Wie kann man einer Sonnenallergie vorbeugen?
Blauer Himmel, Sonne pur – ohne die richtige Vorsorge löst diese Aussicht bei Sonnenallergikern nicht etwa Freude aus, sondern Juckreiz, Rötungen und nässende Pusteln. Für zehn bis zwanzig Prozent der Bevölkerung sind so bereits kurze Aufenthalte im Sonnenlicht eine Tortur. Vorwiegend kommt Sonnenallergie bei hellhäutigen Menschen und Personen mit empfindlicher Haut vor. Hinter der Sonnenallergie verbergen sich Krankheiten wie Mallorca Akne oder polymorphe Lichtdermatose (LPD). Im schlimmsten Fall kann Sonnenallergie sogar Herz-Kreislauf-Versagen verursachen. Wer aber wirksam vorbeugt, ist bestens gerüstet auch als Sonnenallergiker den Sommer in vollen Zügen zu genießen.
- 09.09.2010 Vicky Eichhorn
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
- Sonnenschutzmitel
- Bedeckende Kleidung
- Omega-3-Fettsäuren
- Kortison
- Aspirin
Sonnenallergie aktiv vorbeugen – gewusst wie
- UVA-Licht, der Hauptverursacher von Sonnenallergie dringt durch Wolken, Glas und Kleidung auf Ihre Haut. Der beste Schutz ist daher die tägliche Anwendung von Sonnenschutzmitteln. Cremen Sie im Alltag vor allem Gesicht, Dekollete, Schultern und Arme ein, da diese Hautpartien am ehesten betroffen sind.
- Wählen Sie ein Produkt mit einem hohen Lichtschutzfaktor. Selbst mit dem Lichtschutzfaktor 50 wird Ihre Haut sanft gebräunt. Mineralische Lichtschutzfilter wie Titandioxid sind auch für empfindliche Haut sehr gut verträglich.
- Da Sonnenallergie durch eine Reaktion von UV-Licht und fetthaltigen Pflegeprodukten entstehen kann, beugen fettfreie Sonnenschutzgele effektiv vor. Vorsorglich können Sie auch sonst fettfreie Cremes und Make-Up wählen.
- Sie fahren in Urlaub an den Strand? Vorbeugend können Sie schon zwei bis drei Wochen zuvor eine Körpercreme verwenden, die Antioxidantien und die Vitamine C und E enthält. Die Haut speichert diese Stoffe und unterstützt so den körpereigenen Schutz gegen sonnenallergische Reaktionen auf Ihrer Haut.
- Sie können auch vorbeugen, indem Sie Omega-3-Fettsäuren und Betacarotin zu sich nehmen. Rauchern ist von der überhöhten Einnahme von Betacarotin jedoch abzuraten. Mehr als 20mg pro Tag erhöhen nämlich das Lungenkrebsrisiko.
- Bedeckende Kleidung schützt Ihre Haut. Sonnenbrille, Kopfbedeckung und Tücher sind daher ein absolutes Muss für Sonnenallergiker. Allerdings dringen UVA-Strahlen auch durch Kleidung. Während Baumwolle und Leinen 20% der Strahlen durchlassen, weisen Kunstfasern wie Nylon und Jersey eine Durchlässigkeitsrate von bis zu 80% auf. Es gibt Spezialkleidung mit integriertem UV-Schutz.
- Im Frühling gilt es die Haut langsam an die Sonne zu gewöhnen. Ein paar Minuten am Tag reichen aus. Vorbräunen im Solarium ist hingegen keine vorbeugende Maßnahme. Schwere Fälle von Sonnenallergie behandelt der Hautarzt, etwa mit Hilfe einer Lichttherapie. So beugen Sie Sonnenallergie langfristig vor.
Erste Hilfe bei Sonnenallergie
- Zeigt Ihre Haut die ersten Symptome von Sonnenallergie, Rötungen, Juckreiz und Pickelchen, gehen Sie sofort aus der Sonne. Bei Sonnenallergie können die Symptome auch erst bis zu 24 Stunden nach dem Sonnenaufenthalt auftreten, daher sollten Sie nicht erst reagieren, wenn sich erste Anzeichen der Allergie zeigen.meiden Sie auch die Mittagssonne – vor allem zwischen 12 und 15 Uhr ist die Sonneneinstrahlung am intensivsten.
- Kühlende Umschläge verschaffen erste Linderung. Kortisonsalbe aus der Apotheke mildert die Symptome kurzzeitig. Tragen Sie sie direkt auf die betroffenen Hautpartien auf.
- Aspirin wirkt schmerzlindernd. Antihistaminika helfen ebenfalls bei Sonnenallergie.
- Bei stärkeren Symptomen, Atemnot, Kaltschweißigkeit oder Bewusstseinsstörungen bis hin zum Schock rufen Sie umgehend den Notarzt.
