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Wie baue ich einen Kindersitz im Auto richtig ein?

Wie baue ich einen Kindersitz im Auto richtig ein?1:46
Video von Bruno Franke1:46

Kinder bis 12 Jahre bzw. bis zu einer Körpergröße von 150 cm müssen in Deutschland bei Autofahrten immer in einem Kindersitz transportiert werden. Aber wie baut man den Sitz eigentlich ins Auto ein? Und wie schnallt man das Kind darin an?

Was Sie benötigen:

  • Babyschale
  • Kindersitz mit 5-Punkt-Gurtsystem
  • Kindersitz für 3-Punkt-Gurt
  • Babys werden, bis sie selbst aufrecht sitzen können und das Maximalgewicht des Sitzes (in der Bedienungsanleitung angegeben) nicht überschreiten, in einer sog. Babyschale transportiert. Diese Schalen ermöglichen es, dass das Kind gemütlich liegen kann. Es wird mit den integrierten Gurten, die auch entsprechend dem Kindeswachstum angepasst werden können, in der Schale befestigt. 

Den Kindersitz für Ihr Baby ins Auto einbauen:

  1. Stellen Sie die Schale gegen die Fahrtrichtung auf den Autositz. Sie können hierzu den Beifahrersitz nutzen. Dieser sollte so weit wie möglich nach hinten gefahren werden, wenn es einen Beifahrer-Airbag gibt, um ein Auftreffen von Schale und Airbag zu verhindern. Für das Kind ist es aber sicherer, wenn es auf der Rückbank angeschnallt oder der Airbag ausgeschaltet wird.
  2. Die Schale wird also gegen die Fahrtrichtung (Kopf des Kindes zeigt zur Motorhaube, Füße zeigen in Richtung Kofferraum) auf den Sitz gestellt. Schnallen Sie ihr Kind in der Schale an.
  3. Nun führen Sie den 3-Punkt-Gurt mit Schulter und Hüftgurt hinter der Schale herum. Der Schultergurt sollte dabei an der im Sitz integrierten Halterung (üblicherweise ist das eine straffe Klemme) befestigt werden. Der Hüftgurt läuft fast unter der Schale in den beiden dafür vorgesehenen Halterungen entlang.
  4. Da die Befestigung von der Tür aus etwas umständlich ist und man dabei immer über die Schale bzw. das Baby angeln muss, hilft es, wenn Sie zum Anschnallen auf der gegenüberliegenden Seite einsteigen. Dann können Sie den Gurt auch ohne Probleme straffziehen. Der Tragegriff der Schale kann senkrecht über dem Baby stehen bleiben.

Den Kindersitz für ein Kleinkind ins Auto einbauen

  • Mit wachsendem Alter bzw. Gewicht und Mobilität der Kinder benötigen Sie einen neuen Kindersitz. Die nächstmögliche Art von Kindersitz sind Sitze mit einem integrierten 5-Punkt-Gurtsystem. In diesen Sitzen sitzen Ihre Kinder aufrecht und können während der Fahrt aus dem Fenster sehen etc. 
  1. Führen Sie die vorgesehenen Schultergurte über beide Schultern zur Hüfte und verbinden Sie diese dort mit dem Hüftgurt. Auch hier kann die Höhe der Schultergurte der Größe des Kindes angepasst werden.
  2. Diese Kindersitze sind so konzipiert, dass sie - anders als die Babyschale - im Auto bleiben sollen. Deshalb wird der im Auto eingebaute 3-Punkt-Gurt durch die am Sitz eingebauten Klammerhalterungen auf der Rückseite des Sitzes geführt und straff gezogen. Dies müssen sie in der Regel nur dann machen, wenn Sie den Sitz neu einbauen. Erst dann steigt Ihr Kind ein und wird festgeschnallt.
  3. Bitte bedenken Sie: Kinder schlafen beim Autofahren gern und in diesen Sitzen sollte es deshalb auf jeden Fall Seiten-Kopfstützen geben. Eventuell macht ein Nackenhörnchen die Fahrt für Ihr Kind bequemer.
  4. Zumeist sind diese Sitze noch mit einer Zusatzfunktion zum Schrägstellen des Sitzes versehen. Das hilft schlafenden Kindern ungemein. Bitte beachten Sie auch die Vorschriften zum Mitführen von Kindersitzen auf dem Beifahrersitz.

Den Kindersitz für ein älteres Kind ins Auto einbauen

  • Und wieder einige Jahre später, je nach Wachstumsgeschwindigkeit Ihres Kindes, wird ein neuer Sitz benötigt.
  1. Diesmal wählen Sie einen Sitz, der nicht mehr direkt mit dem Autositz verbunden wird. Der Sitz wird einfach auf die Rückbank gestellt. Auch hier gilt: Die Kinder sollten nicht auf dem Beifahrersitz transportiert werden.
  2. Die Kinder werden dann, wie Erwachsene mit dem im Auto vorhandenen 3-Punkt-Gurt angeschnallt. Auch dieser Kindersitz sollte, um es Ihrem Kind bequem zu machen, sollte es einschlafen, seitliche Kopfstützen haben.
  3. Es gibt hier keine integrierte Möglichkeit mehr, um den Sitz schräg zu stellen. Deshalb könnte ein Nackenhörnchen hilfreich sein, sollte Ihr Kind im Auto gern schlafen.
  4. Manche Sitze haben einen 'Abstandshalter' den man ausklappen kann, um einen Abstand zwischen die Rückenlehne des Autositzes und die Rückenlehne des Kindersitzes zu bringen. Das macht es für Ihr Kind bequemer, ändert aber auch die Stabilität des Kindersitzes.

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