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Wie funktioniert ein Metallsuchgerät? - Wirkprinzip einfach erklärt

Ein Metalldetektor (auch Metallsonde und Metallsuchgerät) ist ein vielseitig verwendbares Gerät. Am bekanntesten ist es wohl als ein Utensil bei der Schatzsuche. Doch weitaus häufiger werden Sie zur Lokalisierung von verborgenen Metallstücken, Metallrohrleitungen und elektrischen Leitungen an Land sowie unter Wasser eingesetzt. Wie funktioniert ein solches Suchgerät?

Schatzsuche am Strand - ein beliebtes Hobby.
Schatzsuche am Strand - ein beliebtes Hobby.

Deutschland ist ein sehr dicht besiedeltes Gebiet. An vielen Stellen Ihrer heimatlichen Umgebung werden Sie kleinste Metallteile im Boden finden können. Echte Schätze sind allerdings die Ausnahme.

Metallsuchgeräte in Industrie und Alltag

Gewerbliche und private Schatzsucher, bewaffnet mit Metalldetektoren, durchstreifen fast alle Regionen der Welt. Dabei geht es nicht nur um das Aufspüren metallischer Gegenstände wie Münzen, Waffen und Schmuck. Die Suche gilt auch Rohstoffen, Edelmetallen oder auch Landminen.

  • Im täglichen Leben begegnen Ihnen Metallsuchgeräte als Heimwerker bei der Suche nach Strom und Wasserleitungen oder bei der Personenkontrolle am Flughafen. In der Industrie werden Metalldetektoren in der Lebensmittelproduktion zur Prüfung hergestellter Erzeugnisse eingesetzt.
  • Es kann durchaus passieren, dass kleinste Metallteile von der Fertigungsanlage ins Produkt gelangen oder bereits in den Rohstoffen vorhanden sind. In der Industrie werden Metalldetektoren in der Lebensmittelproduktion zur Prüfung hergestellter Erzeugnisse.

Wie funktioniert ein mobiler und stationärer Metalldetektor?

  • Das Wirkprinzip eines Metallsuchgerätes beruht auf einer elektrischen Spule, mit der ein Magnetfeld erzeugt wird. Je größer das Magnetfeld der Spule ist, desto größer ist der erfassbare Radius. Die Form der Spule ist unterschiedlich. Die Formen reichen von flach über ringförmig und zylindrisch bis hin zu Doppel-D Spulen.
  • Ein Metalldetektor funktioniert auf der Basis eines elektromagnetischen Wechselfeldes, welches in bestimmtes Metallobjekt induziert wird. Bei mobilen Geräten kann das elektromagnetische Spannungsfeld durch eine ringförmige Spule erzeugt werden, bei stationären Detektoren mithilfe einer Art Käfig.
  • Eine spezielle nachgeschaltete Elektronik sorgt für die Verstärkung von Amplitudenänderungen am Oszillator. Ihnen wird das Ergebnis mit einem visuellen oder akustischen Signal angezeigt.

Zwei gängige Messverfahren

  • Zwei der wichtigsten Verfahren sind Pulsmessung und Wechselstrommessung. Einmal werden periodische, starke Magnetfeldpulse und ein anderes Mal kontinuierlich Wechselstrom mit niedriger Frequenz ausgesendet.
  • Je nachdem welche Reaktionen ein metallisches Objekt hervorruft, lassen sich Rückschlüsse auf die Art und Größe ziehen. Für jedes Gerät gibt es eine spezielle Anleitung und weitere Vorgaben, wann welches Metallobjekt und welche Metallart wie Kupfer, Silber oder Eisen am Fundort anzutreffen sein werden oder soll.

Wer weiß, wie ein Metalldetektor funktioniert und eine gewisse Begabung auf dem Gebiet der Elektrotechnik hat, kann sich so ein Gerät leicht selbst bauen. Zu kaufen gibt es hochwertige Sonden für um die 850 bis 1.500 Euro. Damit können Sie in Ihrem Garten Metallstücke bis in einer Tiefe von etwa 20 Zentimetern aufspüren.

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