Wie Kalkstein entsteht

  • Kalkstein ist ein Sedimentgestein. Es entsteht, wenn sich im Lauf der langen Jahre erdgeschichtlicher Evolution Sedimente absetzen. Nach und nach verdichten sie sich und werden - nachdem sie zunächst erst locker sind - zu einem immer festeren Gefüge: Eben zu Stein. 
  • Das Sedimentgestein wird abgebaut. Er ist ein begehrter Baustoff.
  • Wird Kalkstein gebrannt, und zwar bei 900 Grad Celsius, entsteht Branntkalk.

Was Branntkalk ist

  • Beim Brennen entweicht das im Sedimentgestein enthalten Kohlenstoffdioxid. Zurück bleibt Calciumcarbonat.
  • Branntkalk hat ebenfalls verschiedene Bezeichnungen. Er ist auch als gebrannter Kalk, Ätzkalk oder ungelöschter Kalk bekannt. Die Bezeichnung Ätzkalk trägt er nicht von ungefähr. Ätzkalk kann zur Erblindung führen, wenn er in die Augen gerät.

Wie gelöschter Kalk gemacht wird

  • Auch der gelöschte Kalk ist unter mehr als nur einer Bezeichnung bekannt. Er wird auch kurz Löschkalk genannt. 
  • Chemisch gesehen handelt sich dabei um Calciumhydroxid. "Hydroxid" verweist auf Wasser: Wenn Sie Calciumoxid mit Wasser vermischen, entsteht die gelöschte Variante. Sie hat eine mehr oder weniger breiige Konsistenz hat. Beim Löschen entsteht viel Wärme.

Was Baukalk ist

  • Gelöschter Kalk wird beim Bauen verwendet. Er wird üblicherweise in Brocken angeliefert. Die Bauarbeiter vermischen ihn mit Wasser und auch Sand zu einem Brei, mit dem Sie dann etwa Ziegelsteine verfugen.
  • Er wird wieder hart, wenn das Calciumhydroxid seine Wasseranteile an die Luft abgibt. Mit dem Kohlenstoffdioxid (in der Luft) verbindet es sich zu Calciumcarbonat.
  • Dieser Prozess wird als "Trockenwohnen" bezeichnet. Löschkalk wohnt sich sozusagen trocken.
  • Sumpfkalt oder Fettkalk ist gelöschter Kalk, der Zeit hatte, "einzusumpfen".  "Einsumpfen" ist wichtig, wenn Kalk nicht als Mörtel (Sie erinnern sich an die Ziegelverfugung), sonder als Farbe (Kalkfarbe) verwendet werden soll.