- 09.12.2010 Lea De Biasi
- 250 ml Kokosöl
- 350 ml Olivenöl
- 300 ml Rapsöl
- 120 g Natriumhydroxid (NaOH)
- 260 ml destilliertes Wasser
Mit diesem Rezept können Sie Seife auf ganz natürliche Weise selber herstellen. Der Vorteil besteht darin, dass Ihnen alle Inhaltstoffe der Seife bekannt sind und diese ausnahmslos natürlich sind. Sie stellen also sogenannte Naturseife her.
Wie man Seife selber herstellen kann
- Wichtig ist es, dass Sie bereits bevor Sie beginnen, selbst Seife herzustellen, alle Geräte griffbereit zurechtstellen. Die optimale Vorbereitung ist bei der Seifenherstellung nämlich nicht nur praktisch und empfehlenswert, sondern unbedingt notwendig, das Sie beim Herstellen der Seife mit hochgefährlichen Substanzen arbeiten.
- Haben Sie alle Gefäße und Inhaltsstoffe für die Seifenherstellung bereitgestellt, so müssen Sie noch für Ihre Sicherheit sorgen. Sie sollten unbedingt eine Schutzbrille tragen. Wenn Sie keine Chemie-Schutzbrille besitzen, so nehmen Sie eine Taucherbrille – darauf verzichten dürfen Sie auf keinen Fall, denn auch winzige Spritzer der Seifenlauge können schlimme Schäden (bis zur Erblindung!) anrichten. Außerdem müssen Sie, wenn Sie selber Seife herstellen, Gummihandschuhe tragen. Nehmen Sie die dicken Handschuhe, welche man zum Putzen benutzt – dünne Handschuhe aus dem Erste-Hilfe-Koffer sind nicht geeignet! Ebenfalls notwendig ist eine Plastikschürze.
- Dann öffnen Sie bitte noch das Fenster der Küche, wenn Sie selber Seife herstellen, damit die ätzenden Dämpfe, welche bei der Herstellung der Seife entstehen, sofort entwischen können.
- Nehmen Sie nun einen großen, möglichst hohen Topf aus rostfreiem Edelstahl her und erwärmen Sie darin die Pflanzenfette, bis diese flüssig sind.
- In der Zwischenzeit bereiten Sie in einem zweiten, kleineren Topf die Laugenlösung vor. Dieser sollte ebenfalls aus rostfreiem Edelstahl sein und zudem eine Ausgießhilfe haben, damit Sie das Verschütten von Lauge verhindern können!
- Geben Sie die 120 g Natriumhydroxid in das destillierte Wasser und vermischen Sie beides gut zu einer homogenen Flüssigkeit. Achten Sie dabei unbedingt darauf, dass Sie niemals das Wasser über die Lauge schütten, sondern kleine Mengen der Natriumhydroxid-Kristalle in das Wasser hineingeben. Andernfalls kann es passieren, dass Teile der Lauge herumspritzen, während Sie Seife herstellen – dies wäre sehr gefährlich! Diese Laugenlösung wird sich, während sie sich auflöst, stark erwärmen und stark ätzende Dämpfe bilden. Daher ist es umso wichtiger, dass für gute Durchlüftung in der Küche gesorgt wird und Sie auf keinen Fall die Laugen-Dämpfe einatmen.
- Nun gießen Sie die Laugenlösung für die Herstellung der Seife vorsichtig in den Topf mit den geschmolzenen Ölen, welche immer noch eine Temperatur von 50 bis 60 Grad Celsius haben sollten. Nun wird sich sofort eine milchartige Masse bilden.
- Die Masse, aus der Sie Seife herstellen, rühren Sie nun ständig mit einem Holzlöffel um, bis sich das Gemisch verfestigt und eine puddingartige Konsistenz erhält. Die Masse ist dann fest genug, wenn Sie mit dem Holzlöffel Spuren in ihr hinterlassen können.
- Nun geben Sie die flüssige Seife in eine Seifenform aus Holz und lassen sie mindestens 48 Stunden lang ruhen. Ist die Seife gereift, können Sie sie aus der Form nehmen und in Stücke schneiden. Bevor die Seife zur Verwendung bereit ist, muss sie allerdings noch mindestens einen Monat lang an einem dunklen, kühlen und nicht zu feuchten Ort liegen bleiben.