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Wie bekomme ich mein Kind trocken? - so geht's

Ihr Kind ist jetzt im richtigen Alter, um trocken zu werden. Noch macht Ihr Kind aber keinerlei Anstalten dazu, den Topf oder das "große Klo" zu benutzen. Wie bekommen Sie Ihr Kind trocken? Lesen Sie einfach weiter.

Ihr Kind trocken zu bekommen, kann harte Arbeit sein und muss erst gelernt werden.
Ihr Kind trocken zu bekommen, kann harte Arbeit sein und muss erst gelernt werden.

Was Sie benötigen:

  • Geduld
  • Ausdauer
  • Konsequenz
  • Sommer
  • 1 Babytopf
  • viel Liebe und Lob für Ihr Kind

So bekommen Sie die Windel Ihres Kindes weg

  • Ihr Kind soll sauber werden, das ist nicht ganz leicht. Wichtig ist eine gewisse Regelmäßigkeit, die Sie auch durchziehen sollten. Warten Sie zuerst einmal ab, bis es warm wird, im Sommer ist es wesentlich leichter, da Ihr Kind zu dieser Jahreszeit keine Windel benötigt und sich viel im Freien aufhält. Haben Sie diese Möglichkeit übersehen, haben Sie es um ein kleines Stück schwerer.
  • Ihr Kind benötigt ein "Töpfchen". Kinder ab zwei Jahren können sich dieses in einem Geschäft vielleicht schon selber aussuchen. Ein "sympathischer" Topf wird besser angenommen. Befindet sich Ihr Kind öfter einmal bei der Oma, wäre es sinnvoll, auch hier ein Töpfchen zu platzieren, damit Sie nicht immer den Topf zur Oma mitnehmen müssen.
  • Gewöhnen Sie Ihrem Kind eine Bezeichnung für das "Geschehen" an. Bei kleinen Kindern hört man für das kleine Geschäft oft "Pipi" oder "Bisi". Das Kind muss also Pipi machen oder es muss Bisi Bisi machen. Beim großen Geschäft heißt es dann "AA" oder "Gaga". Egal, wie Sie es benennen, Ihr Kind braucht einen Namen für das "kleine und das große Geschäft". 
  • Setzen Sie Ihr Kind auch ruhig einmal auf die normale Toilette. Ihr Kind fühlt sich dann so, als wäre es schon groß und macht seine Ausscheidungen in die "große" Toilette wie die Mama oder der Papa.
  • Gehen Sie möglichst natürlich mit dem Geschehnis um, haben Sie auch keine Scham, sich auch selbst vor Ihrem Kind nackt zu zeigen. Für Ihr Kind ist Nacktheit etwas ganz Natürliches, etwas, was viele als Erwachsene verlernt zu haben scheinen. Schimpfen Sie Ihr Kind auch nicht, wenn es seine Genitalien erkundet, erklären Sie Ihrem Kind aber, dass es dies nicht vor Fremden tun soll.
  • Wenn das Sitzen auf dem Töpfchen einmal zur Regelmäßigkeit geworden ist, kann es sein, dass Ihr Kind, in der Übergangsphase zum trocken werden, häufiger pinkeln muss. Manches Mal bis zu 15-mal pro Stunde, wobei schon gar kein Urin mehr kommt. Ihr Kind testet aus, ob Sie auch immer Zeit haben für die Pinkelgänge. Leider müssen Sie da mitmachen und das Kind auch zum 20. Mal am Straßenrand in die Hocke halten zum "Pipi" machen oder auf den Topf setzen. Diese Phase dauert aber meist nicht lange, vielleicht ein oder zwei Tage, dann hat Ihr Kind begriffen, dass es jederzeit mit Ihnen zur Toilette gehen kann. Die Geduld hier zu verlieren wäre ein herber Rückschlag im "trocken werden" Prozess. Aussagen wie "Ich hab jetzt keine Zeit, mach doch in die Windel" sind nicht förderlich zum trocken werden. Sie müssen jetzt Zeit haben!

Hurra, Ihr Kind wird trocken

  • Eine Sauberkeitserziehung findet frühestens ab dem zweiten Lebensjahr statt. Lassen Sie Ihrem Kind so viel Zeit. Auch zweieinhalb Jahre sind nicht zu spät. Lassen Sie Ihr Kind so oft es geht ohne Windel laufen, deshalb wäre dafür der Sommer gut. Mit drei bis dreieinhalb Jahren sollte Ihr Kind trocken sein. Gelingt dies nicht, ist auch an organische Ursachen für das Einnässen zu denken.
  • Ein Kind trocken zu bekommen, kann harte nervlich anstrengende Arbeit sein. Dennoch müssen Sie standhaft und konsequent bleiben.
  • Setzen Sie Ihr Kind regelmäßig nach jedem Essen auf den Topf und vor dem zu Bett gehen. Haben Sie nur drei Mahlzeiten täglich, dann auch noch je einmal dazwischen, damit Ihr Kind nicht zulange aushalten muss. Hat Ihr Kind zufällig in den Topf gepieselt, loben Sie Ihr Kind sehr, zeigen Sie Ihrem Kind den Erfolg und dass Sie sich darüber freuen. Ist nichts im Topf bedauern Sie dies: "Oooohh schaaade nichts drin."  Haben Sie keine Regelmäßigkeit, gewöhnt sich Ihr Kind schlechter an den Topf. Wenn Ihr Kind nicht auf den Topf will, versuchen Sie es zu überzeugen. Ihr Kind muss auf den Topf, das muss Ihrem Kind und Ihnen klar werden. Hier dürfen Sie nicht nachgeben, auch wenn es schreit oder tobt. Viele Kinder setzen Sie als Eltern mit Schreien schon unter Druck. Vielleicht haben Sie früher schon bei dem Geschrei öfter nachgegeben und Ihr Kind hatte dadurch ein Erfolgserlebnis? Ignorieren Sie das Geschrei für ein bis zwei Minuten auf dem Topf. Schreit es nicht, loben Sie gleich und rücken eine kleine Belohnung heraus.
  • Halten Sie auch Oma und Opa an, das richtig durchzuziehen. Wenn Opa und Oma nachgeben, wird Ihr Kind es auch zu Hause versuchen. Ist Ihr Kind in einer Kindergrippe, haben Sie wenig Einfluss darauf, was passiert. Trotzdem müssen Sie wissen, wie weit Ihr Kind ist und was das Krippenpersonal in dieser Richtung unternimmt. Sie selbst sind für Ihr Kind verantwortlich, nicht das Krippenpersonal, und müssen stets die Entwicklung Ihres Kindes im Auge behalten. Sie sagen: "Ich weiß ja nicht, was da den ganzen Tag in der Krippe passiert"? Damit haben Sie es sich leider sehr einfach gemacht. Sie sollten wertvolle Aufgaben und Momente im Leben Ihres Kindes nicht komplett verpassen, da Sie dies später einmal bereuen könnten. 

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