Wie alt Papageien werden können

  • Da der Begriff "Papagei" verschiedene Arten zusammenfasst, ist keine pauschale Aussage möglich, wie alt ein Papagei wird. Dies kann je nach Unterart variieren. Für die meisten Arten gilt eine mittlere Lebenserwartung von ca. 50 Jahren. Vereinzelt werden die Tiere aber auch bis zu 100 Jahre alt. Meist erreichen vor allem die größeren Papageienarten ein hohes Alter, so z. B. Aras, Kakadus und Graupapageien.
  • Leider gelten diese Zahlen eher für Tiere, die in der freien Wildbahn leben. In der Obhut des Menschen gibt es oft viele gesundheitliche Probleme, die dazu führen, dass nur wenige Papageien wirklich so alt werden.

Artgerechte Haltung von Papageien

  • Vor der Anschaffung eines Papageis sollte man sich eingehend mit der artgerechten Haltung der Tiere auseinandersetzen. Ein Großteil der Papageien, die als Haustiere gehalten werden, leiden unter dem mangelnden Fachwissen ihrer Besitzer.
  • Zu allererst muss einem bewusst sein, dass eine Einzelhaltung dieser Tiere absolut nicht artgerecht ist. Unter natürlichen Bedingungen leben Papageien in großen Schwarmverbänden und sind auf soziale Kontakte angewiesen. Der Mensch kann das Partnertier nicht ersetzen. Darüber hinaus muss man den Papageien ausreichend viel Platz bieten können. Täglicher Freiflug sollte den Papageien ermöglicht werden können. In der Regel ist es hierfür nötig, ein komplettes Zimmer den Tieren zur Verfügung zu stellen.
  • Zwei Hauptfehler werden immer wieder in der Haltung von Papageien gemacht. Zum einen werden die Tiere zu energiereich gefüttert. Nüsse und Samen sind besonders fettreich und schmecken den Papageien daher besonders gut. Genauso wie Kinder bei der Wahl zwischen Schokolade und Gemüse sich eigentlich immer für die Süßigkeiten entscheiden, suchen sich die hochintelligenten Papageien auch das aus dem Futter heraus, was ihnen am allerbesten schmeckt. Nur leider ist das meist nicht das Gesündeste. In Kombination mit oft mangelnden Bewegungsmöglichkeiten kommt es dann häufig zu einer Verfettung der Papageien. Dies hat meist Leberschäden zur Folge, die dazu führen können, dass die Tiere nicht alt werden und früh versterben.
  • Zum anderen leiden viele Papageienarten oft unter einer Pilzerkrankung der Atemwege (Aspergillose). Die Pilzsporen werden meist durch die Verfütterung von minderwertigen Erdnüssen eingeschleppt und können sich besonders dann in den Atemwegen der Papageien ausbreiten, wenn nicht ausreichend auf ein optimales Raumklima geachtet wird. Da viele Papageienarten in den (Sub-)Tropen beheimatet sind, sind sie eine hohe Luftfeuchtigkeit gewohnt. Ist nun die Luft in deutschen Wohnzimmern trocken, sind die Papageien besonders anfällig für diese Pilzerkrankung.