres Kindes in Elternzeit gehen, verlängert sich der Kündigungsschutz außerdem und dauert so lange, bis die Elternzeit zu Ende ist.

Beachten Sie, dass es einige Ausnahmen - wie zum Beispiel eine Insolvenz des jeweiligen Betriebes - im Mutterschutzgesetz vorgesehen sind, die im Einzelfall eine Kündigung berechtigen können. Wenn Sie konkrete Fragen hierzu haben, wenden Sie sich am besten an eine Familienberatungsstelle

Wie lange dauert das Arbeitsverbot?

  • Der eigentliche Mutterschutz im Sinne eines Beschäftigungsverbotes beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin und dauert insgesamt mindestens 14 Wochen.
  • Bei Früh- und Mehrlingsgeburten werden die acht Wochen Mutterschutz nach der Geburt auf 12 Wochen ausgedehnt, sodass das Beschäftigungsverbot insgesamt mindestens 18 Wochen dauert.
  • Beachten Sie außerdem, dass bei einer Entbindung vor dem errechneten Geburtstermin keine Mutterschutzzeit verloren geht, da die Anzahl der Tage, die es noch bis zum Termin gedauert hätte, einfach hinten drangehängt wird. 

Anders als die acht bzw. zwölf Wochen nach der Geburt sind die sechs Wochen Beschäftigungsverbot vor der Geburt nicht gesetzlich vorgeschrieben. Auch wenn es mit Blick auf eine entspannte Schwangerschaft nicht zu empfehlen ist, dürfen Sie in dieser Zeit noch so lange arbeiten, wie es ausdrücklich Ihrem Wunsch entspricht.

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