Was Sie benötigen:
  • Wetterkarte

"Das Wetter macht, was es will", so hieß es früher. Erst seit es Satellitenaufnahmen aus dem Weltall und leistungsfähige Computer gibt, lassen sich Wettervorhersagen zuverlässig gestalten, zumindest zuverlässiger, als es vorher möglich war. Wie bei vielen Dingen im Leben, ist es aber besser, wenn Sie selbst Grundkenntnisse besitzen und die Wahrscheinlichkeit einer Wettervorhersage selbst anhand einer Wetterkarte beurteilen können.

Auch Bauernregeln ermöglichen eine Wettervorhersage

  • Gehen Sie davon aus, dass auf unserer Erde praktisch alles nach gewissen Regelmäßigkeiten, vielleicht auch Gesetzmäßigkeiten verläuft. Da wir diese nicht oder nur unvollständig kennen, können wir den Verlauf der Dinge oft nur erahnen. Bei der Wettervorhersage trifft dies in besonderem Maße zu.
  • Wie Sie wissen, haben sich die Menschen früher mit Bauernregeln beholfen. Auch diese beruhten auf Erfahrungswerten, waren naturgemäß aber wenig verlässlich. Insofern müssen Sie davon ausgehen, dass es nicht möglich ist, ohne grundlegende meteorologische Kenntnisse eine Wettervorhersage und deren Wahrscheinlichkeit zu beurteilen.

Computer und Satelliten machen die Vorarbeit

  • Erst seit einigen Jahren gibt es Computer, die überhaupt in der Lage sind, Wetterentwicklungen aufgrund bestimmter Erfahrungswerte und physikalischer Gegebenheiten und Erkenntnisse in eine Wettervorhersage umzurechnen. Der Mensch allein ist dazu nicht imstande.
  • Bedenken Sie, dass erst Satelliten es ermöglichen, das Wettergeschehen im Überblick auf dem gesamten Erdball zu verfolgen. Es werden so Zusammenhänge sichtbar, die Sie allein an Ihrem Standort nicht erkennen können. So bestimmen der Golfstrom, die Entwicklung eines Islandtiefs und das El Ninjo-Phänomen unser Wettergeschehen.

Die Wahrscheinlichkeit bestimmen Sie nur mit Wetterkarten

  • Am besten ist es, wenn Sie eine Wetterkarte vor sich liegen haben, die das Wettergeschehen aktuell vorhersagt. Eine Wetterkarte enthält eine ganze Reihe von Informationen, die Sie aber erst dann richtig verstehen, wenn Sie gelernt haben, besonders Hochs und Tiefs und Kaltfronten und Warmfronten einzuschätzen. Ein Meteorologe hat beim Anblick einer Wetterkarte sofort eine Vorstellung, welches Wetter zu erwarten ist. Auch Sie erkennen dann anhand der Wetterkarte gutes und schlechtes Wetter.
  • Sie sollten die Bedeutung der in der Meteorologie verwendeten Symbole verstehen. Diese Symbole gestalten im Wesentlichen die Wetterkarten und ermöglichen es Ihnen als Leser, die Darstellung zu interpretieren und die Wahrscheinlichkeit einer Wettervorhersage aufgrund einer eigenen Einschätzung zu verifizieren.

Sammeln Sie persönliche Erfahrungswerte

  • Machen Sie sich die Mühe und verfolgen Sie das Wettergeschehen anhand der Wetterkarte und der Wetterbeobachtung am Tag, bis Sie über gewisse Erfahrungswerte verfügen. Überprüfen Sie diese Erfahrungswerte regelmäßig mit den Erkenntnissen der Meteorologen.
  • Verfolgen Sie regelmäßig die Wetterkarte im Fernsehen. Je umfangreicher die Darstellung, umso besser verstehen Sie das Wettergeschehen.
  • Kaufen Sie sich einen Fotobildband, in dem Wolkenbilder dargestellt werden. Wolken sind sehr zuverlässige Informanten über das Wettergeschehen. Kennen Sie bestimmte Wolkenformen, wissen Sie, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer bestimmten Entwicklung ist.

Erwarten Sie allerdings nicht, im Ergebnis mehr zu wissen, als es Meteorologen anhand der ihnen zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten und aufgrund ihrer wissenschaftlichen Ausbildung möglich ist. Sofern Sie eine Wetterkarte lesen können, sollten Sie jedoch zumindest in der Lage sein, das zu erwartende Wettergeschehen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit in eine persönliche Wettervorhersage einzubinden.