Wie funktioniert Linux?
Viele Computer-Nutzer haben schon einmal davon gehört, dass es neben MS Windows und MacOS noch andere Betriebssysteme gibt. Jedoch halten die wenigsten Linux für eine kostenlose Alternative zur Software der Marktmonopolisten, sondern eher für ein Spielzeug von Computer-Freaks. Weit gefehlt, denn mit jedem Jahr und jeder neuen Version macht das Projekt GNU/Linux den Marktführern größere Konkurrenz, weil Linux mittlerweile fast genau so funktioniert, wie die Konkurrenzprodukte.
- 24.08.2010 Philipp Giant
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
- Interesse am Neuen
- etwas Zeit
- Linux stellt neben BSD und Solaris eines von vielen Unix-basierten Betriebssystemen dar. Selbst MacOSX gehört dieser Familie an. Dennoch findet sich das übermächtige Microsoft Windows auf fast jeden Privat-PC. Weil kommerzielle Software sehr teuer verkauft wird und viele Leute der Meinung sind, dass dies nicht so sein sollte, arbeiten seit den frühen 90er Jahren eine weltweite Community, teilweise mit Unterstützung von Unternehmen, an einem kostenfreien Betriebssystem für alle. Im Laufe der Zeit haben sich dabei verschiedene Untervarianten, so genannte Distributionen entwickelt.
- Die Liste der Distributionen ist lang, aber die Varianten Open-SUSE oder Ubuntu haben sich durchsetzen können. Im Gegensatz zu Windows, ist jede Linux-Distro etwas anders. Gerade das sollte Sie als Nutzer keinesfalls abschrecken, sondern interessieren. Wenn Sie noch ein Windows-Nutzer oder Mac-User sind, dann werden sie sich bei der Ubuntu Distribution wie zu hause fühlen. Ähnlich wie Windows 95, 98, NT, 2000, ME, XP und Vista gibt es auch bei der Ubuntu-Distribution Bezeichnungen, die die Entwicklungsstufe markieren, aktuell Ubuntu 10.04 LTS Lucid Lynx.
- Die Funktionsweise eines Linux-Betriebssystems ist heutzutage fast identisch mit Windows oder OS. Wenn Sie sich also auf einem Standardrechner zurechtfinden, dann auch auf einer Linux-Oberfläche wie GNOME oder KDE. Anders dagegen verhält es sich mit den Anwendungen, also Software, die Sie in Ihr Betriebssystem installieren.
- Nicht nur das Betriebssystem, sondern auch eine große Zahl von Anwendungen sind unter Linux für den Privatnutzer kostenfrei. Anders als auf Windows finden Sie die meisten davon in so genannten Repositories. Dabei handelt es sich um Server, die weltweit verfügbar sind und die Anwendungen bei Bedarf zum Download bereitstellen. Die Installation ist dabei wesentlich einfacher, da man vom Desktop aus lediglich das "Software-Center" öffnet und die entsprechende Software anklickt. Der Rest geschieht vollautomatisch und ohne lästige Fragen.
- Mittlerweile umfassen die Repositories alternative, kostenfreie Software zu den meisten kostenpflichtigen Anwendungen. Natürlich gibt es die gängigen Office-Programme zum Schreiben, für Präsentationen, zum Rechnen mit Tabellen, aber eben auch professionelle Grafikprogramme. Musik hören, DVDs oder DVB-T schauen oder im Internet surfen – mit Linux geht es kostenfrei und kinderleicht.
- Jedoch bleibt zu sagen, dass es Kompatibilitätsprobleme gibt. Gerade PCs, die günstig als Set verkauft wurden, laufen unter Lunix nicht optimal. Des Weiteren gibt es nur eine geringe Anzahl von Druckern, die sich über Linux ansteuern lassen. Da sich aber die Community dieses Problems bewusst ist, gibt es jede Menge Listen mit kompatibler und empfohlener Hardware im Internet. Die richtige Hardware ist also eine Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Einsatz einer Linux-Distribution auf ihrem Rechnen.
- 2010 ist Ubuntu 10.04 LTS erschienen und das gleichnamige Buch von Marcus Fischer erhalten Sie im Fachhandel. In diesem Werk finden Sie nicht nur eine Anleitung, sondern auch das Betriebssystem selbst auf DVD in Versionen für verschiedene Rechnertypen (Intel oder AMD). Damit kann schon fast nichts mehr schief gehen.
