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Wie beantrage ich eine Psychotherapie?

In der heutigen Zeit gehören leider immer mehr so genannte Zivilisationskrankheit in die Alltagserfahrungen unserer Gesellschaft. Hierzu zählen vor allem seelische Erkrankungen wie Depressionen, Burn Outs o.ä. Daher ist es für viele Menschen unerlässlich, eine Psychotherapie zu beginnen, um mentale Probleme oder ein seelisches Ungleichgewicht in den Griff zu bekommen. Der Besuch eines Psychotherapeuten wirkt auf den ersten Blick als schwieriges Unterfangen. Jedoch sollte sich jeder Patient darüber im Klaren sein, dass die Krankenkasse eine Psychotherapie bezahlt und dass deren Beantragung keinerlei Problem darstellt.

Eine Psychotherapie zu beantragen ist ein wichtiger Schritt.
Eine Psychotherapie zu beantragen ist ein wichtiger Schritt.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Psychotherapie anzugehen:

  1. Die gängigste Methode ist sicherlich, zunächst mit Ihrem Hausarzt über Ihre psychischen Probleme zu sprechen. Die meisten Hausärzte sind vernetzt mit Psychotherapeuten und können Sie an kompetente Adressen vermitteln. Zudem wird der Hausarzt Ihnen eine Überweisung mitgeben, die seine persönliche Einschätzung ausdrückt und später bei der Krankenkasse von Nutzen sein kann.
  2. Des Weiteren können Sie sich an Ämter wie den Psychosozialen Dienst oder das Gesundheitsamt wenden. Auch diese bieten die Möglichkeit für eine grundsätzliche Beratung an und arbeiten mit Psychotherapeuten zusammen, an die sie Sie vermitteln können. Derartige Beratungsstellen haben den Vorteil, dass dort zumeist psychologisch geschultes Fachpersonal zu finden ist, das Sie bei der Auswahl der für Sie passenden Therapieform beraten kann und Sie zudem an den richtigen Ansprechpartner vermitteln kann.
  3. Zudem gibt es kirchliche Beratungsstellen wie die Diakonie oder Caritas sowie staatliche Stellen wie z.B. Pro Familie, die auch selbst Therapieangebote machen oder Sie an qualifizierte Therapeuten vermitteln können. Machen Sie dort einen Termin für ein Vorabgespräch aus und lassen Sie sich über die individuellen Möglichkeiten beraten.
  4. Sie können sich auch direkt an einen Psychotherapeuten Ihrer Wahl wenden. Bitte beachten Sie, dass Sie keine Überweisung von einem Hausarzt benötigen, um einen Therapeuten zu kontaktieren. Die Auswahl des richtigen Therapeuten ist allerdings nicht immer leicht. Natürlich muss die persönliche Chemie zwischen Patienten und Therapeuten stimmen. Außerdem sind nicht alle niedergelassenen Therapeuten von den staatlichen Krankenkassen zugelassen. In diesem Fall müssten Sie Ihre Therapiestunden selbst bezahlen. Außerdem gibt es unter nicht zugelassenen Therapeuten leider immer wieder schwarze Schafe.
  5. Um Adressen von qualifizierten Ärzten zu erhalten, sollten Sie sich entweder bei Freunden und Bekannten umhören oder Ihre Krankenkasse kontaktieren, die Ihnen weiterhelfen wird!

Der erste Kontakt mit dem Psychotherapeuten

  • Sobald Sie die Adresse von einem Psychotherapeuten erhalten haben, müssen Sie diesen kontaktieren und einen Termin für ein Erstgespräch vereinbaren. In diesem Gespräch wird ein Kennenlernen stattfinden. Außerdem sondiert der Therapeut in der ersten Sitzung Ihre Probleme und wird Ihnen seine persönliche Einschätzung mitteilen, ob er eine Therapie für nötig hält. Sollte das der Fall sein, haben Sie inklusive dieser Sitzung zunächst insgesamt fünf Mal die Möglichkeit, den Therapeut zu Vorgesprächen zu besuchen. Diese dienen dazu, dass sich Patient und Therapeut besser kennen lernen und dieser sich ein genaueres Bild Ihrer Problematik machen kann. Diese fünf Sitzungen werden auf jeden Fall von der Krankenkasse finanziert. Danach wird der Therapeut ein Gutachten schreiben, das er bei Ihrer Krankenkasse einreicht. Diese entscheidet dann aufgrund des Gutachtens, ob und wie viele Therapiestunden sie genehmigt.  

Scheuen Sie sich nicht, bei seelischen Problemen eine Therapie zu beginnen. Wie Sie sehen, ist die Auswahl des für Sie passenden Therapeuten erheblich problematischer als die Beantragung der Therapiestunden. In diesen Sinne alles Gute!

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