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Wie bereitet man eine Präsentation vor?

Eine Präsentation vorzubereiten und auch vorzutragen, erfüllt nicht nur in der schulischen Laufbahn wichtige Funktionen, sondern schult auch für die spätere Berufstätigkeit. In vielen Berufen ist Präsentationskompetenz gefragt. Doch wie bereitet man eine Präsentation richtig vor und wie lernt man es, vor anderen, vielleicht auch fremden, Menschen optimal vorzutragen?

Gut vorbereitet - erfolgreich präsentieren
Gut vorbereitet - erfolgreich präsentieren

So bereitet man eine Präsentation richtig vor - die wichtigsten Grundfragen 

Gut vorbereitet ist oft die halbe Miete bei Ihrer anstehenden Präsentation. Bevor Sie sich an die Literaturrecherche und die Erstellung von Text und Medien begeben, gilt es, einige grundlegende Fragen zu klären. Gehen Sie all die Fragen durch und beantworten Sie diese stichpunktartig auf einen Notizzettel, bevor Sie mit der Bearbeitung Ihrer Präsentation beginnen. 

  • Welches Ziel verfolgen Sie mit dieser Präsentation? Das sachbezogene Ziel Ihres Vortrags identifizieren Sie am leichtesten, wenn Sie sich fragen, was der Zuhörer am Ende der Präsentation von Ihren Ausführungen haben soll. Soll er sich vielleicht einen ersten Einstieg in das Thema erhalten oder geht es um eine Vertiefung des Wissens zu einem Thema. Jedoch geht es bei der Frage nach dem Ziel Ihrer Präsentation auch um Ihre persönlichen Ziele, die Sie mit dem Vortrag erhalten möchten. Aus Ihren persönlichen Zielen ziehen Sie dann Schlussfolgerungen für einen erfolgreichen Vortag. 
  • Wer sind die Zuhörer? Für Sie ist es wichtig zu wissen, was die Zuhörer bereits für Informationen über Ihr Präsentationsthema haben, denn so können Sie demzufolge Unter- oder Überforderung vermeiden. Auch wenn Sie hier auf Vermutungen verwiesen bleiben, sollten Sie versuchen, so gut es geht, die Kundenperspektive einzunehmen. Notfalls gehen Sie bei dieser Grundfrage immer von sich selbst aus. 
  • Welche Rolle sollen die Zuhörer einnehmen? Ihre Vorstellung kann z. B. sein, eine halbe Stunde lang "ungestört" vortragen zu können, sodass Einwände und weiterführende Gedanken erst am Schluss eingebracht werden können. Abweichend davon können Sie Ihren Zuhörern gestatten, Sie zumindest dann zu unterbrechen, wenn sich eine Verständnisfrage ergibt. Je mehr Sie Ihren Zuhörern ermöglichen, sich aktiv einzubringen, desto mehr steigen nicht nur Lernmotivation und Lernerfolg, sondern desto länger darf auch Ihr zeitliches Engagement ausfallen. 
  • Wie viel Vortragszeit steht zur Verfügung? Dies sollten Sie zuvor mit der zuständigen Person absprechen. Denn diese Vorgabe beeinflusst nicht nur Inhalt, Ziel und Zuhörerrolle, sondern auch den Spielraum Ihrer Darstellungsmöglichkeiten wie z. B. Einblendung eines Videos. 
  • Welche Fachliteratur ist auszuwerten? Zu klären sind Menge, Anspruchsniveau und Zugänglichkeit der Fachliteratur. Kümmern Sie sich so früh wie möglich um die Literatur, die Sie zur Vorbereitung Ihrer Präsentation benötigen. 
  • Welche Technik ist vorhanden? Hier handelt es sich um die für Ihren Vortrag zur Verfügung stehende Medien wie z. B. DVD-Player oder PC. Klären Sie vorab, ob eventuelle Medien im Vortragsraum zu finden sind und ob Sie diese auch alleine bedienen können. 
  • Wie viel Arbeitszeit benötigt man für die Vorbereitung? Häufig wird der Zeitbedarf für eine Präsentation deutlich unterschätzt. Wie viel Zeit einzuplanen ist, hängt von der Schwierigkeit der Materie, der Zugänglichkeit der Fachliteratur, den eigenen Vorkenntnissen, den sonstigen Verpflichtungen u.v.m. ab. Beginnen Sie mit der Bearbeitung so früh wie möglich und meiden Sie dabei Zeitfresser. 

"Wie bereitet man eine Präsentation richtig vor?" - Mit den oben stehenden Grundfragen kann nichts mehr schief gehen. Die Fragen helfen Ihnen dabei, Ihren Vortrag optimal zu gliedern, zu bearbeiten und vorzutragen. 

Leitfaden für einen guten Präsentationsvortrag 

Es gibt einige Grundregeln, die Sie bei Ihrem Präsentationsvortrag beachten sollten, damit er reibungslos verläuft und Sie sowie die Zuhörer Spaß dran haben. 

  • Stellen Sie bei Ihrem Vortrag die Sachinformationen in den Vordergrund. Seine Zuhörer mit einer Sache vertraut zu machen, bedeutet, den zu behandelnden Gegenstand so objektiv wie möglich vorzustellen, d. h. frei von persönlichen, offenen oder versteckten Wertungen des Vortragenden und ohne verfälschende Verkürzungen. Der Zuhörer muss hierbei auf die sachliche Richtigkeit und Angemessenheit der Darstellung vertrauen können. 
  • Vortragen statt Vorlesen! Lesen Sie niemals ab, auch wenn es Ihre Angst reduziert. Wenn Sie ablesen, kann man Ihnen nicht sehr lange folgen und die Zuhörer werden dadurch gelangweilt. Die richtige Alternative ist der freie Vortrag anhand von ausreichend differenzierten Stichworten. 
  • Wichtig ist auch, dass Sie synchron zu Ihren Medien wie z. B. Folien vortragen. Der Redetext muss den Folien folgen und die Folien dem Redetext. 
  • Sehen Sie Ihre Präsentation als Dienstleistung für die Zuhörer. Mit dieser Einstellung erreicht Ihr Vortrag auch sein Ziel.
  • Bevor Sie vor Ihr Publikum treten, sollten Sie einen Testlauf durchführen. Mit dieser Generalprobe können Sie Fragen wie z. B. "Passen Redetext mit Folien zusammen?", "Sind Änderungen am Text oder den Folien nötig?" oder "Reicht die Zeit?" klären. 
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