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Wie heiß wird eine Herdplatte? - Eine einfache Erklärung

Wie heiß wird eine Herdplatte? - Eine einfache Erklärung1:03
Video von Benjamin Elting1:03

Eine Herdplatte wird bei längerem Betrieb extrem heiß. Die mögliche Höchsttemperatur unterscheidet sich bei Öfen mit Ceranfeld und gewöhnlichen E-Herden.

Eine Herdplatte wird bekanntlich sehr heiß. Wer schon einmal versehentlich seine Hand darauf gelegt hat, dürfte es schmerzlich erfahren haben. Allerdings erreicht eine Herdplatte nicht sofort nach dem Einschalten ihre Höchsttemperatur. Sie muss sich erst aufheizen und kann nach einiger Zeit auf höchster Stufe richtig heiß werden. Wie heiß eine Herdplatte wird bzw. werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Als Erstes sollten Sie wissen, ob es sich um einen guten alten E-Herd oder einen modernen Herd mit Ceranfeld handelt.

So heiß kann eine Herdplatte werden

  • Während Sie einen modernen Herd mit Ceranfeld zum Teil mit Überhitzungsthermostaten erhalten, heizen sich die Platten alter E-Herde so lange auf, bis sie glühen.
  • Ist die Platte auf niedrige Stufe eingestellt, dauert es sehr lange, bis sie richtig heiß wird. Auf höchster Stufe geht das sehr schnell. Normalerweise steht ein Kochtopf darauf, der die Hitze ableitet, die Temperatur der Herdplatte wird also nicht ganz so hoch.
  • Eine Herdplatte, die auf höchste Stufe eingestellt ist und auf der sich weder ein Topf noch eine Pfanne befindet, kann bis zu 400 Grad Celsius heiß werden.
  • Bei einem Herd mit Ceranfeld sieht es etwas anders aus: Unterhalb der Ceranplatte liegt die Heizschlange. In deren unmittelbarer Nähe sind bereits Temperaturen von ca. 1000 Grad möglich. An der Unterseite der Glasplatte herrschen - bei maximaler Einstellung - ca. 700 Grad. 
  • Das Kochfeld selbst wird im Höchstfall aber "nur" bis zu 600 Grad heiß. Das allerdings nur, wenn die Kochplatte etwa 45 Minuten lang auf der höchsten Stufe betrieben wird.

Die Temperatur einer Herdplatte messen

Um zu ermitteln, wie heiß eine Herdplatte wird, gibt es noch die Möglichkeit, die Temperatur mit einem Infrarotthermometer zu messen.

Dafür benötigen Sie ein entsprechend hitzebeständiges Thermometer, mit dem berührungslose Messungen möglich sind. Diese digitalen Thermometer gibt es für Temperaturen bis zu 500 Grad Celsius. Ein Feuerlöscher in Reichweite wäre ebenfalls zu empfehlen.

  1. Bevor Sie beginnen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass eine solche Messung nicht zum Spaß durchgeführt wird und die Gefahr eines Brandes besteht, falls sie nicht absolut vorsichtig sind.
  2. Entfernen Sie bitte vorher alle entflammbaren Gegenstände aus der näheren Umgebung des Herdes und halten zur Sicherheit einen großen Kochtopf bereit, der mit Wasser gefüllt ist.
  3. Schalten Sie eine Herdplatte auf die höchste Stufe und warten Sie, bis sie so heiß ist, dass Sie glüht. Das gilt für einen normalen E-Herd, ein Ceranfeld lassen Sie (auf eigene Verantwortung) mindestens 30 Minuten lang voll aufgedreht.
  4. Sobald die Platte wirklich glüht, schalten Sie das Thermometer ein und führen kurz die Messung wenige Zentimeter über der Herdplatte durch. Diese Messung dauert normalerweise nicht mal 1 Sekunde, da diese Geräte mit Sensoren arbeiten.
  5. Wie heiß die Herdplatte ist, wird auf dem Display genau angezeigt.
  6. Ob es möglich ist, dass die Temperatur noch höher wird, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, da ab einem gewissen Punkt - je nachdem, um welchen Herd es sich handelt - die Schalter durch die Hitze beschädigt werden und es möchte wohl niemand seinen E-Herd zerstören.
  7. Nachdem Sie die Temperatur gemessen haben, schalten Sie die Herdplatte sofort aus und stellen den (mit Wasser gefüllten) Kochtopf darauf. Das hat zwei Vorteile: Erstens leitet der Topf die Wärme ab und die Platte kühlt schneller ab und nebenbei können Sie noch Nudeln kochen. Schließlich ist Strom viel zu kostbar, um ihn zu verschwenden. 

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