Sie sind dabei eine neue Arbeitsstelle zu ergattern, haben einen neuen Vertrag in Aussicht, müssen aber noch Gehaltsverhandlungen führen. Sie sind also an dem Punkt angekommen, der bei solch einem Gespräch am delikatesten ist, da man mit sehr viel Feingefühl vorgehen muss, deshalb sollten Sie unbedingt im Vorfeld die Frage für sich klären – wie führe ich eine Gehaltsverhandlung?
11.05.2010
Bertram Maria Keller
Was Sie benötigen
Hierbei könnten Sie Hilfe brauchen
- Eigene finanzielle Vorstellung
- Informationen
- Internet
- Gesprächstraining
- Wichtigster Punkt bei einer Gehaltsverhandlung ist im Vorfeld auf jeden Fall einmal die eigene Vorstellung des Gehaltes mit der des Arbeitgebers in Einklang zu bringen, deshalb sollten Sie sich unbedingt vorher davon in Kenntnis setzen, wie die gängigen Gehalte des Arbeitgebers sind, um nicht zu großen Dissonanzen mit Ihren eigenen Vorstellungen des Gehaltes auf die des Arbeitgebers zu treffen.
- Erkundigen Sie sich deshalb im Vorfeld schon einmal entweder bei ähnlichen Arbeitsstellen oder im Internet, wie sich die Gehaltsvorstellung für Ihren künftigen Job erstrecken. Vergleichen Sie diese unbedingt mit Ihrer eigenen Vorstellung und versuchen Sie für sich selbst ein Limit nach unten und oben festzulegen.
- Bei der Verhandlung selbst sollten Sie auf keinen Fall mit der Tür ins Haus fallen, sprich gerne einmal ein bisschen „um den heißen Brei“ herumreden, allerdings dies auch nicht zu ausführlich, hier hilft immer ein bisschen Small talk und die nochmalige und deutliche Beschreibung Ihrer Kompetenzen und Fähigkeiten.
- Fragt der Arbeitgeber dann direkt nach Ihren Gehaltsvorstellungen, sollten Sie diese dann auch nicht mehr zurückhalten und in Worten wie „ich dachte an...“ oder „meine Vorstellung wäre...“ eine konkrete Zahl nennen können, die möglichst im Mittelfeld des von Ihnen angestrebten Betrages liegt. Gern auch ein wenig darüber, doch zu hoch sollten Sie auf keinen Fall „pokern“, damit Sie den Arbeitgeber mit ihren Vorstellungen finanziell nicht überfordern.
- Ist die Zahl erst einmal heraus, ist gefühlsmäßiges „Feintuning“ bei der Gehaltverhandlung angesagt. Merken Sie, er geht auf Sie ein, bleiben Sie dabei. Merken Sie, es ist ihm zu hoch können Sie gerne auch ein wenig zurückrudern, so nach dem Motto „ich bin auch gerne zu Kompromissen bereit, sofern diese in einen für mich erträglichem Bereich liegen...“ oder ähnlichem.
- Sollte Ihre Vorstellung gänzlich der gegenüber der Gehaltsvorstellung des Arbeitgebers scheitern, können Sie diesen auch fragen, was er sich so vorgestellt hätte und dann eine finanzielle Zusammenführung anstreben, diese aber ganz vorsichtig und leicht zögerlich und nicht schnell und überhitzt wie „ok, dann nehme ich das eben...“, sonst fühlt sich der Arbeitgeber nicht ernst genommen, bzw. nimmt ihre Vorstellung nicht mehr ernst. Viel Glück!

