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Wie funktioniert eine Kreditkarte? - So nutzen Sie sie

Eine Kreditkarte ist eine angenehme Einrichtung, die das Bezahlen von Einkäufen erleichtert. Ihr Einsatz erfordert aber auch persönliche Verantwortung. Daher ist es gut, wenn Sie wissen, wie eine Kreditkarte funktioniert.

Kreditkarte bedeutet auch Risiko.
Kreditkarte bedeutet auch Risiko.

Was Sie benötigen:

  • Kreditkarte, Girokonto

Eine Kreditkarte ist im Grunde ein Ausweis, durch den Sie als Karteninhaber bei bestimmten, dem Kartensystem angeschlossenen, Anbietern von Waren oder Dienstleistungen, Leistungen einkaufen können, ohne dass Sie sofort dafür bezahlen müssen. Die Kreditkarte funktioniert in einem Drei-Parteien-System. Es gibt Sie, den Kreditkarteninhaber, das Kreditkartenunternehmen, das Ihnen die Kreditkarte zur Verfügung stellt und das Vertragsunternehmen, das Ihre Kreditkarte bei Ihrem Einkauf als Zahlungsmittel akzeptiert. Alle Partner stehen in bestimmten vertraglichen Beziehungen zueinander.

So funktioniert das Plastikgeld

  • Als Kunde des Kreditkartenunternehmens zahlen Sie für dessen Leistung eine jährliche Gebühr, die je nach Anbieter und Leistungsspektrum sehr unterschiedlich sein kann.
  • Kreditkarten werden auf der Grundlage einer Absprache zwischen dem Kartenunternehmen und dem ihm vertraglich verbundenen Vertragsunternehmen verwendet, nach dem dieses gegen Vorlage der Kreditkarte Ihnen eine Ware oder Dienstleistung verkauft.
  • Das Vertragsunternehmen ist deshalb dazu bereit, weil das Kreditkartenunternehmen ihm die Bezahlung der erbrachten Leistung garantiert. Es berechnet dafür eine Gebühr, die zwei bis etwa sechs Prozent des Kaufpreises beträgt. Dafür wiederum trägt das Kreditkartenunternehmen das Risiko, das Sie den von ihm für Sie verauslagten Betrag auch tatsächlich bezahlen.
  • Die Ausstellung einer Kreditkarte erfordert daher eine Bonitätsprüfung Ihrer Person.
  • Sie setzt die Einrichtung eines Girokontos voraus, über das das Kreditkartenunternehmen Ihre Umsätze durch eine Einzugsermächtigung regelmäßig abbucht.
  • Die Nutzung der Kreditkarte ist immer nur bis zu einem bestimmten Limit möglich.
  • Da Sie die Rechnung nicht sofort bezahlen müssen, erhalten Sie bis zur Abrechnung einen Zahlungsaufschub. In der Regel erfolgt zum Monatsende die Abrechnung Ihrer Kartenumsätze. Sie sind verpflichtet, für eine ausreichende Deckung auf Ihrem Girokonto zu sorgen, damit die Bezahlung mit Kreditkarte funktioniert.
  • Alternativ können Sie auch vereinbaren, dass Sie die über Ihre Kreditkarte getätigten Umsätze in Raten abbezahlen.
  • Wenn Sie außerstande sind, auf Ihrem Konto für Deckung zu sorgen, gewährt Ihnen das Kreditkartenunternehmen einen Überziehungskredit für Ihr Kreditkartenkonto. Allerdings zahlen Sie dafür teils erhebliche Zinsen, die meist über denen liegen, die Sie für einen Dispositionskredit auf Ihrem Girokonto bezahlen müssten.

Sicherheit mit einer Kreditkarte als Guthabenkarte

Sie können auch eine reine Guthabenkarte verwenden.

  • Diese heißt meist auch Kreditkarte, gewährt aber keine Überziehung und erlaubt die Verwendung nur im Rahmen Ihres Guthabens. Dieses Guthaben ist entweder auf dieser Karte gespeichert oder kann vom Vertragsunternehmen direkt bei Ihrem Einkauf an der Kasse online von Ihrem Girokonto abgebucht werden.
  • Ist die von Ihnen gekaufte Ware oder Dienstleistung mangelhaft, bleibt der Verkäufer alleiniger Ansprechpartner für Ihre Reklamationen. Ihr Kreditkartenunternehmen hat damit nichts zu tun.
  • Wenn Sie mit der Kreditkarte bezahlen, verzichten Sie faktisch auf Ihre Möglichkeit, die Zahlung bei Mängeln der Kaufsache hinauszuschieben und als Druckmittel gegenüber dem Verkäufer zu verwenden.

Kommt Ihnen die Karte abhanden, müssen Sie über die Notrufnummer 116116 die Karte sofort sperren lassen. Bei Missbrauch durch einen Dritten haften Sie dann nicht für dessen mit der Karte getätigte Umsätze.

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