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Wie lange darf man einen Tampon maximal nutzen?

Jeden Monat aufs Neue trifft die Frauen die Menstruation. Dabei ist schon vielen Damen ein mehr oder weniger großes Mallheur passiert. Nicht selten hat die Blutung durchgeblutet und unschöne Flecken hinterlassen. Damit dies nicht passiert, tragen viele Frauen Tampons und Binden zusammen. Aber einen Tampon sollte man nicht zu lange im Körperinneren belassen. Aber wieso eigentlich nicht und wie lange sollten Sie normalerweise einen Tampon maximal tragen?

Tampons sollten Sie nur kurz nutzen.
Tampons sollten Sie nur kurz nutzen.

Was Sie benötigen:

  • Tampons passend in Ihrer Größe

Egal ob Sie weiße oder schwarze Hosen tragen, blutet man während seiner Menstruation durch, ist dies in beiden Fällen nicht schön. Lediglich weniger sichtbar ist solch ein Blutfleck auf der schwarzen Hose. Grund genug um sich mit einem Tampon oder Binden gründlich abzusichern. Am besten verwenden Sie einfach beides. Aber weder Binden noch Tampons sollten Sie zu lange in sich belassen, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Was kann passieren?

Nicht zu lange Tampons im Körper belassen

  • Tampons tragen sich für die meisten Frauen sehr angenehm. Es gibt sie in verschiedenen Größen, mit und ohne Rillen sowie sanfter Vliesumhüllung. Zudem sind sie in verschiedenen Größen erhältlich. 
  • Um einen Tampon möglichst lange tragen zu können, sollten Sie auch immer die für Sie passende Größe wählen. Grundsätzlich gilt, je stärker die Periode, umso größer der Tampon. Junge Mädchen sollten anfangs auf die kleinste Größe zurückgreifen, um Schmerzen zu vermeiden und um sich nicht unnötig zu quälen. Die Tampongröße wird mit zunehmender Übung von alleine größer werden.
  • Frauen, die schon ein Kind geboren haben, haben meist auch eine etwas stärkere Periode. Zudem lässt sich ein größerer Tampon auch leichter einführen, deshalb können erwachsene Frauen auch ruhig einen stärkeren Tampon wählen.
  • Wie oft Sie den Tampon wechseln müssen, hängt von der Stärke Ihrer Monatsblutung ab. Meist ist die Periode in den ersten drei Tagen am stärksten und flaut danach ab. Wählen Sie daher die Tampons nach der Stärke Ihrer Monatsblutung. An den starken Tagen ist auch ein großer Tampon schon sehr schnell voll und es kann sein, dass Sie ihn schon nach zwei bis vier Stunden wechseln müssen. Und doch sollten Sie nach Abklingen Ihrer Menstruation den Tampon nur maximal acht bis allerhöchstens 10 Stunden tragen - wieso?

Wieso einen OB nur maximal 12 Stunden tragen

  • Der bekannte Staphylococcus Aureus, ein Bakterium, das sonst üblicherweise in der Nase oder auch auf der Haut und in der Scheide vorkommt, produziert verschieden Giftstoffe, die das Toxic Shock Syndrome (TSS) auslösen können. Das TSS können aber nicht nur Frauen bekommen, sondern auch Männer oder Kinder, es hat also nicht nur mit dem Tragen von Tampons zu tun.
  • Bei rund 50 % der bekannten Toxic Shock Syndrome Fälle waren die Frauen Tamponträgerinnen. Achten Sie deshalb auf allgemeine Krankheitszeichen wie: über 39 °C Fieber, Halsschmerzen, Schwindel, Durchfall und Erbrechen oder Hautausschlag. In allen Verdachtsfällen sollten Sie den Tampon vorsichtshalber weglassen.
  • Bleibt ein Tampon zu lange in der Scheide, können sich die produzierten Giftstoffe zu einer Infektion entwickeln, die das Toxic Shock Syndrome auslöst und damit zu einem schweren Kreislauf -und Organversagen führen kann.
  • Neben grippeähnlichen Symptomen folgen weitere Anzeichen für die Erkrankung wie: Muskelschmerzen, Bewusstseinseintrübung und dem versagen von mindestens drei Organen (Multiorganversagen). Mehr als 10 % der Erkrankungen enden mit tödlichem Ausgang.
  • Tampons sollten deshalb oft gewechselt werden und vor dem Wechseln und nach dem Wechseln sollten zudem die Hände gründlich gewaschen werden. In der Nacht, wenn die Tragezeit der Tampons acht Stunden maximal überschreitet, sollten Sie auf Tampons ganz verzichten und auf Binden zurückgreifen.
  • Auch Binden sollten wegen der Bakterienbildung nicht den ganzen Tag getragen werden. Wechseln Sie lieber einmal zu viel als zu wenig, bevor Sie TSS, das schwere Folgen haben kann, bekommen.
  • Als Therapie wird Ihnen der Arzt bei früher Erkennung Amoxicillin oder Cephalosporine verschreiben. Meist wird dabei die Therapie stationär durchgeführt, weil die Antibiotikagabe intravenös gegeben wird, das heißt über Infusion. Daneben müssen Sie, um das Schockrisiko zu senken, auch über Infusion mehr Flüssigkeit bekommen. Weitere Behandlungsformen sind Dialyse bei Nierenproblemen und Gabe von Sauerstoff. Gegebenenfalls muss der Infektionsherd auf chirurgischer Ebene gereinigt werden.
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