- 20.01.2012 Christine Weisbach
Wissenswertes über Wespenstiche
Wenn Wespen gestochen haben, verlieren sie ihren Stachel nicht. Anders als bei den Bienen verfügt ihr Stachel über keine Widerhaken. Das Wespengift dient zur Betäubung der Insektenbeute oder zur Abwehr von Störenfrieden. Bei einem Stich entleert sich nicht der komplette Inhalt der Giftblase und deshalb können Wespen beliebig oft zustechen. Der Stichreflex ist auch bei zerteilten oder gerade verendeten Tieren noch vorhanden. Das ist der gefährlichste Moment für die Katze.
Die Katze wurde gestochen - die richtige Behandlung
- Homöopathisch. Hier bietet sich eine Gabe von Apis an. Die Potenz D8 ist hier empfehlenswert.
- Mit Schüsslersalzen. Die Nr.8, Natrium chloratum hilft bei Wespenstichen. Eine Tablette in das Zahnfleisch einreiben genügt für eine Gabe. Natrium chloratum kann auch äußerlich gegen die Schwellung angewendet werden.
- Da um die Einstichstelle das Gewebe heiß wird, sind kalte Umschläge zur Kühlung hilfreich. Ein Besuch beim Tierarzt ist im Normalfall nicht nötig.
- Wurde die Katze in die Tatze gestochen und sollte sie sich nicht behandeln lassen, kann man es auch mit einem kleinen Trick probieren. Stellen Sie eine Schüssel mit kaltem Wasser auf und werfen Sie Katzenspielzeug hinein. Die Katze wird dann beim Spielen ihre Pfote in das Wasser tauchen und dabei kühlen.
- Bei einem Stich in die Schnauze mit nachfolgenden Schluck und Atembeschwerden allerdings, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Während der Fahrt zur Tierpraxis können Eiswürfel den Mundraum kühlen.
- Wenn die Katze allergisch reagiert, kann es lebensgefährlich werden. In diesem Fall sollte schnell ein Tierarzt aufgesucht werden. Anzeichen für einen anaphylaktischen Schock (akute, krankhafte Reaktion des Immunsystems) sind: das Zahnfleisch ist extrem blass, Atem und Puls gehen sehr schnell, sie „hechelt“, die Katze fühlt sich kalt an und das Tier legt sich hin, ist sehr schlapp und wird apathisch.