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Wie funktioniert eine Ölheizung? - Wissenswertes zur Heiztechnik

Wie eine Ölheizung funktioniert, ist leicht zu erklären. In einem Brennraum wird ein Heizöl-Luft-Gemisch verbrannt. Mit der daraus entstehenden Wärme wird Wasser erhitzt, das dann durch die Heizkörper gepumpt wird.

Eine Ölheizung benötigt einen Notschalter.
Eine Ölheizung benötigt einen Notschalter. © Markus_Hein / Pixelio

Es gibt viele Menschen, die ihr Haus mit einer Ölheizung heizen, aber gar nicht wissen, wie diese eigentlich funktioniert. Dabei ist es relativ einfach, die technischen Vorgänge zur Erzeugung von Wärme zu erklären.

So funktioniert eine Ölheizung

  • Falls bei Ihnen eine Ölheizung im Keller steht, werden Sie sich sicherlich fragen, warum es solch ein riesiges Gerät sein muss. Das Kernstück ist dabei der Heizkessel. Den müssen Sie sich wie eine größere Tonne vorstellen.
  • Im Inneren des Kessels befindet sich ein Brennraum, in dem der Ölbrenner montiert ist. Der Ölbrenner besteht aus einem Elektromotor, der ein Gebläse und eine Ölpumpe antreibt. Außerdem befindet sich daran eine Zündspule, mit der eine hohe Spannung erzeugt wird.
  • Das Heizöl wird aus den Öltanks angesaugt und mit einem Druck von etwa 20 bar in den Brennraum gepumpt. Dabei wird es durch eine Einspritzdüse fein zerstäubt.
  • Gleichzeitig wird durch das Gebläse Luft in den Brennraum geblasen. Dadurch entsteht ein zündfähiges Heizöl-Luft-Gemisch. Dieses wird durch zwei Zündelektroden, an denen eine Spannung von ungefähr 8.000 Volt anliegt, gezündet. Der Zündmechanismus funktioniert in etwa wie eine Zündkerze im Auto. Sobald eine kontinuierliche Flamme entzündet ist, wird der elektrische Strom an den Zündelektroden abgeschaltet.

Wie gelangt die erzeugte Wärme in die Heizkörper?

  • Da sich der Brennraum in der Mitte des Heizkessels befindet, wird das darin enthaltene Wasser durch die Verbrennungswärme erhitzt.
  • Mithilfe einer Umwälzpumpe wird das etwa 60 Grad heiße Wasser durch die Leitungen in die Heizkörper gepumpt. Dabei kühlt sich das Wasser ab und fließt zurück in den Heizkessel.
  • Dieser Kreislauf beginnt permanent aus Neue, bis das Wasser eine konstante Temperatur von 60 Grad Celsius hat. Dann schaltet der Ölbrenner automatisch ab. Kühlt das Wasser wieder ab, wird der Brenner durch eine Thermostatschaltung wieder eingeschaltet.

Wie Sie sehen, ist es recht einfach zu verstehen, wie eine Ölheizung funktioniert. Bei modernen Brennwertgeräten werden die heißen Abgase nochmals durch einen separaten Wärmetauscher geleitet, um die Wärmeenergie zu nutzen. Dadurch sinkt der Heizölverbrauch.

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