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Wie lange darf man mit 16 raus? - Wissenswertes zum Jugendschutz

Besonders während der abendlichen Bahnfahrt fragt man sich des Öfteren, wie lange Kinder eigentlich unterwegs sein dürfen. Aber Ihr Kind darf mit 16 schon einen Schritt in Richtung Erwachsenenalter wagen. Dies sollten Sie ihm auch zuschreiben und es in die Nacht raus lassen.

Grundsätzlich entscheiden Sie, wie lange Ihr 16-jähriges raus darf.
Grundsätzlich entscheiden Sie, wie lange Ihr 16-jähriges raus darf.

So lange darf ein Jugendlicher mit 16 wegbleiben

Im Prinzip liegt die Entscheidung bei Ihnen als Elternteil. Solange aus dem Fernbleiben kein Herumlungern wird, darf Ihr Kind ruhig auch mal etwas länger draußen bleiben, denn mit 16 stecken die meisten Teenager schließlich in der Blütezeit ihrer Pubertät. Da verspüren sie nahezu alle das Bedürfnis, insbesondere am Abend rauszugehen, um sich mit Gleichaltrigen zu treffen.

  • Grundsätzlich gibt das Jugendschutzgesetz eine Regelung bis um Mitternacht vor. Jugendliche können daher auch schon mal bis in die Nacht unterwegs sein.
  • Vor allem im Beisein eines Erziehungsberechtigten ist diese Regel lockerer zu sehen. Sie sollten nur darauf achten, dass die Richtlinie nicht übertrieben oft gebrochen wird.
  • Große Brüder oder Schwestern von Freunden sind hierbei ein gern genanntes Mittel. Diese sind zwar nicht erziehungsberechtigt, können dennoch diesen Part vertrauenswürdig vertreten.
  • Sie werden auch einmal eine Ausnahme ermöglichen können. Natürlich gibt es dazu mehrmals Gelegenheit. Zeigen Sie nur nicht, dass Sie jede Nachfrage gestatten.
  • Bringen Sie Ihren Kindern Vertrauen entgegen. So schaffen Sie auch eine Kommunikationsbasis, mit deren Hilfe Sie auf unangenehme Entwicklungen reagieren können.
  • Legen Sie bei einem Vertrauensbruch deshalb auch angemessene Strafen fest. Denn wenn Ihr Kind die vereinbarte Zeit nicht einhält, sollte darauf eine entsprechende Konsequenz folgen.

Auch aus öffentlichen Einrichtungen müssen Teenager raus

Vereine oder Kirchen können für Jugendliche ab 16 eine Ausnahme bei der entsprechenden Behörde beantragen. Gerade bei Festivitäten wird dies gern angewandt. Somit können die Teenager dann ausnahmsweise länger raus, vorausgesetzt, dass Sie als Eltern zustimmen.

Kinos dürfen Minderjährigen keine Vorführungen bis nach Mitternacht anbieten oder verkaufen. Filme mit einer USK-Freigabe von 18 Jahren sind sowieso tabu.

Dies trifft auch als Ausnahme für einen Kneipenbesuch zu. Hierbei sollte der Wirt die Courage besitzen und auf diese Sperrstunde für Teenager achten. Außerdem sollte er bei Alkoholkonsum auf die Ausweispflicht beharren.

Gerade Veranstalter und Gewerbetreibende sollten sich an diese Vorgaben halten. Denn hier wartet bei einem Verstoß bis zu 50.000 Euro Bußgeld auf den Betreffenden.

Bei aller Gewährleistung müssen Sie auf Ihr Kind achten und dürfen bei einer schlechten Entwicklung nicht zu lange mit entsprechenden Erziehungsmaßnahmen warten. Das Kind darf sich ausprobieren, aber sollte unter keinen Umständen Ihre Vorgaben und Regeln missachten. Ansonsten muss es auch mit 16 daheimbleiben, wenn andere raus dürfen.

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