- 27.01.2012 Sonja Mahlich
Die Sicherheitseinstellungen sollten Sie schon bei der Anmeldung anpassen. Richten Sie ICQ gemeinsam mit Ihrem Kind ein und seien Sie sparsam mit den Informationen, die Sie angeben.
ICQ und wie alt Ihr Kind sein muss
- Hinter ICQ steht ein amerikanisches Unternehmen aus Virginia. Sie sollten beachten, dass die Datenschutzbestimmungen in den USA noch nicht so streng sind wie in Deutschland.
- Problematisch ist, dass die AGBs und die Hilfezentrale auf der Internetseite von ICQ nur in englischer Sprache zur Verfügung stehen.
- Natürlich hat ICQ auch Regeln für seine User aufgestellt, so wird Cybermobbing und Spammen verboten, auch wird empfohlen nur Kontakte anzunehmen, die der Benutzer auch wirklich kennt usw. Allerdings auch wieder auf Englisch. Es liegt an Ihnen, Ihr Kind über die richtige Handhabung von ICQ und den Umgang mit Kontakten aufzuklären.
- Eine spezifische Altersbeschränkung hat ICQ nicht. Eltern oder andere Erziehungsberechtigte Minderjähriger werden aber aufgefordert, die Anmeldung und Einstellungen für das Kind vorzunehmen und das Kind bei der Benutzung zu beaufsichtigen. Das Einverständnis der Eltern wird aber nicht überprüft.
Wichtige Sicherheitseinstellungen während der Registrierung
- Sobald Sie ICQ auf Ihren Rechner geladen haben und sich das Anmelde-Fenster öffnet, müssen Sie Name, E-Mail-Adresse, Passwort und Geburtsdatum angeben. Der Name und auch das Alter bzw. das Geburtsdatum kann später von anderen Personen eingesehen werden.
- Geben Sie nicht den richtigen Namen Ihres Kindes an, sondern überlegen Sie sich gemeinsam einen lustigen Spitznamen, auch das Geburtsdatum muss nicht stimmen, wichtig ist nur, dass alle Felder ausgefüllt sind und die E-Mail-Adresse richtig ist.
- Unter dem Log-in Feld steht Ihnen „Automatisch verbinden“ und „Kennwort speichern“ zur Auswahl, entfernen Sie aus beiden Kästchen die vorgegebenen Häkchen und wählen Sie den untersten Punkt „Meine Daten nicht speichern, wenn ich mich abmelde“, indem Sie dort ein Häkchen hineinsetzen. So verhindern Sie, dass jemand anderes das Konto verwenden kann.
- Loggen Sie sich ein und wählen Sie das Menü-Fenster an. Es öffnet sich nun eine Leiste, in der Sie „Meine Extras“, „Einstellungen“ und „Datenschutz“ anklicken. Dort können Sie die Sichtbarkeit Ihres Kindes fast völlig einschränken, indem Sie anwählen, dass Nicht-Kontakte nur den Namen sehen können. Kontakte können aber alle Angaben ungehindert einsehen, so sollten Sie Ihrem Kind einschärfen nur solche Menschen in die Kontaktliste aufzunehmen, die es wirklich kennt.
- Unter dem Punkt „Zulassen dass Nicht-Kontakte“, entfernen Sie die Häkchen aus den Kästen „Mich anrufen“ und „Mir Nachrichten senden“.
- Verbergen Sie anderen die Einsicht in die Kontaktliste Ihres Kindes, indem Sie in der Rubrik „Wer kann, meine Kontakte sehen?“ „Niemand“ angeben. So kann kein Fremder behaupten, der Freund eines gemeinsamen Kontaktes zu sein, um sich Zugang zu Ihrem Kind zu erschleichen.
- In dem Fenster „Spam Filter“ versehen Sie die ersten beiden Kästchen mit einem Häkchen. Im unteren Bereich müssen Sie den Spamfilter einschalten. Gehen Sie nun aus dem Menü heraus.
Wichtige Einstellungen nach der Anmeldung
- Um Freunde hinzuzufügen, muss mit Ihrem Kind zusammen unter dem Punkt "Kontakt hinzufügen" die ICQ-Nummer oder die E-Mail-Adresse des Freundes eingegeben werden. Am besten erfragt Ihr Kind die ICQ-Nummer und die E-Mail-Adresse persönlich bei den Kindern, die es hinzufügen möchte; so gehen Sie sicher, dass es diese Nutzer auch wirklich kennt.
- Auch Ihr Kind wird von anderen gesucht und gefunden. Setzen Sie in Einstellungen unter „Benachrichtigungen anzeigen für“ ein Häkchen in das Kästchen von „Hinzufüge-Frage“. Wurde Ihr Kind in eine Kontaktliste aufgenommen, wird es demnach erst gefragt, ob es den Kontakt ebenfalls hinzufügen möchte. Wählen Sie nur dann „ja“, wenn es sich um einen Freund handelt, ansonsten können Sie ablehnen und unter dem Punkt „nein“ den Kontakt sperren oder wenn nötig als Spam melden.
- Falls nötig können Sie einen User auch nachträglich als Spam melden oder ihn sperren, außerdem können Sie ihn aus der Kontaktliste löschen.
- Bei ICQ ist es möglich Dateien wie Bilder, Musik und Filme zu übertragen. Um zu verhindern, dass Freunde einfach Dateien an Ihr Kind versenden können, nehmen Sie folgende Einstellungen vor: Klicken Sie auf Menü, meine Extras, Einstellungen, Dateienübertragung, hier können Sie unter „Pro Kontakte einstellen“, jeden Kontakt einzeln einstellen und verhindern, dass Dateien von Kontakten automatisch angenommen werden.
Stellen Sie Regeln für die Verwendung von ICQ auf. So sollte Ihr Kind z. B. keine Einstellungen ohne Ihr Wissen verändern, keine unbekannten Kontakte aus Neugier annehmen und Sie vorher darüber Informieren, wenn ein Kontakt eine Datei senden möchte. Behalten Sie trotzdem Ihr Kind stets unter Aufsicht, ohne das Gefühl der Kontrolle zu vermitteln, dann schützen Sie Ihr Kind optimal.