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Wie funktioniert Audacity? - Anleitung

Die frei erhältliche Software Audacity ist für Einsteiger hervorragend geeignet, um sich mit der Aufnahme und Bearbeitung von Musik vertraut zu machen. Es wird ständig weiterentwickelt und funktioniert auch auf etwas älteren Rechnern hervorragend und so gut wie ohne Abstürze.

Solch eine Wellenkurve sehen Sie nach dem Audio-Import.
Solch eine Wellenkurve sehen Sie nach dem Audio-Import.

So funktioniert die kostenlose Musikbearbeitungssoftware

  • Zunächst installieren Sie das kostenlose Audacity auf Ihrem PC.
  • Laden Sie sich den ebenfalls kostenlosen Lame MP3-Encoder herunter, den Sie für den Export als MP3 benötigen.
  • Konfigurieren Sie vor der ersten Bearbeitung das Programm in den Einstellungen. Bestimmen Sie also Ihre Aufnahme- und Wiedergabegeräte, die gewünschte Ausgabequalität und Stammverzeichnispfade. Unter "Bibliothek" geben Sie den Pfad zum Lame-Encoder an. Bestätigen Sie Ihre Einstellungen mit "OK".
  • Importieren Sie nun eine WAV-, MP3- oder sonstige Musikdatei über den Menüpunkt "Datei - Import - Audio". Bei WAV-Dateien werden Sie gefragt, ob Sie eine Kopie oder das Original laden wollen. Sie sollten immer nur eine Kopie laden, um eine Beschädigung der Originaldatei zu vermeiden. Auf Ihrem Monitor sollten Sie nach dem Import eine Wellenkurve sehen.
  • Speichern Sie Ihr Projekt zuerst unter einem aussagekräftigen Namen, bevor Sie mit der Bearbeitung in Audacity beginnen.
  • Wenn Sie die ganze Spur bearbeiten wollen, zum Beispiel einen Hall auf die Musik legen, dann wählen Sie die ganze Spur durch Klick auf einen freien Bereich auf der linken Seite vor der Spur. Im Menü "Effekte" finden Sie unzählige Möglichkeiten, Ihre Datei zu bearbeiten. Ein- und ausfaden, mit Hall versehen, Bassverstärkung, normalisieren - Sie haben die freie Auswahl.
  • Möchten Sie nur einen Teil der Musik bearbeiten, dann funktioniert das über eine Markierung. Setzen Sie den Cursor an die Stelle, an der die Bearbeitung beginnen soll, und ziehen Sie mit gedrückter Maustaste über die Wellenkurve. Alles, was Sie jetzt in den Effekten einstellen, bezieht sich ausschließlich auf Ihre Auswahl.
  • Für jeden Effekt gibt es eine Vorhörfunktion, damit Sie sich vor der Berechnung ein Bild Ihrer Effektwahl machen können.

Tipps rund um Audacity

  • Audacity arbeitet destruktiv. Das heißt, vorgenommene Änderungen - wie zum Beispiel das Kürzen eines Tracks oder die Anwendung eines Effekts - werden direkt in die Musikdatei geschrieben. Audacity hat zwar eine Rückgängig-Funktion und Sie können einen oder mehrere Befehle hintereinander rückgängig machen, jedoch nur in der Reihenfolge der ausgeführten Bearbeitungsschritte. Wurde die Datei zwischendurch geschlossen oder möchten Sie nach vielen neuen Schritten einen Effekt entfernen, den Sie vor einer Stunde angewandt haben, so funktioniert das nicht.
  • Im Internet finden Sie zahlreiche weitere kostenlose Effekte, die Sie in Audacity verwenden können.
  • Wenn Sie obige Anleitung befolgt haben, können Sie auch als MP3 exportieren. Klicken Sie auf "Datei - Exportieren" und wählen den Ordner, in dem Sie die Datei speichern wollen. "Optionen" führt Sie zu den Qualitätseinstellungen. Wählen Sie 196 kbit/s oder höher, um eine gute Qualität zu erhalten. Allerdings steigt mit der Qualität auch die Dateigröße. Im nun erscheinenden Fenster können Sie noch die Metadaten bearbeiten, also die Daten, die ein Player beim Abspielen anzeigt. Wenn Sie diese Eingaben als Vorlage speichern, können Sie sie für die nächste Datei verwenden, ohne alles erneut eingeben zu müssen. 
  • Achten Sie bei Aufnahmen immer darauf, dass die Anzeige im oberen Bereich des Audacity-Programmfensters nicht über 0 dB geht, damit die Aufnahmen nicht übersteuert werden. Eine Übersteuerung lässt sich mit keinem Effekt korrigieren.
  • Wenn Sie mehrere Instrumente aufnehmen, speichern Sie jedes in einer neuen Spur. So haben Sie volle Kontrolle über die Lautstärkenverhältnisse.

Wundern Sie sich übrigens nicht, dass Audacity Ihre Datei in ganz vielen kleinen Teilstücken abspeichert. Das ist die Methode des Programms, Audiofiles ohne Performance-Probleme des Rechners bearbeiten und abspielen zu können.

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